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Thema: [Vampire von Düsterburg] Tag 2

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Der nächste Morgen brach an und es schien, als würde das Wetter die aktuelle Stimmung der Stadtbewohner widerspiegeln. Düstere Wolken verschleierten den Himmel und der kalte Regen fiel unaufhörlich auf die trüben Gassen Düsterburgs nieder. Blitz und Donner ließen nichts Gutes für den neuen Tag verkünden, als Edmond Dantès erwachte. Für einen Moment wurde ihm mulmig zumute, denn in seinem Anwesen herrschte eine gespenstische Stille, welche er für gewöhnlich als ganz angenehm empfand, doch an diesem Morgen vermisste er die gedampften Schritte fleißiger Diener. Eilig stand er auf und machte sich fertig. Die letzte Nacht hatte er nur kaum geschlafen, seine Gedanken kreisten stundenlang um die Geschehnisse letzter Nacht, welche ihm immer noch wie ein Traum erschienen. Caspar von Busch war tot und mit ihm hatte sich eine Bedrohung offenbart, die bei Weitem schlimmer als, als alles, was man bisher hätte befürchten können.

    Voll der Sorge ob der Zukunft Düsterburgs und des Schicksals seiner Bürgerinnen Bürger schritt Edmond mit schnellem Gang ins Freie hinaus und winkte eine Kutsche herbei. Sicherlich würde sich Sophia von Busch über seinen Beistand freuen und ihm war viel daran gelegen, ihr in ihrer Trauer über den Verlust ihres geliebten Ehemanns beizustehen. Während die Kutsche über die gepflasterten Straßen holperte, machte Edmond sich Gedanken über das weitere Vorgehen, der Vorschlag der jungen Selene schien ihm unter diesen Umständen der sinnigste Plan zu sein. "Wie viel Zeit uns wohl noch verbleibt?", sprach Edmond leise als er zum Fenster hinaus blickte.

    Vor dem Anwesen derer von Busch machte die Karosse Halt, der Graf stieg aus und bewegte sich rasch auf den großen Eingang hinzu, wo er auch schon den jungen Maxim erblickte. "Maxim! Was machst du denn hier um alles in der Welt? Hast du etwa nicht mitbekommen, dass der werte Herr von Busch nicht mehr unter den Lebenden weilt? Du solltest hier nicht noch unnötig Lärm veranstalten und die Dienerinnen unnötig belästigen!", mahnte Edmond erneut den Jungen an. Während Maxim reuig zur Seite wich, trat Edmond näher heran und klopfte langsam, aber kraftvoll und bestimmt an der massiven Tür, in der Hoffnung, man würde sich nicht allzu sehr Zeit lassen, die Pforte zu öffnen. Erst in diesem Moment erkannte er die Bluttropfen, die langsam aus dem Fenster über ihnen heruntertropften und nun begann der junge Graf, energisch und wild an der Tür zu hämmern...

    Geändert von Edmond Dantès (15.11.2011 um 19:13 Uhr)

  2. #2
    Früher als sonst wachte Rowan auf und er brauchte erst eine Weile, bis er sich daran erinnerte, was eigentlich passiert war. Sie waren auf dem Marktplatz und dieser Train wurde als Vampir enttarnt. Niemals hätte er gedacht, dass solche Wesen existieren und schlimmer noch: anscheinend gab es noch mehr davon und nicht alle von ihnen schienen Vampire zu sein, zumindest, wenn Rowans Vermutung stimmte. Aber was war danach passiert? Auf jeden Fall gab es eine Menge Lärm und der Bürgermeister, von Busch war sein Name, starb ebenfalls.

    An dem Abend hatte Rowan sich recht früh auf sein Zimmer begeben und dort seine Waffen vorbereitet, er würde sie sicher bald brauchen, wenn die Kreaturen sich zeigen sollten.

    Das war gestern, doch irgendwie hatte Rowan was diesen Tag betraf, ein sehr schlechtes Gefühl, sicher waren diese Kreaturen in der Nacht nicht untätig und würden ihr Werk wohl erneut vollführen, genau, wie es solche Kreaturen immer tun. Aber sie haben eines nicht einkalkuliert: nämlich, dass sich der beste Jäger Britanniens hier in Düsterburg befand.

    So packte Rowan seine Ausrüstung ein und begab sich nach draußen. Er wollte sich erkundigen, ob in der Nacht etwas vorgefallen war.

