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Thema: [Vampire von Düsterburg] Tag 1

Baum-Darstellung

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  1. #11
    Auch Edmond staunte nicht schlecht, als Caspar von Busch ihn und 25 weitere Personen dazu aufrief, für ihn allen Verdachtsfällen nachzugehen und ihm noch an diesem Abend den Täter zu präsentieren. Normalerweise wäre solch ein Vorgehen vollkommen inakzeptabel gewesen, es ließ ein wenig an die Willkür der Heiligen Inquisition erinnern, doch unter diesen besonderen Umständen schien den betreffenden Personen keine andere Wahl zu bleiben, als tatsächlich selbst über die Bürgerinnen und Bürger Düsterburgs zu richten. Edmond behagte die Entwicklung der Ereignisse in diese Richtung überhaupt nicht, und ebenso wenig schienen Maxim und Marina davon begeistert zu sein.
    "Nun, viele Alternativen werden uns wohl leider nicht mehr übrig bleiben, wenn ich mal das so formulieren darf. Wir können wohl nur das Beste daraus machen, so weit es möglich ist, und wir könnten es zumindest eine glückliche Fügung nennen, dass wir auf diese Weise Dank der Entscheidung unseres Bürgermeisters bei den weiteren Schritten noch ein Wort mitzureden haben. Eigentlich hatte ich gehofft, ihn und seine Gemahlin heute noch sprechen zu können, aber ich fürchte, dass wird noch eine Weile auf sich warten lassen."
    Erneut blickte sich Edmond auf dem Marktplatz um und musterte all die Personen, die sich noch dort befanden und ebenfalls vom Bürgermeister benannt wurden.
    "Man braucht wirklich keinen scharfen Verstand zu haben, um zu begreifen, dass diese Art und Weise des Vorgehens nurnoch mehr Misstrauen zwischen den Bürgerinnen und Bürgern gesät haben dürfte, schließlich möchte Niemand am Ende dieses Tages als Mörder diffamiert und womöglich verurteilt werden. Selbst als Neuling in dieser Stadt dürfte es nicht schwer sein, zu erkennen, dass sich viele Personen schon jetzt damit leicht tun, Anschuldigungen und Verdächtigungen gegenüber ihren Mitmenschen zu äußern, wir sollten daher äußert vorsichtig sein, wenn es darum geht, uns ein eigenes Urteil zu bilden.
    Es wimmelt hier noch immer so vor Leuten, vielleicht wäre es also angebrachter, wenn wir uns zunächst einmal an einen passenderen Ort zurückziehen und dort die nächsten Schritte besprechen würden. Dann könnten wir uns auch in Ruhe drüber unterhalten, was uns womöglich bereits aufgefallen ist, wobei wir uns am ehesten all die anderen Neuankömmlinge näher anschauen sollen, denn ich kann mir fürs Erste nicht vorstellen, dass Personen, die schon langjährige Einwohner Düsterburgs sind, in die Ereignisse involviert sein könnten..."

    Zwar teilte Edmond einige von Marinas Ansichten, doch wollte er es freilich nicht riskieren, dass die kleine Gruppe von unliebsamen Gesellen belauscht wurde, in dieser Hinsicht war Edmond schon immer ein überaus vorsichtiger Zeitgenosse...

    Geändert von Edmond Dantès (13.11.2011 um 21:09 Uhr)

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