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Thema: [Vampire von Düsterburg] Freier Tag

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Nachdem der ältere Herr den Mann, Grandy, zurückgezogen hat, drehte sich Elly zu ihrem Vater um und schaute ihn böse an.
    "Ich kenne dich gut,Vater und weiß, dass du durchaus eine Mitschuld an dieser Situation trägst. Du hast bestimmt etwas unhöfliches gesagt, oder?" Elly seufzte und holte tief Luft, um danach mit ihrer Rede fortzufahren.
    "Am besten wäre es, wenn du jetzt nach hinten ihn die Küche gehst und das Ganze hier mir überlässt."
    Ihr Vater schien seinen Fehler einzusehen, aber war noch nicht bereit, dies zuzugeben. Nach einen zornigen Blick zu den Fremden drehte er sich um und ging weg. Elly war froh, dass er kein Theater gemacht hatte, aber sie wusste, dass sie sich später den Zorn ihres Vaters ausgesetzt sehen würde. Sie hatte ihn zu sehr gekränkt und dies auch noch vor Fremden.

  2. #2
    Nach Dankwarts Eingriff war die Lage wieder entspannt. Grandy hatte seine Klinge sofort wieder eingesteckt. Er schämte sich jetzt auch etwas dafür, aber er war noch zu aufgeregt und, eigentlich auch zu stolz, um das zugegeben. Er und Dankwart wandten sich wieder dem Wirt zu, der nach einem Gespräch mit seiner Tochter, die die Sache selbst regeln wollte, hinterm Tresen verschwunden war.

    "Ich entschuldige mich für meinen Ausrutscher, Fräulein. Als ihr Gast hätte sie nicht bedrohen dürfen, aber ... bei manchen Dingen habe ich mich nicht unter Kontrolle. Ich hoffe sie können mir verzeihen."
    Er wollte es dabei beenden, aber Dankwarts Blick erinnerte ihn daran weswegen der Wirt überhaupt angefangen hatte mit ihm zu streiten. Er seufste höhrbar. "Und wir werden auch für das Essen der Sängerin aufkommen."

    Nach der Auskunft der Dame, die sich vorhin als Elly, vorgestellt hatte, gab Grandy ihr das Geld und so schnell war alles auch erledigt.

    "Danke für deine schnelles Eingreifen, Dankwart. Ich hätte sicherlich bereut wenn ich in meiner Wut das heilige Gastrecht mit Füßen getreten hätte. Nun, sollen wir uns jetzt auf den Weg machen Libra und diese Sängerin .." der Gedanken an sie machte ihn wütend ".. zu finden oder sollen wir schon im vorhinein ein Zimmer für die Nacht auftreiben? Der Kaufmann von vorhin hat mir ein "Hotel" empfohlen, wo wir übernachten könnten."

    Geändert von Mivey (09.11.2011 um 20:29 Uhr)

  3. #3
    Seltsam. Seltsam, seltsam, seltsam! Rebeccas biss sich auf den Finger. Selbst der Wirt verfügte über keinen Schinken mehr. Über gar keinen. Wenn es sogar hier an Schinken mangelte, dann war irgendwas richtig faul im Busch. "Gestern war Donnerstag, heute ist Freitag und morgen ist Samstag...", murmelte Rebecca während sie grübelte. Ihre wogenden Gedanken wurden unterbrochen, als sie den Klang einer gezogenen Klinge vernahm. Noch während sich ihr Blick aufrichtete, lag ihre Hand schon an ihrer Hüfte, bereit um -
    Das Dienstmädchen atmete tief durch und entspannte den Arm. Auch der Fremde, der sein Schwert blank gezogen hatte, schien eher unschlüssig als blutdürstig und lies die Waffe endgültig sinken, als sein tattriger Begleiter auf ihn einredete. Die Augen zusammenkneifend überlegte Rebecca. Einerseits waren Fremde eine Gefahr, besonders Fremde mit so schnell gezogenen Schwertern. Andererseits bot jede Gefahr auch eine Chance, selbst wenn sie noch nicht wusste, was für eine Chance. In ihrem Gedächtnis bohrte etwas. Es war doch fast schon Zeit. Nun, es konnte auf keinen Fall schaden, mit den Fremden zu reden. Die Aufgaben des frühen Morgens waren erledigt und die anderen Dienstmädchen, unter anderem Selen waren ja alle auf Bereitschaft. Ruhigen Schrittes bewegte das Mädchen sich zu dem jungen Mann mit braunen Haar. Bei näherer Betrachtung viel ihr auf, dass er dem Herren von Busch gar nicht so unähnlich sah. Entfernte Verwandschaft?
    "Seid gegrüßt, werter Herr! Ich hoffe, dass ich Euch nicht belästige, aber mich regt der Wunsch zu erfahren, was Euch und Eure Begleiter in unsere Stadt brachte."
    Das war ziemlich direkt und gerade aus und Rebecca hoffte, dass dieser Mann weit genug gereist war, um auf eigene Initiative sprechende Frauen zu akzeptieren. Sie spekulierte dabei auf die seltsame Nähe zu ihrem Herrn von Busch.