  3. #3
    Elly hatte eine unruhige Nacht verbracht, denn sie konnte einfach nicht mit den denken aufhören. Sie musste an die ganzen Toten denken und darüber, wie alte Schauergeschichten zur Wirklichkeit geworden sind.
    Von ein paar Tagen war die Welt noch in Ordnung und Vampire und Werwölfe nur eine Erzählung für Kinder, um diese davon abzuhalten, Nachts noch draußen zu sein. Doch nun hat sich alles gewandelt und Ellys Welt stand Kopf. Schließlich schien sie doch noch eingeschlafen zu sein, denn als sie die Augen aufmachte, war es draußen schon hell.
    Sie wäre lieber noch etwas länger im Bett geblieben, musste aber noch Besorgungen für den heutigen Tag machen. Also stand sie auf und kleidete sich an. Sogleich ging sie in die Küche und schaute sich an, welch Zutaten fehlten. Sie nahm ihren Korb und machte sich auf dem Weg. Das Erste, was ihr auffiel als sie vor die Tür trat war, dass immer noch verschlossene Stadttor. Elly beschlich eine furchbare Ahnung: Es war noch nicht vorbei.
    Trotz dieser Erkenntnis machte sie sich zum Marktplatz auf. Sie wollte schnell alles erledigen, damit sie so bald wie möglich wieder zu Hause sein konnte.

  4. #4
    Rebecca hatte eine unruhige Nacht hinter sich. Ihr Herr, Caspar von Busch war tot und ihre Herrin hatte den strikten Befehl erteilt, in Ruhe gelassen zu werden. Sie hatte sowieso nicht viel Schlaf bekommen, aber als sie ein lautes Pochen hörte, dass durch das ganze Haus drang, legte sie nur widerwillig ihre Uniform an. Sehr zerfetzt anmutend erschien sie dann unten an der Tür. Als sie öffnete, stürzte der neue Bürgermeister Graf Edmont fast ins Haus. Sein Gesicht war kreidebleich. Kein gutes Bild für einen neuen Bürgermeister. Aber Rebecca vertraute ihm ein Stück, Herr von Busch würde wohl kaum einen Feind nominiert haben - Hexerei hin oder her.
    Sie machte einen seichten Knicks. "Herr Graf?"

  5. #5
    Maxim stürmte sogleich ins Haus, als sich die Tür öffnete und rannte Richtung Treppe. "Junger Mann, Ihr dürft nicht einfa-" Edmond unterbrach Rebecca: "Verzeih sein ungehobeltes Verhalten, dennoch, wir haben's ein wenig eilig. Es geht um die Gräfin. "Aber selbst...verständlich, Graf Dantés... bitte folgt mir nach oben." Ihre Besorgheit sah man ihr im Gesicht an. Von oben war ein lautes Hämmern zu hören. "Frau von Busch, so antwortet mir doch!!", schrie Maxim mit immer roter werdenden Händen. Das Holz war hart und seine rechte Faust schlug gegen den Rand einer Vertiefung in der Tür. Sie schmerzte sehr. Er drehte sich um und sah einen Stein auf einem Beistelltisch. Schien ja nur Deko zu sein, also nahm er ihn. Ohne nachzudenke nahm er erneut seine rechte Hand und schlug damit mehrmals gewaltvoll gegen das Schloss. Je öfter er zuschlug, umso fester hielt er den Stein in seiner Hand fest. Dann brach er schließlich, als der Rest auch im Flur vor dem Zimmer war, das Schloss auf und rannte rein. "Herr je, dabei habe ich doch einen Schlüssel bei mir..." "Na ja, er ist nicht gerade der Hellste..." Edmond und Rebecca kamen im Zimmer an. Maxim saß verschreckt auf dem Teppich des Zimmers und hielt schmerzend seine rechte Hand. Alle Blicke richteten sich jedoch auf das Fenster, welches weit offen stand. Davor war ein nicht allzu kleiner Blutfleck und noch weiter davor ein zerbrochenes Glas mit einem etwas kleinerem Weinfleck. Doch noch viel merkwürdiger waren die schwarzen Haare, die vor dem Fenster herumlagen, einige schwebten sogar pausenlos in der Luft wie Staub...

    Geändert von Ligiiihh (15.11.2011 um 20:21 Uhr)

