Auch Ava betrat Maxims Krankenzimmer. Man sah Edmond an, dass er nicht besonders begeistert über ihren Besuch war, doch Ava ging unbeirrt zum Bett des Jungen, der gerade Leonardo böse anschaute, und überreichte ihm schon fast schüchtern ein Teller mit Kirschkuchen. Die Kirschen hatte sie sich für den Winter haltbar gemacht gehabt, um auch im Winter Früchtekuchen backen zu können.
„Ich wollte nur noch einmal sagen wie Leid es mir tut, Maxim. Ich weiß, dass du und der Bürgermeister eure Entscheidungen nicht überdenken werdet, dennoch will ich nicht, dass ihr eine schlechte Meinung von mir habt, wo ich doch heute sterbe. Das würde das Ganze irgendwie...trauriger machen.Und keine Sorge: Der Kuchen ist nicht vergiftet.“
Sie lächelte ihn schmerzhaft an. Dann wandte sie sich ernst zu den noch anwesenden Personen zu: „Ich bleibe bei meiner Wahl von gestern. Libra ist ein Werwolf. Die Gründe dafür habe ich euch schon gestern erläutert. Und Ihr, Leonardo di Dragoneri, vielleicht solltet Ihr Euch noch einmal überlegen, wen Ihr beschuldigt. Denn obgleich auch ich einmal Edmond Dantes bezichtigte, eine Gefahr für die Bürger zu sein, so geschah dies ohne genaue Kenntnisse von Grandys Fähigkeiten.“