  4. #4
    Kaum war die Streiterei mit dem Wirt um die Bezahlung erledigt, kaum eine recht ... äh ... kokett gekleidete junge Frau auf Grandy zu. Sie starrte ihn seltsam an, als würde sie etwas erwarten.
    Sie musste offensichtlich für einen reichen Herren der Stadt arbeiten, vielleicht als Dienstmädchen? Grandy glaubte sich zu erinnern, schon zuvor jemanden mit so einer Uniform gesehen zu haben, aber bei ihr sah es irgendwie anders aus, loser, vorallem an den rundungen herum. Auch fiel es Grandy recht schwer seine Augen nicht auf gewisse Stellen ihres .. NEIN! Libra würde ihn umbringen. Er konnte sich zwar nicht erinnern in welcher Art Beziehung er und Libra eigentlich genau gestanden haben, aber er fühlste instinktiv das er sich nicht auf so etwas einlassen sollten. Grandy konnte noch nie richtig mit Frauen reden, zumindest glaubte er das. Seine Amnesie hatte seine Eloquenz kaum gebessert.

    "Meine Begleiter.. also .. äh.. d.das wären Dankwart hier, und Libra, die jetzt gerade nicht anwesend ist und wir sind in der Stadt, weil.. naja. wir hier sein müssen. Das glaub ich zumindest. Dankwart kennt sich da etwas genauer aus als ich. Er lebte ja mal hier. Vielleicht solltet mit ihm sprechen!
    ", er wies auf seinen Gefährten, der selbst von der Dame etwas überrascht zu sein schien.

  5. #5
    Dankwarts Schnurrbart erzitterte als er nun angesprochen wurde, fast hätte man meinen können seine dichte Gesichtsbehaarung würde sich über jedes Merkmal schieben, einzig ein kurzes husten und räuspern lies die Lippen hervorscheinen.
    "Ja, ich lebte mal hier, sehr richtig und wir haben eine Aufgabe! Eine geradezu heilige Aufgabe! Aber... nur... also... bevor ich so herumposaune... also... soviel erzähle... ha..."
    Der alte Mann wirkte völlig aus dem Konzept, er kannte Dienerschaften, aber sowas hatte er noch nie gesehen.
    "Ja, also wir haben eine Aufgabe, nur fände ich es doch sehr indiskret und meinen Gefährten ungerecht gegenüber wenn ich ihnen bis jetzt noch nicht genau offen gelegt habe, was zu tun ist und es dann in einem Gasthaus herausbrülle, das wäre ein Vertrauensbruch und... ziemen würde es sich doch nicht. Nur soviel mag ich sagen, ich hörte die Gerüchte, erkannte die Zeichen und bin mir sicher, dass diese Stadt vielleicht schon bald Hilfe benötigt. Hilfe von Leuten die Grundwissen besitzen und anpacken können, Hilfe von ausserhalb, von Leuten die sich nicht zu sehr in dem Geflecht aus Bekanntschaften verfangen haben damit sie mit klarem Verstand denken können."
    Dankwart redete und redete als wäre er ein Schauspieler der seinen Text übt, erst jetzt hoben sich seine Augenbrauen wieder an, die relativ weit geöffneten Augen, die gezwungen in eine Richtung schauen deuten darauf hin, dass der alte Adelige deutlich aus der Fassung gebracht wurde.
    "Ausserdem fehlte mir der Polierte Panzer und sein Hackbraten, kennt ihr den Hackbraten, ich liebe den Hackbraten!"
    Wieder wackelte der Schnurrbart nach links und rechts ehe sich Dankwart an seine Knollnase fasste und dann über den Bart strich.

    Geändert von Gendrek (09.11.2011 um 21:01 Uhr)