  6. #6
    Dort standen sie nun, in dem Schlafzimmer von Caspar und Sophia von Busch. Unheilvoll erklang die luxuriöse Pendeluhr, die das Schweigen der Anwesenden durchbrach. Mit starrem Blick blickten sie auf den Teppich, zur Wand, und schlussends zum Fenster hin. In den Scherben des zerbrochenen Glases spiegelte sich die gewaltige Blutlache wieder, die sich vor dem großen Himmelbett ausgebreitet hatte und sich allmählich mit dem Weinflecken auf dem Teppich zu vermischen begann. Fassungslos wich Rebecca einen Schritt zurück und hielt sich die Hand vor den Mund, um nicht plötzlich einen Schrei von sich zu stoßen. Maxim kauerte geistesabwesend auf dem Teppich, seine Augen weiter auf die Blutspuren gerichtet.
    Atemlos stürzte Edmond zum Fenster, welches besudelt mit dunklen Haaren war, die von einem Tierfell hätten stammen können. Er stütze seine Hände an dem Fensterrahmen ab und lehnte sich aus dem Fenster hinaus. Er folgte der Blutspur, die zum Lustgarten führte. Langsam ließ er seinen Blick umherschweifen. Dort entdeckte er sie schließlich. Mit kreidebleichem Gesichtsausdruck musste er mitansehen, wir ihr lebloser Körper ausgebreitet vor einer Engelsstatue lag. Ihre Augen blickten in die des kleinen Engels über ihr, und die Art, wie sie sich den Beobachtern vom Fenster aus darstellte, versprühte einen gewissen Hauch von morbider Ästhetik. "Oh Nein, Sophia..." hauchte er noch, ehe ihm die Stimme endgültig versagte und selbst drohte, in dem Schlafzimmer zusammenzubrechen...

    Geändert von Edmond Dantès (15.11.2011 um 20:51 Uhr)

  7. #7
    Graff Zaroff wachte in seinem kleinen Anwesen vor den Stadtgrenzen auf. Er fühlte sich als hätte er einen ganzen Tag durchgeschlafen. Hätte er einen Kalender gehabt, wäre ihm aufgefallen, dass dies tatsächlich der Fall war.
    Nach einem spartanischen Frühstück - resultierend aus der letzten, weniger erfolgreichen Jagd - machte er sich auf den Weg zum Marktplatz und traf dort Elly, die Zaroff sympathisch war und ihn über die Geschehnisse des letzten Tages informierte. Geschockt erkannte Zaroff den Zusammenhang mit dem was ihm vor 2 Tagen passiert war.
    Nach einem kleinen Gespräch kaufte er etwas Gemüse und Brot, in der Hoffnung bei der heutigen Jagd etwas zu fangen, um diese Woche seine Ersparnisse nicht für Essen ausgeben zu müssen und vielleicht sogar ein bischen zu verdienen.
    Nachdem er seine Ausrüstung geholt hatte machte er sich auf den Weg in den Wald...

  8. #8
    Nachdem Chester die Nacht beim Arzt verbracht hatte, immer noch mit gebrochener und blau angelaufener Nase, befand er sich auf einem morgendlichen Spaziergang durch Düsterburg. Er hatte nicht mehr persönlich mitbekommen was sich auf dem Marktplatz zugetragen hatte, aber überall konnte er die Gespräche über die absurden Geschehnisse aufschnappen. Der Beschuldigte ein Vampir! Dazu noch einer, dem die Sonne scheinbar nichts hatte anhaben können! Und direkt nach dessen Tod hatte es auch den Bürgermeister erwischt. Keiner wusste wieso, aber angeblich hatte dieser ebenfalls finstere Absichten gehegt.
    "Was ist nur mit dieser Stadt los?!"
    Liebend gern hätte er seine Sachen gepackt und Düsterburg schnellstmöglich hinter sich gelassen, aber die Tore blieben weiterhin verschlossen, denn offensichtlich war weder der Vampir noch der Bürgermeister für den gestrigen Mord verantwortlich. Was für finstere Mächte hatten sich denn noch in dieser Stadt breit gemacht?

    Auf einmal drangen Schreie an seine Ohren.
    "Was ist denn jetzt schon wieder passiert?"
    Geschwind folgte er dem Schrei und stürzte dabei durch eine Hecke direkt in den Garten der von Buschs, nur um direkt vor der Leiche zum stehen zu kommen.
    "Oh, na klasse...scheinbar ist diese Familie verflucht. Erst der Mann, dann die Frau..."
    Er hob seinen Kopf und entdeckte dabei die am Fenster stehenden Gestalten, darunter Rebecca...
    "He, man könnte fast meinen, dass sie jedem in ihrer Nähe Pech bringt."

