Ja. Aber in der Regel tut man die andern Sachen, auf die das ja zutrifft, während des Schuljahres. Und nicht erst vorm Abitur den gesamten Stoff in Mathematik. Da reicht dann normalerweise es, wenn man ein paar Aufgaben durchrechnet - wenn man es vorher denn verstanden hatte. Da man dann es sich nur noch mal kurz auffrischen muss. Man hat ja vorher immer die ganze Zeit schon mal tausende von gleichartigen Aufgaben gerechnet.

Bei den Lernfächern ist es eben anders. Da kommt dauernd neuer Stoff nach. Neue Daten, Zahlen usw. Und man vergisst immer das, was als erstes kam, da nichts aufeinander aufbaut und logisch irgendwie zusammenhängt. Da muss dann das ganze gelernt werden. Und da man das nicht durch ein mal angucken in den Kopf kriegt muss da auch mehrmaliges Durchlesen dran, also nicht mal nur ein paar Aufgaben rechnen. Also mehr Aufwand.

Wenn natürlich welche versuchen Mathematik "auswendig" zu lernen, dann ist das klar, dass die dann auch mehr Aufwand haben. Weil die ja dann zu allen möglichen Aufgabentypen und -varianten tausende durchrechnen müssen, damit sie den jeweiligen Lösungsweg auswendig gelernt haben - da sie es ja nicht verstanden haben und nicht auf unerwartete Aufgaben reagieren können und leicht abwandlen können wenn man etwas nur ein klein wenig anders ist. Aber das ist wohl weniger effizient... man sollte schon gucken, dass man zumindest die Grundlagen irgendwie versteht und notfalls während des Schuljahres begleitend Nachhilfe nehmen, damit man nicht dort dieses Auswendiglernen praktizieren muss.