  6. #6
    Nachdem Edmond den Arbeiten im Comptoir noch eine Weile zugesehen hatte, verabschiedete er sich freundlich vom alten Fritz und machte sich wieder auf den Weg, um sich einen eigenen Eindruck über die Stimmung in der Stadt dieser Tage zu verschaffen. Gerade als er hinter einer Ecke verschwinden wollte, erblickte er doch tatsächlich die junge Frau von Busch! Wie immer war ihre Mode äußerst chic und wie erwartet wurde sie von ihrem eigenen Dienstmädchen begleitet. Sie schien sich offensichtlich mit zwei anderen Frauen zu unterhalten, die Edmond leider nicht zuordnen konnte, und so ging er entschlossenen Schrittes langsam auf die kleine Gruppe hinzu, während er seinen Hut und die Beinkleider ordentlich zurecht rückte. Zum Glück wurde seine Gestalt erst wenige Meter vor seiner Ankunft bei den jungen Damen wahrgenommen. Wie lange schon hatte er die junge Sophia schon nicht mehr gesehen!
    "Ah, ich kann meinen Augen kaum trauen! Die junge Frau von Busch gibt sich an einem so schönen Tage die Ehre, ich bin überglücklich, Euch zu treffen!" Edmond strahlte aufrichtige Freude aus und gab der Dame einen Handkuss, ganz wie es sich für einen Mann von Welt gehörte. "Wie ist es Euch die letzten Tage ergangen? Euer Mann scheint ja zutiefst beschäftigt zu sein, denn wie ich hörte, haben die Händler derzeit einige Lieferengpässe zu beklagen? Doch was rede ich da, gewiss wollt Ihr ihm nicht noch unnötig zur Last fallen und genießt ebenso wie ich das rege Treiben an diesem Tag. Wir haben wahrlich viele Neuankömmlinge zu verzeichnen, ich bin schon richtig gespannt auf den neusten Tratsch!" Mit einem freundlichen Lächeln wandte er sich an die anderen beiden Frauen und musterte sie eindringlich. "Und dazu noch in Begleitung von solch bezaubernden Schönheiten! Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Edmond Dantés, ein einfacher Graf, dessen unermesslicher Reichtum ihn nicht einmal mehr beglücken könnte, wenn er nicht die Ehre haben dürfte, die Namen dieser anmutigenden Persönlichkeiten vor ihm zu erfahren!"

    Geändert von Edmond Dantès (09.11.2011 um 21:05 Uhr)

  7. #7
    Ein wenig verwundert war Libra durchaus. Das Hausmädchen war also ein anderes, also hatte diese hochwohlgeborene Schnepfe mehr als eine Dienerin Soetwas aber auch! Natürlich schwang da auch ein wenig Neid mit, aber sie selbst sah das anders. Natürlich. Und dieser junge, hübsche Mann...naja, übel sah er natürlich nicht aus, aber aus sehr, SEHR unergreiflichen Gründen fühlte sie sich Grandy, ihrem Begleiter in den meisten Lebenslagen, recht...verbunden und stieg nicht auf die offensichtlich charmante Begrüßung ein.

    "Oh, mein Name ist Marina Glockensang, und wie ich grade schon erwähnte bin ich eine fahrende Sängerin. Dies hier ist meine Bekannte Libra, und wir unternhemen gerade einen kurzen Spaziergang durch die Straßen ihrer wunderschönen Stadt." antwortete Marina für sie."Ihr gehört also auch zum bekannten Düsterburger Adel?"
    "Nein, nunja, nicht direkt zumindest. Ich stamme aus einem Dorf...."
    "Jaja, das etwas weiter entfernt ist, und wo niemand genau nachvollziehen kann, welche Adelstufe ihr innehabt." Sophia kannte diese Geschichte nur zu gut, wie oft schon musste sie ihren Freund vor den Lästereien und Schmutzgeschichten bewahren, die in Düsterburg grassierten.
    "Nunja, man hört ja so einiges über den Düsterburger Adel..." setzt Libra an, "vor allem über den Umgang mit seinen Dienstboten."

    Ja, sie hatte ein Problem mit Herrschaften, die sich so ein Leben erlauben konnten. Aber doch nur, weil sie den Freiheitsgedanken sehr hoch hielt, jawoll! Pah so ein Leben mit Dienstmägden und Ankleidezimmern und Juwelen, und einem stattlichen Mann und, und, und.... Wie dem auch sei, Libra sah Frau von Busch herausfordernd an, die von diesen Worten an sie - an SIE! - offensichtlich irritiert und verwundert war. Was erlaubte sich diese rothaarige Fremde denn? Sie tat doch niemandem etwas, lebte ihr Leben, und war ganz und gar friedlebend! Selbst Selene war still erschüttert von der Frechheit, die diese Frau zustande brachte!

    Geändert von Caro (09.11.2011 um 21:16 Uhr)

  8. #8
    Train schüttelte den Kopf, als Grandy seine Waffe zog - doch der alte Mann beruhigte ihn wieder.
    "Eine seltsame Stimmung liegt in der Luft ...", murmelte er.
    "Ich spüre ...etwas ...finsteres ..."

  9. #9
    Düsterburg stand auf dem Wegweiser geschrieben. Ein Schauer lief Elizabeth über den Rücken, als sie die Weggabelung hinter sich ließ und sich unsicheren Schritts auf die Stadt zubewegte. In ihren Manteltaschen klirrten allerlei Phiolen, Amulette und Schmuckstücke und sie verströmte einen stechenden Geruch, der vorallem dem Knoblauch geschuldet war. Wer zu diesen Zeiten durch diese Landstriche reist, muss schließlich vorbereitet sein!
    Düsterburg sah aus, als wäre es nicht so unbedingt vorbereitet, was immer eine hervorragende Gelegenheit war diversem Inhalt ihrer Manteltaschen ein neues Zuhause zu verschaffen. Und dabei einen Riesenreibach zu machen. Man musste das Ganze nur klug angehen - ein Talent, mit dem Elizabeth leider nicht gesegnet war.