  9. #9
    Trotz der frühen Stunde strömten Marina bereits allerlei Gerüchte entgegen. Es überraschte sie wenig, dass Edmond zum neuen Bürgermeister ernannt worden war, schließlich war er von hoher Geburt und vermutlich weitaus fähiger als sein Vorgänger. Ein zweites Gerücht brachte sie allerdings zum nachdenken: Angeblich sollte das Opfer eines Vampirs nur dann sterben können, wenn es zuvor von einer der Vertrauenspersonen angeschuldigt wurde. Dies gab der Sängerin zu denken. Beim besten Willen konnte sie sich nicht vorstellen, wie dies funktionieren konnte. Doch andererseits war es wohl schwarze Magie. Bis gestern hatte sie nicht daran geglaubt, dass es so etwas überhaupt gab. Wie könnte sie es nun so plötzlich verstehen? Nachdenklich schob sie sich den letzten Löffel ihrer vierten Portion Grießbrei in den Mund und spuckte ihn fast wieder aus, als ihr eine Erkenntnis kam. Wenn die Wahl und der Vampirfluch zusammenhingen, dann...
    Hastig erhob Marina sich und machte sich Richtung Marktplatz auf, wo sie hoffte, den Aufenthaltsort des neuen Bürgermeisters zu erfahren. Tatsächlich wurde dieses Problem schneller gelöst als erwartet, denn sie sah aus einiger Entfernung, wie Edmond und Maxim von diesem unsittlich gekleideten Zimmermädchen in das Haus der von Buschs eingelassen wurden. Als Marina ebenfalls dort ankam, stellte sie fest, dass die Tür nicht richtig geschlossen war. Kurz zögerte sie, doch ihr Anliegen war wichtig und so trat schließlich auch die Sängerin ein. Von oben hörte sie Stimmen, von denen zwei wohl bekannt waren. Aber warum klangen sie so besorgt? Zaghaft folgte Marina ihnen bis in einen Raum, der anscheinend ein Schlafgemach war. Die drei hatten ihr den Rücken zugewandt und starrten aus dem Fenster. Da stieg Marina ein kaum wahrnehmbarer, süßlicher Geruch in die Nase und ihre Augen richteten sich auf den Blutfleck. "Oh Gott...", flüsterte sie entsetzt. Die drei anderen fuhren zu ihr herum. "Was tut Ihr hier?", fragte das Zimmermädchen aufgebracht. "Ihr habt hier nichts..." Doch Marina hörte nicht auf sie, trat ein paar Schritte näher und warf ebenfalls einen Blick aus dem Fenster. "Ihr solltet besser nicht...", begann der schreckensbleiche Edmond. Aber es war zu spät. Marina hatte in den Garten geblickt und bereute es auf der Stelle. Nie wieder hatte sie so etwas schreckliches sehen wollen. Sie hatte vergessen wollen, was vor vier Jahren geschehen war. Doch nun, da sie Sophia von Busch so grausam dahingeschlachtet sah, kehrte auch ihre Erinnerung zurück. Mit von Entsetzen erfüllten Augen sackte Marina auf dem harten Boden zusammen.

  10. #10
    Lautes Schnarchen dröhnte aus der Kehle Dankwarts, wieder mal gab er so laute Töne von sich, dass Schlafen neben ihm einfach nicht möglich war. Das durfte Grandy am eigenen Leib erfahren der bereits missmutig auf seiner Bettkante saß und Dankwart anstarrte.
    "Verdammter Mist... wie kann man nur so laut sägen?"
    Viel Schlaf war mit Dankwart nicht garantiert, wenn die momentane Situation nicht sowieso bereits so angespannt wäre... wenig Schlaf... schlechter Schlaf. Die nächsten Tage in Düsterburg werden kein Zuckerschlecken.
    Aber davon war bei Dankwart keine Rede, der schlief und schlief wie ein zufriedenes, mit Schokolade gefülltes Kind.
    "Das hält ja keiner aus..." Grandy stand auf, kleidete sich, so wie gestern, wieder Na, gut geschlan, grummelte leise. Dann durchfuhr den Raum ein relativ lautes Schnarchgeräusch, ein Schmatzen und dann...
    Grandy drehte sich herum, sah den aufrecht im Bett sitzenden Dankwart "Grandy! Na, gut geschlafen?"
    Der alte Mann war ziemlich flink und es war erstaunlich wie wenige Probleme er damit hatte so kurz nach dem aufwachen sich aus dem Bett zu schälen, gleich solche gute Laune auszustrahlen und einfach nur... wach und fit zu sein.
    "Ging so..."
    "Jaja, der Tag gestern war aufwühlend, nicht wahr? Drei Tote an einem Tag, das Versprechen, dass es mehr von diesen Unwesen gibt... da kommt einiges aufeinander."

    Die Türe des Zimmers der beiden öffnete sich und ob des lauten Quietschens der Scharniere zogen sie gleich ein erregtes Hundegebell auf sich.
    "...schon wach? Herrje, wie spät mag es denn sein?"
    Dankwart und Grandy kamen die Treppe hinab und entdecken dort bereits Libra die sich in den Aufenthaltsraum gesetzt hatte, einen leeren Teller vor sich auf dem Tisch stehend und Julie neben sich sitzend die hechelnd auf die beiden Männer der Truppe wartete.
    Libra schaute auf, lächelte den beiden zu "Morgen... ich hab euch noch schlafen gehört und dachte mir, dass wenn ich schon nicht so lange ausschlafen kann, dann wenigstens ihr beiden"
    Dankwart schaute verwirrt zu Libra, dann zu Grandy, flüsterte leise "Freundlich am... Morgen?"
    Vorsichtig flüsterte Grandy zurück "Gefrühstückt, dann ist sie immer so gut drauf..." eine kurze Pause folgte "...fragt mich nicht woher ich das weiss, ich hab kein Ahnung"

