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Thema: [Vampire von Düsterburg] Tag 5

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Havelock fühlte sich wie ein Narr. Was soeben geschehen war, hatte all seine Theorien über den Haufen geworfen. Als Talis Kopf durch die Hand Dankwarts den Boden berührte, verzerrte sich die Miene des Vampirs zu einer gräuelhaften Grimasse. Havelock griff, über sich selbst verblüfft, nach dem Lederbeutel an seinem Gürtel und stülpte ihn über den noch immer zuckenden Haupt. Wie geistesabwesend schnürte er den Beutel vor aller Augen zu und ging ohne auf seine Umgebung zu achten, langsam und mit starrem Blick zurück ins Antiquariat. "Du abscheuliche Bestie... du wirst leiden, das habe ich geschworen..."

    Die Schritte auf den Steintreppen hallten von den Steinwänden der Wendeltreppe wider, als Havelock den Kopf hinunter in die geheime Bibliothek brachte.
    "Ich kenne Wege, dich und deine Brut das Grauen spüren zu lassen."

    Havelock legte den Beutel auf das Podest mit dem mysteriösen Buch ab und zog die Klinge aus seinem Stock... nur um sicherzugehen. Das Buch öffnete sich wie von Geisterhand und ein seltsamer Nebel, welcher sich jenseits, des Lichtspektrums befand, erfüllte die Luft um das Podest.

    Ein langer schmerzerfüllter Schrei drang aus dem zuckenden Haupt des Vampirs Callan Fidian alias Talis, als die geisterhaften Finger sich um den brüllenden untoten Kopf schlangen. "Hier wirst du bleiben, bis diese Stadt zu Staub verfallen und die Zeiten sich gewandelt, allein, eingeschlossen in Dunkelheit und Schmerz! Ich hatte dich gewarnt und ich halte meine Versprechen..."

    Havelock blickte sich nicht um als er wieder die Treppen hoch humpelte, das Brüllen des fast toten Vampirs im Nacken. Er ging einer unruhigen Nacht entgegen.

    Geändert von Mr.Räbbit (01.12.2011 um 21:26 Uhr)

  2. #2
    Erstarrt beobachtete Selene den alten Antiquar, der behände den Kopf des Vampires auflas und ihn in einen Lederbeutel stopfte. Dann lief er wie ein wandelnder Untoter, langsam und starr aus dem Weinkeller hinaus ohne auf die Stimmen um ihn herum zu hören.

    "W... Wi...", Selenes Unterlippe zitterte und auch ihre Finger waren unruhig und eiskalt als sie an ihren Hals fuhren. Trains Klauen, sein Griff war in diesem Moment ganz nah. "Wie..." Sie sackte in sich zusammen und blickte fassungslos dem unbewegten alten hinterher der aus dem Keller stapfte. In was war sie da nur hineingeraten? Die Mörder waren nicht das Problem - Vampire, überall Vampire! "Widerlich...", hauchte sie leise und sank dann ohnmächtig auf dem Kellerboden zusammen. Was zuviel war, war einfach zuviel.

  3. #3
    Gerade als Maxim Edmond bei dem ganzen Trubel fast erreicht hatte, wurde es unruhig hinter seinem Rücken. Seine Augen schreckten auf und er drehte sich um. Talis, der Maxim für unschuldig hielt und sich als Seher ausgab, ließ den versteckten Vampir in sich raus. Stumm, regelrecht eingefroren, stand er da und sah zu, wie Callan Fidian, Talis wahrer Name, vernichtet wurde. Ein widerlicher Anblick. Der ausgeschaltete Körper, der vor ihm lag, paralysierte ihn. Edmond stand direkt hinter ihm und wollte gerade etwas sagen, als Maxim deutlich zitternd sich plötzlich zu Edmonds Gesicht drehte. Sein Gesicht war von Angst umschrieben, ein halbherziges Lächeln unterschrieb, wie überfordert er war.

    "L-leute... i-ihr glaubt mir a-aber trotzdem, o-oder? I-ich bin unschuldig... eh... ehehe..."

  4. #4
    Sein Gefühl hatte ihn also nicht im Stich gelassen - zumindest war seine Vermutung richtig gewesen, dass Talis nichts Gutes im Schilde geführt hatte. Dass es sich bei ihm um einen Vampir handelte, darauf wäre Adryan niemals gekommen.
    Die bewusstlose Libra lag mit schmerzverzerrtem Gesicht zu seinen Füßen, der Schlag des Vampirs war hart und brutal gewesen.
    Ohne sich der weiteren Szenerie zu widmen, hob Adryan die bewusstlose Frau auf die Arme und trug sie in die Taverne zurück, gefolgt von der Hündin Julie, die ein sorgenvolles Winseln von sich gab. In seinem Zimmer legte er Libra auf das Bett, deckte sie zu und setzte sich selbst auf den unbequemen Stuhl daneben.
    Diese Nacht würde er nur schwer Schlaf finden können.

  5. #5
    Nach all diesen Ereignissen, beschloss ein weiterer Einwohner Düsterburgs, dass es besser sei, sein Haus nicht mehr zu verlassen: Graf Zaroff.
    Was aus dem Jäger wurde, sollte noch lange ein Mythos bleiben.

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