  10. #10
    Ob ihr die Antwort gefiel, die sie von den beiden Männern bekam, die von ihrem Aussehen, gelinde gesagt, irritiert waren, konnte Grandy nicht mit Sicherheit sagen. Ihr regungsloses Gesicht ließ keine Schlüße darauf zu, was sie dachte. Auch wenn ihre Blicke ihm etwas unangenehm wurden, sie sprach relativ direkt mit ihm, als wären sie vertraut, vielleicht waren sie das auch. Grandy konnte sich an nichts erinnern, vielleicht hatte er sie vor seiner Amnesie schon einmal gesehen, gar mit ihr gesprochen, aber das war zu weit hergeholt.

    "Nun, werte Dame, sie müssen uns entschuldigen, wir haben ja noch eigene Angelegenheiten und sie ... äh.. sind sicher auch beschäftigt. Es ist schon nach Mittag und als Reisende müssen wir natürlich ein Bett für die Nacht finden. Sie verstehen?" Mit dieser Erklärung entfernten sich die beiden und das Dienstmädchen, das ihr seltsames Interesse an Grandy immer noch nicht verloren hatte, blickte den beiden nach als sie das Wirtshaus verließen.

    "Gott, wie die sich kleidet...", murmelte Grandy zu sich selbst und atmete wieder die frische Stadtluft ein. Die Sonne war bereits deutlich über ihrem Zenit, wie schnell die Zeit bei Hackbraten und Bier vergeht... Die Stadt war auch viel geschäftiger als zu den frühen Morgenstunden. Man konnte mehrere Händler sehen, die ihre Karren, vermutlich zum Marktplatz, schlepten oder neue Lieferungen erledigten. Reges Treiben herrschte überall.

    "Ich glaube kaum, dass wir Libra so schnell finden, aber die werden ja kaum wissen wo das Hotel ist, wo wir übernachten wollen. Weißt du wo es in der Stadt etwas zu sehen gibt, Dankwart? Bei ihrem Spaziergang werden die ja sich kaum beeilen und wir könnten sie immer noch einholen."

    Geändert von Mivey (09.11.2011 um 21:50 Uhr)

  11. #11
    Nachdem der Kutscher verarztet war drückte er Chester ein Päkchen in die Hand, damit er es an seiner Stelle ausliefern konnte.
    "Das soll zu dem verlassenen Haus östlich der Stadt gebracht werden. Keine Ahnung wieso ich es dem Empfänger nicht persönlich überbringen kann, zumal es heute noch vor Sonnenuntergang abgegeben werden soll. Also spute dich gefälligst! Das bist du mir schuldig!"
    Die Geschichte klang zwar etwas seltsam, aber irgendwie musste er ja seine Schuld begleichen. Somit machte er sich auf den Weg zu den Stadttoren, wo ihm ein beißender Geruch in die Nase stieg.
    "Was ist das denn für ein Gestank?"
    Er musste nicht lange auf eine Antwort warten, denn kurz darauf bog eine Frau um die Ecke deren Mantel so ausgebeult war als hätte sie gerade jemanden um all seine Habseligkeiten erleichtert. Als wäre das noch nicht seltsam genug trug sie doch tatsächlich Knoblauch um den Hals, als erwarte sie jederzeit von einem Vampir angegriffen zu werden. Aber vielleicht wollte sie auch einfach andere Menschen von sich fern halten. Das klappte jedenfalls wunderbar. Chester beschleunigte seine Schritte um so schnell wie möglich von ihr wegzukommen.

    Kurz darauf erreichte er das verlassene Haus. Er verweilte zwar noch nicht lange in Düsterburg, aber in der Taverne hatte er schon einiges an Spukgeschichten über das Haus gehört. Angeblich verschwinden immer mal wieder Kinder die wegen einer Mutprobe versuchen eine Nacht in dem Haus zu verbringen, aber das diente sicher nur zur Abschreckung.
    Vorsichtig öffnete Chester die Tür, schließlich konnte man nie wissen was für Gesindel sich hier vielleicht versteckte. Bildete er sich das nur ein, oder roch es hier drin tatsächlich nach Schinken?
    Er stellte das Päkchen ab und sah sich in den Räumen um, aber abgesehen von ein paar Ratten schien sich hier niemand aufzuhalten. Wahrscheinlich hatte er sich den Geruch nur eingebildet. Schulterzuckend verließ er das Haus wieder und machte sich auf dem Weg zur Taverne.