    Nach mehr oder weniger erfolgreichem Schlaf wieder zusammengefunden, gingen die drei auch sogleich hinaus.
    "Euch ist klar, dass wir uns umhören sollten ob irgendwas schlimmes passiert ist, oder?"
    "Glaubt ihr, dass dieser... Train... oder wer auch immer es war... die Wahrheit gesagt hat?"
    "Das es mehr von den Biestern gibt? Sicher, daran hege ich keinen Zweifel."
    "Na... wohin sollten wir dann gehen? In den polierten Panzer? Der Marktplatz?"
    "Na, ich denke zum polierten Panzer"
    Die drei einigten sich auf die Taverne und setzten sich mit Tatendrang in Bewegung.

    Als die drei endlich ankamen entdeckten sie an der Tür des "Polierten Panzers" einen Zettel auf dem in großen Lettern stand:

    Vertrauenspersonen Düsterburgs!
    Heute große Versammlung im Schankraum.
    Beratung der Ereignisse.
    Besprechung der Anklagen.
    Große Abstimmung.

    "Mhh... gibt immer ein paar die noch aus solchen Situationen Profit schlagen wollen... seis drum..."
    So betrat der Trupp den Schankraum und genehmigten sich einen Platz.

  11. #11
    Gerade als Edmond sich von dem Schock wieder gefasst hatte, stürmte auch schon Marina herbei und bei dem Anblick, der sich ihr bot, war sie im Begriff, unsanft auf dem Boden zusammenzusacken. Der Graf reagierte schnell genug, um die junge Sängerin gerade noch rechtzeitig aufzufangen. Behutsam legte er sie auf dem breiten Ehebett ab, musterte besorgt ihr Gesicht und fühlte ihren Puls. "Sie ist bewusstlos", sprach Edmond zu Rebecca und Maxim, als er von draußen auch schon neuen Lärm vernahm. Der Rüpel, welcher mit seinem Auftreten gegenüber Rebecca gestern schon auf dem Marktplatz für Tumult gesorgt hatte, war durch die Hecke mitten in den Garten geplatzt und hatte nur kurz vor Sophias sterblichen Überresten Halt gemacht.
    "Maxim! Schnell, lauf los und wecke Selene! Nicht, dass noch mehr Schaulustige ihren Weg hier her finden!", forderte er den Jungen auf und riss ihn an der Schulter wieder hoch. "Rebecca, kümmere dich um Marina, ich werde hinuntereilen und mich um dieses unliebsame Subjekt im Garten kümmern!", wandte sich Edmond nun an das Hausmädchen. Ohne eine Antwort abzuwarten, schritt er aus dem Zimmer und rannte vom Erdgeschoss aus direkt in den kleinen Lustgarten, wo noch immer Chester stand.
    "Hey, Ihr da! Was in Gottes Namen habt Ihr hier verloren? Besser Ihr verschwindet wieder, Ihr seht doch was passiert ist. Stöenfriede wie Euch können wir hier nicht gebrauchen! Macht, dass Ihr von hier wegkommt!", rief Edmond erbost Chester zu.

    Geändert von Edmond Dantès (15.11.2011 um 23:12 Uhr)

  12. #12
    Talis erwachte und fand sich mit hämmerndem Kopf auf seinem Fußboden, was für ihn eindeutig aussagte, dass er zu viel getrunken hate. Er stans auf zog sich um und entschied seinen Laden geschlossen zu halten bis der Spuk vorüber war, auch wenn er hoffte er wäre es, doch diese Fabelgestalt gestern ließ ja verlauten das es mehrere von ihnen gäbe. Bevor er jedoch das Haus verließ verfasste er einen Brief an seine Frau, in dem er ihr die Ereignisse schilderte und sie von einer Rückkehr zu jetzigen Zeitpunkt warnte, auch wenn er sie natürlich schnell wiedersehen wollte, doch ob das je passieren würde. Draußen übergab er die Nachicht einem Botenjungen, der schon öfter Post gespielt hatte und dem er vollstens vertraute wenn es darum ging sich auch der Stadt zu schleichen. Er selber wollte gar nicht wissen wie. Während er durch die Stadt ging, mit stärker spürbaren Katerauswirkungen hörte er Schreie und Rufe, erst leiser dann lauter, sie schienen aus dem Reichenviertel zu kommen. Er hatte eine dunkle Vorahnung; ob die Wesen wieder zugeschlagen hatten? Anstatt jedoch dorthin zu gehen, begab er sich zur Schänke, dem Ruf seines Kopfes nach einem Schmerzmittel in Form einer Konterhalben folgend. Dort angekommen, laß er den Eingangszettel interessiert und begab sich in den Schankraum, wo bereits das allseits bekannte Abenteuertrio wartete: "Guten Morgen! Ich hörte auf dem Weg hierher Schreie, hoffentlich nichts schlimmes, wisst ihr etwas darüber? Ach und Frau Libra, da hattet ihr ja gestern ein feines Näschen... Hoffentlich seid ihr damit weiterhin beglückt. Für eine Frau sind euch viele gefolgt, was die wenigen andern, zu Verdächtigen Eigenbrödler macht. Die kochen ihr Süppchen."

