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Die drei Stadtbewohner setzten ihren Weg zum Rathaus fort. Friedrich Miller sah über den letzten Seitenhieb Havelocks hinweg, so etwas war er von ihm gewohnt. Dafür ereiferte er sich zum Thema Religion.
"Da kommen Sie wieder mit Ihren ominösen Geschichten der Vergangenheit, und was diese angeblich beweisen! Mein guter Herr, der Glaube ist mehr als nur das Hoffen auf sphärische Geschicke. Der Mensch lebt auf der Welt, um sich zu beweisen. Ein fester Glauben wird Sie nicht vor dem Wegelagerer auf der Reise bewahren, und er wird Ihnen nicht Reichtum und Macht bringen. So etwas zu glauben, da stimme ich Ihnen zu, wäre in der Tat lächerlich. Sie verstehen den Unterschied nur nicht, weil Sie sich nie in der Kirche blicken lassen."
Es entwickelte sich wieder einmal eine lebhafte Diskussion zwischen den beiden Männern. Als sie am Rathaus angekommen waren, waren sie zu keinem Ergebnis gekommen, aber Miller wusste sowieso, dass bei diesem sturen Bock Hopfen und Malz verloren waren. Schlussendlich meinte er:
"Mit einem haben Sie Recht, wir befinden uns in schwierigen Zeiten, und da draußen gibt es Vieles, das selbst einen frommen Mann ins Wanken bringen kann. Sie haben sicher auch die Gerüchte gehört, dass es im Land nicht mit rechten Dingen zugeht. Ich halte zwar nicht viel von diesen aufgeblasenen Ammenmärchen, aber ich weiß auch, dass es in dieser Welt mehr gibt, als wir uns vorstellen können. Gott behüte uns alle."
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Erst als Talis an seinem Laden ankam nemerkte er das dieser Grandy und sein Begleiter nicht gefolgt waren. Und mich nennen sie unhöflich! Bevor er sich weiter ärgern konnte fiel ihm, nachdem er den Laden geöffnet hatte, ein unter der Tür durchgeschobener Zettel auf- von seiner Frau, Sie sprach darin von unüberwindbaren Schwierigkeit und das alles Seite Zeit brauche, das Landleben sage ihr momentan sehr zu. Vor allem der letzte Umstand machte Talis traurig, da er ja wegen ihr seinen Gasthof in den Marken abgegeben hatte... Den Rest der Nachicht ignorierte sein Bewusstsein gekonnt unterbewusst begann in ihm jedoch etwas zu reifen. Nach einigen Stunden im Laden, die Sonne hatte längst ihren höchsten Punkt verlassen und näherte sich dem Horizont schloss er, emotional zum Handeln nicht mehr in der Lage seinen laden und begab sich zurück zur deutlich leereren Kneipe und bestellte sich ein Bier be Elly. Erst eines, dann noch eines, dann wieder eines... Er war gewiss kein Trunkenbold, Trinker oder ähnliches, Alkohlexzesse kamen bei ihm eigendlich nie vor, doch aufgrund der Nachicht, dies seine emotional anspannte Lage verschärft hatte, war es heute jedoch wohl soweit, auch wenn er wusste, dass er sich morgen wieder an alles erinnern würde. Ob es wohl jemand versuchen würde ihn von der Trinkerei abzuhalten?
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