  12. #12
    Edmond war nun auch zu den Frauen gestoßen, und ließ es sich wie immer nicht nehmen, besonders charmant zu sein. Auch wenn sein genauer Rang in der hiesigen Gesellschaft nicht genau festgelegt war, wusste er wenigstens, wie man mit Damen umzugehen hatte. Der etwas eisige Blick von Libra überraschte Sophia deshalb sehr. Dies war es eher, was sie verwirrte, als die Aussage, die darauf folgte.
    "Nunja, man hört ja so einiges über den Düsterburger Adel...vor allem über den Umgang mit seinen Dienstboten."
    Sophia hatte sich niemals mit Kritik oder Ablehnung befassen müssen, zumindest nicht an ihrer eigenen Person. So erkannte sie nicht, dass Libra mit scharfer Stimme gesprochen hatte, und sie herausfordernd ansah. "Ach, tut man das?" ,fragte Sophia deshalb mit einem leichten Lächeln. Sie fragte sich, ob Selene in den Augen der beiden Reisenden keine adäquate Begleitung für Frau von Busch war, oder ob es genau umgekehrt war - ob Selene eine reizende Begleitung und hübsche Ergänzung zur Schönheit der Herrin war. Was auch immer es war, die Frage blieb unbeantwortet, denn Libra wurde von Edmond angesprochen, der vermutlich einfach die Situation entschärfen wollte.
    Sophia lauschte dem weiteren Gesprächsverlauf nur halbherzig. Bisher war der Tag nicht ganz nach ihren Vorstellungen gelaufen, und langsam war sie das Herumstehen unter all den Fremden etwas leid.
    "Meine Damen, ich verabschiede mich. Ich wünsche noch einen schönen Aufenthalt in Düsterburg." Sie lächelte wieder leicht. "Edmond, wir sprechen uns ein anderes Mal."
    Sie nickte Selene als Zeichen zum Gehen zu. "Ich denke, mir ist es heute zu warm, um noch länger herumzuflanieren. Wenn wir zu Hause sind, bist du vorerst von deinen Diensten entlassen, ich werde mich ein wenig hinlegen."

    Geändert von Lynx (09.11.2011 um 22:48 Uhr)

  13. #13
    Auf dem Weg zum Antiquariat hatte sich Rafael endlich wieder gefangen. Trotzdem nahm er sich vor, sich bei Ava zu entschuldigen, wenn er sie das nächste Mal sah. Dass er wegen einer unschuldigen bemerkung völlig die Orientierung verlor... Schließlich schaffte er es, die Gedanken daran abzuschütteln.

    Nachdem sie das Antiquariat erreicht und verschlossen gefunden hatten, erwähnte Herr Miller die Bürgermeisterwahl. Während sie sich unterhielten, schlenderten sie in gemächlichem Tempo in Richtung Rathaus.

    "Oh ja, die Bürgermeisterwahl. Hm, ich hab mir auch schon Gedanken gemacht, bin aber noch zu keinem endgültigen Entschluss gelangt. Vor allem finde ich es etwas seltsam, dass es keine feste Kandidatenliste gibt. Theoretisch könnte ich sogar für mich selbst stimmen, obwohl ich nicht einmal ein richtiger Düsterburger bin...
    Aber wenn man dieses seltsame Verfahren außer acht lässt, denke ich, dass nur eine Handvoll Kandidaten ernsthaft in Betracht kommen. Zum einen natürlich Caspar von Busch. Er macht zwar einen kompeteten Eindruck, aber ich denke, es würde schwierig für ihn werden, wenn er Geschäft und Stadtvorstand unter einen Hut bringen müsste. Zudem wirkt er nicht gerade wie ein Mann des einfachen Volkes. Dann Edmond Dantes. Leider kenne ich ihn nicht gut genug, um eine ordentliche Einschätzung vorzunehmen, aber er verkehrt mit dem Düsterburger Adel, was ihm durchaus einen gewissen Vorteil verschaffen könnte. Und zuguterletzt noch Wilhelm Wenning. Er macht einen recht gebildeten Eindruck, eigentlich sogar fast zu gebildet für einen einfachen Sekretär, und da er bereits im Rathaus tätig ist, dürfte er auch über gewisse Vorkenntnisse verfügen. Ja, meiner Einschätzung nach, wird es letztendlich auf einen dieser drei hinauslaufen. Oder denken sie, das noch jemand anderes ernsthafte Aussichten auf die Position hat?"