    Darauf setzte er sich an den Nachbartisch der drei und winkte der Bediehnung, sein Kopf würde es iihm danken.

    Geändert von Einheit092 (15.11.2011 um 23:33 Uhr)

  13. #13
    Geschockt starrte Chester noch die Leiche an als Edmond aus dem Haus gestürmt kam.
    "Hey, Ihr da! Was in Gottes Namen habt Ihr hier verloren? Besser Ihr verschwindet wieder, Ihr seht doch was passiert ist. Stöenfriede wie Euch können wir hier nicht gebrauchen! Macht, dass Ihr von hier wegkommt!"
    "Störenfried?! Da eilt man trotz Verletzung hierher weil jemand geschrien hat und dann wird man auch noch angekeift.
    Schön, helfe ich euch halt nicht! Kümmert euch doch allein um die Leiche und eure Untersuchung...oh, verzeiht! Ich meinte natürlich schwachsinnigen Anklagen aufgrund mangelnder Beweise! Klar, gestern mag es rein zufällig böse Einwohner der Stadt erwischt haben, aber der Mörder läuft wie man sieht noch frei herum! Wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein.
    "
    Sauer ging er an Edmond vorbei ins Haus, welchen er dabei unsanft zur Seite stieß, und verließ es durch den Vordereingang wieder.

    "Eine wahnsinnige Ex, deren noch wahnsinnigere Schwester, Vampire und weiß Gott noch alles! Drecks Kaff! Da bleibt einem ja nur eins zu tun!"
    Und damit begab er sich zur Taverne, wo man ihn einige Zeit später an der Bar sitzen und ein Bier nach dem andern trinken sah.

  14. #14
    Maxim rannte so schnell wie er konnte durch's Haus. Verwirrt kam er an einem Flur an, der dutzende von Türen aufwies. Doch Glück im Unglück, Selene kam gerade aus einer dieser Türen heraus. "Nanu, Maxim. Dass ich dich mal alleine in diesem Anwesen sehe, hätte ich zuletzt vermutet. - Ach, du liebe Zeit, was hast du denn mit deiner Hand angestellt? "Das ist jetzt nicht so wichtig, Frau Von Busch ist-" "Was mit den Von Buschs ist, ist doch jetzt erst einmal nicht wichtig, aber so kann ich dich nicht durch's Haus laufen lassen."

    Geändert von Ligiiihh (15.11.2011 um 23:55 Uhr)

  15. #15
    Elly kaufte schnell ein. Ihr fiel auf, dass es immer weniger Auswahl an Nahrungsmitteln gab. Sie hoffte, dass die Tore bald wieder offen stehen würden, denn sonst wird es ein harter Winter werden. Sie lief schnell zurück und sah schon ein paar Gäste an der Bar sitzen, also ging sie in die Küche und machte sich ans Kochen. Ein würziger Kartoffelauflauf mit viel Fleisch würde bestimmt gut ankommen. Nach ein paar Minuten drang schon der angenehme Geruch aus der Küche und Elly war stolz auf ihr Meisterwerk.
    Der Tag konnte doch noch gut werden.

  16. #16
    Die Ereignisse begannen langsam sich zu überschlagen.
    Zuerst der plötzliche Tod von Thorben unter äußerst mysteriösen Umständen.
    Dann diese "Wahl", an dessen Ende ein junger Mann namens Train dem Tod überantwortet werden sollte - und bei dem sich im Nachhinein herausstellte, dass er ein Geschöpf der Unterwelt war.
    Und jetzt das, der Tod des Bürgermeisters und seiner Frau kurz nacheinander.
    Adryan fuhr sich mit der flachen Hand über das Gesicht während er auf den Straßen der Stadt ziellos umher ging, seine Umwelt nahm er nur beiläufig wahr. Das alles wurde immer seltsamer und vor allem immer gefährlicher. Heute Abend würde es wohl wieder dazu kommen, dass jemand gehängt werden sollte - und in seinem Inneren hatte er auch bereits einen Kandidaten für sich bestimmt. Dieser Miller, ein seltsamer, äußerst furchtsam reagierender Mann, der doch tatsächlich die absurde Idee aufgestellt hatte, ein Hund wäre für den ersten Toten verantwortlich gewesen. Ein Hund! Wie würde er jetzt wohl den Tod der von Buschs erklären wollen? Ein Sperlingsschwarm? Holzwürmer?
    Adryan lächelte in sich hinein und machte sich auf den Weg, ein ganz besonderes Trio aufzusuchen. Libra, Grandy und Dankwart. Er hatte das Gefühl, dass diese Drei seine Skepsis gegenüber Miller teilen würden.

