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Legende
Der Tag verlief bis auf den Vorfall mit Gröger relativ ruhig. Nachdem Christian Gröger verdächtigt hatte und dieser daraufhin wütend davon stob, waren die meisten zunächst sprachlos und wussten nicht, was sie von dieser Sache halten sollten. Nur Diether war der einzige, der noch Worte fand und Gröger offiziell anklagte. Viele verabschiedeten sich daraufhin und gingen zunächst ihren eigenen Angelegenheiten nach, so suchte sich Angelika z.B. eine neue Bleibe und einige andere halfen ihr beim Aufräumen und Einrichten des neuen Hauses.
Anna hingegen setzte sich auf einen Baumstamm und dachte nach. Grögers Verhalten kam auch ihr ziemlich auffällig vor. Aber würde sich ein Lumianer tatsächlich so verhalten? Oder war es eher nur eine Ungeschicktheit von seiner Seite aus?
Gegen Abend hatte dann auch Christian seine Worte wieder gefunden und klagte Gröger, nachdem er ihn bisher nur verdächtig fand, jetzt auch offiziell an. Kurz darauf erschien auch Angelika und äußerte die selbe Meinung. Anna überlegt. Sollte sie zustimmen? Oder gab es jemanden, der noch verdächtiger war? Würde es sich lohnen, eine Überzeugungsrede zu halten? Sie zweifelte an der Schuld Grögers, konnte jedoch nicht sagen, wer denn verdächtiger wäre. Mit Ausnahme von Katharina kamen alle in Betracht, und auch wieder keiner.
Während Anna sich also weiter Gedanken machte, schlief sie auf dem Baumstamm ein bekam so gar nicht mit, dass Gröger kein Lumianer war, sondern nur ein harmloser Alchemist, und dennoch vom Dorf hingerichtet wurde.
Im Laufe der Nacht wurde Anna von einem leisen Knacken geweckt. Sie schrak hoch und wunderte sich zunächst, wo sie sich eigentlich befand. Wieso hockte sie in dieser derart unbequemen Haltung auf einem Baumstamm auf dem Dorfplatz? Mitten in der Nacht? Wieso war sie nicht in ihrem Bett? Sie legte ihre rechte Hand in den Nacken. 'Aua...' Sie hatte sich übelst verspannt. 'Na, dann will ich wohl lieber mal nach Hause gehen, damit ich wenigstens noch ein paar Stunden gemütlich schlafen kann' sagte sie zu sich selbst und stand auf um in Richtung ihres Hauses zu gehen. Sie war erst wenige Schritte gegangen, als sie erneut ein leises Knacken aus dem Gebüsch hörte. "Hallo?! Wer ist denn da?" rief sie laut und sah sich hastig auf dem Dorfplatz um. Sie merkte, wie die Angst sie durchfuhr. Just in diesem Moment, als Anna mit dem Gedanken spielte, einfach auf dem schnellsten Wege ins Gasthaus zu laufen um dort Unterschlupf zu finden, trat eine ihr nur allzu bekannte Person vor sie. "Hallo Anna." sagte die Person und holte ein Messer hinter ihrem Rücken hervor. "Was soll das Messer?" rief Anna panisch und versuchte zurück zu weichen. Doch sie passte nicht auf und stolperte über einen Ast. Als sie wieder aufstehen wollte, war die Person auch schon bei ihr. "Es tut mir leid, aber ich kann nicht zulassen, dass du weiter lebst." Mit diesen Worten stach die Person das Messer mitten in Annas Brust. Die Rednerin hauchte ihre letzten Worte "Bitte nicht" und sackte leblos auf dem Dorfplatz zusammen.
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