  14. #14
    Das Met schmeckte vorzüglich, auch wenn es Havelocks Meinung nach, den Bediensteten heutzutage an Fürsorge für deren Gäste mangelte.
    Als er so in Gedanken versunken an der Theke saß und vor sich hin schlürfte, donnerte plötzlich hinter ihm lautes Gebrüll durch das Gasthaus. Einer der Abenteurer; "Der Anführer..." dachte er sich; zog behende ein grobes Langschwert und fuchtelte damit vor dem Gastwirt herum.
    "Wusste ich es doch... versuchen ständig andere Leute, mit ihren Metzger-Instrumenten, zu durchbohren." Doch flaute der Streit, dank des mutigen Eingreifens der Magd schnell ab. "Wohlwahr auch ich kann mich irren, die Bediensteten zeigen doch einiges an Fürsorge in diesem Laden." Ein kurzer nachdenklicher Blick; "Hmm... Fürsorge..., Laden..., Instrumente... Verdammter }#?%§!!" Da hatte er doch glatt seinen Stammkunden, den Komponisten Herrn Miller und seine Partituren vergessen. Seinen verdammten einzigen Kunden!!!
    Schnell griff er nach seinem Stock und eilte aus dem Gasthaus auf die Straße hinaus, den Trubel hinter sich zurücklassend. Hätte ein Bekannter ihn jetzt bei seiner Hast durch die Gassen beobachten können, wäre er erstaunt gewesen, wie geschickt sich der alte Kerl, trotz seiner Behinderung, durch die Menschenmenge bewegen konnte. Mittlerweile stand die Sonne bereits fast in ihrer Blüte und die Gassen Düsterburgs waren nicht gerade das, was man unbevölkert nennen konnte. Einiges Gezeter, umgestoßene Hühnerkäfige und eine fast zerbostene, seltene Glasscheibe später, kam Havelock vor seinem Antiquariat an.
    "Er ist schon weg! Verflucht und Krevetten!" Doch ein Blick die Straße hinauf zeigte, dass Herrn Miller, in Begleitung des jungen Händlers Raphael Firas, noch nicht sehr weit gekommen war.
    "Herr Miller, warten sie..." japste er als er den beiden hinterher humpelte. "Ihre... *japs* ...Ihre Partituren..."

    Geändert von Mr.Räbbit (10.11.2011 um 16:14 Uhr)

  15. #15
    Miller wollte gerade zu einer längeren Ausführung über die in Betracht kommenden Kandidaten für die anstehende Wahl ausholen - denn er war hier ganz anderer Ansicht als der junge Rafael Firas - da vernahm er auf einmal ein Japsen und Schnaufen hinter ihm, aus dem die Worte "Herr Miller" und "Partituren" hervordrangen. Er drehte sich um und verschränkte die Arme. Der Antiquar Havelock humpelte und keuchte ihm entgegen, sichtlich erregt. Offenbar war ihm gerade noch rechtzeitig eingefallen, dass die beiden verabredet gewesen waren. Mit grimmigem Gesicht ließ er den armen Mann noch das letzte Stück überwinden. Seine Laune besserte sich dabei.
    Als Havelock sie erreicht hatte, war er ganz außer Atem. Vornüber gebeugt schnaufte er und brachte hervor:
    "Ihre Partituren... ich habe sie. Es tut mir leid, ich hatte es ganz vergessen und... puh... ins Wirtshaus gegangen."
    Friedrich Miller konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, und in just diesem Moment war sein Ärger auch wieder verflogen. Da hatte er es geschafft, diesem alten Sturesel eine Entschuldigung abzuringen! Normalerweise endeten Gespräche der beiden häufiger in einem lauten Gezeter. Doch beide wussten sie, dass sie aufeinander angewiesen waren, denn außer dem Antiquar kannte Miller niemanden, der ihn mit neuen Stücken versorgen konnte, und Miller seinerseits war so einer der wenigen Stammkunden des Antiquars, wenn nicht gar der einzige.

    "Da siehst du es, Rafael!", rief Miller aus. "Welche der von dir genannten Personen würde sich so für ihre Mitbürger einsetzen! Ich sage dir, was diese Stadt braucht, sind nicht edle Herrschaften, die sich nur um die Vermehrung ihres eigenen Wohls kümmern, sondern alte Sturesel mit dem richtigen Maß an Pflichtgefühl. Ich will nicht sagen, dass unser Havelock hier der beste Mann für das Amt des Bürgermeisters wäre, aber so einer ist mir immer noch lieber als alle Hochwohlgeborenen zusammen."
    Die Partituren wechselten den Besitzer und Miller überreichte Havelock die vereinbarte Summe. "So, das hätten wir. Da Sie für heute keine Kundschaft mehr erwarten dürften, können Sie sich ja vielleicht die Zeit nehmen und uns Ihre Meinung zur Wahl des Bürgermeisters mitteilen. Die würde mich ja brennend interessieren! Ich für meinen Teil denke, dass auch eine tüchtige Seele wie Ava geeigneter wäre als der Herr von Busch, nur möchte ich ihr, ehrlich gesagt, nicht noch weitere Pflichten aufhalsen. Und der Priester hat sich immer für das Wohl seiner Gemeinde gesorgt, aber als ich kürzlich mit ihm darüber sprach, wehrte er leider heftig ab. Wer weiß, vielleicht wissen die Bewohner Düsterburgs auch nur zu gut, was da auf sie zukäme - man kennt ja seine Pappenheimer. Vielleicht wäre auch ein neues Gesicht gar keine schlechte Idee, jemand mit einem unkorrumpierbaren Pflichtgefühl, gottgläubig und mit dem Herzen am rechten Fleck. Aber diese Menschen sind ja heute rar gesät."