  17. #17
    Grandy war von den Ereignissen vom letzten Tag immer noch beunruhigt. Mord und Totschlag nach einem Streit waren in einer großen Stadt nicht derart ungewöhnlich, und selbst wenn es ein gedungener Mörder sein sollte, auch das kam von Zeit zu Zeit vor. Das waren die Dinge die Grandy begreifen und gegen die er vorgehen konnte. Aber was mit diesem Train passiert war, in was er sich verhandelt hatte. Die Kirche war nicht unweit vom Marktplatz gewesen, praktisch alle anwesenden sahen die Fratze dieses Dinges und es gab noch mehr davon, wenn man seinen Worten glauben schenkten durfte.
    Dieser Mord bewies es nur.

    Grandys Nerven waren also angespannt, und das er wieder nur schlecht schafen konnte, machte es kaum besser. Und zu allem Unglück kam wieder dieser Adryan. Er packte seinen Bierkrug und leerte ihn aus.

    "Nicht der schon wieder..." grummelte Grandy.
    "Libra, hier ich lasse unseren Geldbeutel bei dir, bezahl du den Wirt für uns. Ich geh mal mit diesem Händler zu seinem Laden und verkauf unsere bisherigen Tierfelle und anderes was wir gefunden haben. Ich schau, dass ich bald wieder da bin."

    Er rief Julie zu sich, streichelte sie kurz und sie folgte ihm als er zu Talis ging.
    "Kaufmann! Haben sie immernoch Interesse am Kauf der Felle? Ich hätte bei meinem Zimmer auch noch einige Wolfsfelle und auch drei Kaninchenfelle, die verkaufen könnte" Talis beendte sein Mahl, zahlte den Wirt und gemeinsam mit Julie verließen sie das Wirtshaus zum polierten Panzer.

  18. #18
    Mit gelinder Überraschung - allerdings großem Interesse - beobachtete Adryan, wie Grandy mitsamt seiner Hündin die Schenke verließ. Dass ihrer beider erste Begegnung unglücklich verlaufen war ließ sich nicht mehr rückgängig machen und Adryan bezweifelte auch, dass es in Zukunft anders sein würde. "Sofern mir hier eine längere Zukunft vorherbestimmt ist...", murmelte er zur Ergänzung seiner Gedanken. Dennoch wäre es für ihn und das Gespräch, das er zu führen gedachte, wichtig gewesen, wäre Grandy dabei anwesend - verletzter Stolz, falsche Eitelkeit oder unbegründere Eifersucht hin oder her.
    Mit einer Verbeugung grüßte er die Anwesenden an dem Tisch und entdeckte ein Gesicht, zu dem er noch keinen Namen zuordnen konnte. "Mein Name ist Adryan Klerc.", stellte er sich vor und bemerkte den zutiefst niedergeschlagenen Blick des Anderen. "Havelock.", erwiederte der Mann kurz angebunden. Mit einem Blick auf Libra und Dankwart erkundigte er sich, ob es ihm gestattet sein würde, sich zu setzen. Ein ungeduldiges Kopfnicken der Rothaarigen war ihm Antwort genug.
    "Ihr kommt zu einer unpassenden Stunde, werter Ermittler.", sagte sie. "Was habt ihr zu sagen?". Das Temperament dieser Frau war einmalig, so viel stand fest.
    "Kein anderes Thema als das, was die gesamte Stadt in Atem hält führt mich zu euch. Das und eine Frage an euch.", sagte Adryan und stützte seine Ellenbogen auf den Tisch. "Dann sprecht bitte und stellt eure Frage.", sagte der alte Mann. Adryan holte kurz Luft und begann. "Es geht mir um diesen Mann, der bei der gestrigen Wahl bei euch - bei uns - war. Ein Mann mit Namen Miller.". Ein interessiertes Funkeln trat in die Augen der jungen Frau.
    "Der, der Grandys Hündin verdächtigte? Was ist mit ihm?".
    "Lasst ihn Ausreden, Libra. Fahrt fort."
    "Der Verdacht, den die liebreizende Libra erwähnte, ist es, der mich zu euch führt. Der Verdacht und seine schon fast krankhafte Angst vor..." Adryan senkte die Stimme zu einem Flüstern und beugte sich vor. "Werwölfen.". Nun blickte auch Havelock interessiert auf. "Nennt es Eingebung, nennt es Gefühl oder nennt es Instinkt, aber ich glaube - bin mir sicher! - dass dieser Miller etwas weiß.".
    Schweigen.
    "Ihr verdächtigt ihn der Morde?", fragte Havelock skeptisch.
    Adryan schüttelte den Kopf. "Nicht der Morde - sollten sie alle von einer Person begannen worden sein - sondern der Tatsache, dass er mehr über die Dinge weiß, die hier vorghen, als er zugeben will oder kann. Diese absolut lächerliche Anschuldigung, ein Hund hätte den jungen Thorben getötet, dürfte zumindest dafür sprechen, dass zumindest etwas nicht mit ihm stimmt.". Nach einer kurzen Pause fügte er hinzu und blickte die Drei interessiert an: "Was denkt ihr darüber?"