  16. #16
    Nachdem sich Talis dann doch ein Bier genehmigt hatte, die Bediehnung hatte diesmal ewig gebraucht, entschied er durch die Stadt zu schlendern, das Gespräch mit diesem Grandy war ansprechend gewesen und so beschloß er sie zu suchen, Geschäft war Geschäft. Während seines Stadtbummmels war er, aus nachvollziehbaren Gründen in Gedanken versunken und achtete wenig auf andere, was ihm einige Flüche eintrug welche er kurz pampig und drei mal schlimmer zurückgab bis er den Umhang des Herrn Grandy in der nicht allzu weiter Ferne sah, nicht weit von Talis` Laden entfernt." Wohin des Weges?" fragte er Grandy leicht anrempelnd. "Wie ich sehe schlendert ihr noch ziellos umher, mein Laden ist gleich dadrüben. Ich würde gerne die Felle sehen, von denen ihr spracht." Ohne darauf zu achten, ob die anderen reaierten ging er mit der ihm innewohnenden Portion Rücksichtslosigkeit in Richtung des Ladens. Was ihn wohl dort erwarten würde...

  17. #17
    "Die...Bürger...meisterwaaaargh...dieses verdammte Bein!" schnaufte er und klopfte auf seine schmerzenden Waden, wobei seine Hosentasche durch die soeben erworbenen Münzen hell klimperte. "Ich muss zugeben, ich hatte die Wahl beinahe vergessen, Herr Miller..." sagte er zu dem Komponisten, als er wieder zu Atem gekommen war. "Ich denke es kann nicht Schaden dem Adel ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen. Wir leben in neuen, bedrückenden Zeiten und es wäre an der Zeit, dem Mittelstand das Ruder in die Hand zu legen."
    Ein kurzer Blick zu Raphael, "Vielleicht sogar ein Handelsmann, der weiß die finanziellen Nöte der Stadt in die richtigen Bahnen zu lenken." Er verzog auf dramatische Weise die Augenbrauen und blickte Miller mit leicht verdrießlicher Miene an. "Was die Götter anbelangt, so habe ich Euch wohl oft genug erklärt, was ich davon halte. Wer gesehen hat was ich auf meinen Reisen gesehen habe, dem fällt es schwer den Blick in den Himmel zu richten und auf sphärische Geschicke zu vertrauen." Insgeheim freute er sich bereits auf einen hitzigen Gedankenaustausch mit dem Komponisten, welcher bei den beiden stets in einem aufgeregten, aber informativen gedanklichen Machtkampf mündete, aus denen stets 2 Sieger hervortraten, da beide von ihren eigenen Meinungen soweit überzeugt waren, das eine intellektuelle Niederlage keine Option war.

    "Nun wenn die Herren sich ohnehin die Mühe machen das Rathaus zu besuchen, so würde ich mich anschließen, unter der Bedingung, dass Sie mir nicht schon wieder von ihren nutzlosen Schülern erzählen, Herr Miller"

  18. #18
    Kurz schaute Dankwart dem unhöflichen Mann nach der seinen Gefährten einfach so anrempelte und ohne die beiden eines Blickes zu würdigen weiterging.
    "Die Stadt ist wahrlich nicht mehr das, was sie einmal war..."
    Er schaute zu Grandy herüber, ging garnicht erst auf den Mann ein der bereits um eine Ecke bog, "Sehenswerte Dinge gibt es hier, sicher, doch mir wäre es lieber erstmal das Hotel aufzusuchen, Zimmer zu sichern und dann unsere Libra zu suchen. Auch wenn es nicht immer so scheint... aber in dieser lebendigen Hülle stecken alte Knochen." Ein wahrlich herzlicher Blick, ein keckes Lächeln, fröhlich und belustig folgt auf die letzten Worte. "Die Sonne geht auch bald unter und bevor das passiert wäre ich gern umgeben von vier Wänden, sicher und vorallem... schön warm"

    Dankwart schaute gen Himmel, er wusste, dass es nur ein Gefühl von Sicherheit sein würde, doch auf seine alten Tage, war das besser als nichts. Aber er hatte sich nicht hierhin begeben um nun vor Angst einen Rückzieher zu machen.
    "Wenn wir noch Zeit haben bis wir Libra gefunden haben, können wir uns gern auf den Marktplatz in der Mitte der Stadt begeben, in meiner Jugend war ich oft und gern dort, das geschäftige Treiben ist immer mal wieder einen Blick wert. Die zahlreichen Stände, der Geruch von Fleisch, Fisch und Obst, Marktschreier die ihre Waren anpreisen, immer wieder einzigartig."

  19. #19
    Selene begleitete Frau von Busch nach diesem Zwischenfall wieder zurück ins Haus um ihre zarte Haut nicht den sengenden Sonnenstrahlen auszusetzen, nicht jedoch ohne sie an die anstehende Bürgermeisterwahl zu erinnern.

    Um den Sonnenschirm und den steifen Hemdkragen der Dienerschaftsuniform erleichtert eilte Selene dann mit dem Einkaufskorb los um Kirschen zu besorgen - und um noch einen Blick auf Edmond zu werfen, der mit ihrer Herrin gut befreundet war und für dessen Reden Selene Feuer und Flamme war - Menschen wie er trugen ein Feuer im Herzen, das andere beflügeln konnte. Und ihre Seele schien aufzublühen wenn sie in der Nähe von solchen Menschen war.

    In ihren Gedanken von einer Zukunft als alleinschaffende Frau mit ein oder zwei Liebhabern vertieft, umgeben von Menschen die angesichts ihrer Backkunst ihre Herzen öffneten und sich leidenschaftlichen Reden wie die von Edmont zu öffnen, bemerkte sie nicht wie sich die hochgesteckte Haarschnecke löste und eine lange goldene Locke unter ihrer Haube hervorstahl. Und sie bemerkte nicht, wohin sie lief, zu gut kannte sie die engen Straßen und Gassen der Stadt und zu voll war ihr Kopf mit Tagträumereien.

  20. #20
    "Dieser Kaufmann Talis hätte wirklich warten sollen. Jetzt sofort kann ich ja nicht kommen. Naja, egal. Ich sehe ja seinen Laden von hier aus, meine Sachen verkaufen kann ich noch später.", sagte er mehr zu sich selbst als zu jemand anderem, und blickte Talis nach der ohne auf sie achten weiter maschiert war. Die Händler in dieser Stadt schienen es eilig zu haben.
    Grandy wandte sich wieder zu Dankwart.
    "Bist du dir sicher wir werden sie dann immer noch finden können? Naja gut, du kennst dich hier aus, ich werd da nicht streiten. Das Hotel sollte .."
    Er blickte sich etwas um und versuchte an die Beschreibung nachzudenken, die ihm der Kaufmann gegeben hatte.
    "dort drüben sein. Ich hab die Beschreibung noch im Kopf."


    Dankwart folgte Grandy, dieses Hotel schien relativ neu zu sein und Dankwart vertraute auf Grandys Erinnerung. Was noch als ein sicheres durch Düsterburg schreiten begann, endete jäh in Verwirrung und die Beschreibung des Kaufmanns oder das woran sich Grandy erinnern konnte, ließ viel zu wünschen übrig. Immer wieder bogen sie eine dunkle Sackgasse ab, oft gefüllt mit Abfällen, Dreck und jede Menge Ratten, mehrmals mussten sie festellen, dass sie im Kreis gelaufen waren und selbst als sie die vorbeilaufenden Fußgänger um Hilfe baten, bekamen sie oft nur einander wiedersprechende Beschreibungen. Dann viele Stunden mühsamen Laufens später, durch Zufall, Glück oder wie man es auch sonst nennen will, bogen sie in eine breite Straße, die genau der glich, an der sich das Hotel befinden sollte, und tatsächlich da, das fünfte Haus rechts war es.

    Bevor sie eintraten sahen sie es auch von außen genau an.
    "Ha! Endlich haben wir es gefunden. Hat doch gar nicht so lange gedauert, oder?", fragte er Dankwart, der durch das Herumlaufen die Füße schmerzten. Falls er bissigen Kommentar im Kopf hatte, behielt er es für sich und begnügte sich mit einem einfachen, wenn auch lustlosem, Nicken.

    Die beiden schritten durch die einfache Holztür und traten in eine kleine Eingangshalle. Vor ihnen war ein Tresen, mit einer markanten Klingel. An der Wand hinterm Tresen waren Fächer mit Zetteln angebracht, vermutlich für die Zimmer. Nachdem Grandy die Klingen mehrmals getätigt hatte, kam auch ein kleiner dicklicher Mann, der recht gut gekleidet war und arrogant auf sie herabsah. (bildlich gesprochen)
    "Wir würden gerne für drei Wanderer eine Übernachtung haben, am besten in Betten, wenn noch welche frei sind"
    Der Mann blickte sie zweifelnd an. "Können sie sich denn überhaupt ein Zimmer leisten?"
    Grandy legte einige Goldmünzen auf den Tisch, auf ihren bisherigen Abenteuren hatten sie genug Gold erstritten und Dankwart selbst hatte noch einen Teil seiner Ersparnisse von alten Zeiten.
    Sobald er die Münzen sah, lockerte sich die Visage des Hoteliers und man konnte sich schnell auf zwei Zimmer einigen. Mehr Geld wollte Grandy nicht ausgeben, und ein eigenes Zimmer für Libra schien ihm passend. Dankwart, der genügsam war, war schon froh überhaupt wieder auf einem Federbett schlafen zu können.

    "Nagut, jetzt müssen wir wohl noch Libra den Weg hierher zeigen. Irgendwelche Vorschläge wo wir Libra finden könnten? Wir können ja wohl kaum jeden befragen ob sie eine rothaarige Frau gesehen haben."

    Geändert von Mivey (10.11.2011 um 00:08 Uhr)

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