    Geändert von Simon (16.11.2011 um 16:56 Uhr)

  19. #19
    Ein trüber Vorhang aus Regen verschleierte den Blick aus der Herberge, nur ab und zu erleuchtete ein Blitz die Staßen von Düsterburg. Die Menschen rannten mit schweren Mänteln und hohen Stiefeln durch die Gassen, bemüht, ihre Pflichten möglichst schnell zu erledigen, um dann wieder an ein trockenes Plätzchen zurückkehren zu können.
    Ava beobachtete das rege Treiben in den Staßen, unwillig, selbst einen Fuß vor die Tür zu setzen. Sie war für solches Wetter einfach nicht geschaffen. Sie liebte die Sonne im Gesicht und den Wind in ihrem Haar, während sie fröhlich pfeifend auf ihrer Plantage Früchte von den Bäumen pflückte, immer auf der Suche nach noch reiferem, noch saftigerem Obst. Doch selbst an regnerischen Tagen wie diesen hatte sie sich bis jetzt noch immer hinausgewagt, keine Arbeit gescheut und sich danach mit einer dampfenden Tasse billigem Tees vor das offene Feuer gesetzt, zufrieden mit sich und der Welt.
    Aber heute konnte sie sich einfach nicht dazu überreden, die Pforte der Herberge zu überschreiten. Es war ein hübsches kleines Gasthaus, obwohl man es aufgrund seiner Größe eigentlich nicht wirklich als 'Gasthaus' bezeichnen konnte. Jedoch hielt der Junge Maxim es recht erfolgreich und mit Feuereifer am Leben. So war sie gern seinem Angebot gefolgt, während der Schließung der Stadttore bei ihm unterzukommen, natürlich gegen ein kleines Entgelt.

    Seufzend rappelte sich Ava doch noch auf. Sie war es den Düsterburgern als ernannte Vertrauensperson schließlich schuldig, den Mörder der Sophia von Busch und des Abenteurers Thorben zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen. Von Sophias Tod hatte sie erst kürzlich von patroillierenden Wachen erfahren und Ava hatte es nicht gerade gut aufgenommen. Wann würde dieser Alptraum endlich sein Ende finden...?
    Sie schnappte sich ihren langen, blauen Mantel, zog die Kapuze hoch und trat in den Regen hinaus. Bis zur Taverne würde sie völlig durchnässt sein. Sie wusste auch nicht, warum es sie gerade dort hinzog, doch es schien ihr ein Schritt in die richtige Richtung zu sein. Dort war immer etwas los und Ava würde sicher jemanden finden, mit dem sie sich aussprechen konnte.
    Es stellte sich dann auch als eine gute Entscheidung heraus. An der Türe des 'Polierten Panzers' war ein Zettel angeschlagen, der besagte:

    Vertrauenspersonen Düsterburgs!
    Heute große Versammlung im Schankraum.
    Beratung der Ereignisse.
    Besprechung der Anklagen.
    Große Abstimmung.

    Ava zog die karzende Türe auf und es schlug ihr ein Schwall warmer Luft entgegen. Erleichtert zog sie ihren nassen Mantel aus und schüttelte ein wenig Wasser aus ihren Haaren. Dann grüßte sie die bereits Anwesenden und begab sie sich mit leichtem Schritt zu einem der Tische.

  20. #20
    Leonardo erwachte und zog sich an.

    Als er nach draussen ging hörte er von den bewohner sagen das Train ein vampir war und Caspar von busch tötete seine frau sophia wurde tod augefunden.

    Leonardo ging zurück in seine villa um zu sehen was er über diese vampire rausfinden kann.

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