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Thema: Das Dorf Gottes Tag 2

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  1. #1
    Die Dorfbewohner schienen Schwester Katharinas Frage während ihrer Diskussion völlig vergessen zu haben. Deshalb schritt Magdalena selbst zu ihrer Freundin hinüber und erzählte ihr, was sie über den Mann im abgerissenen Mantel erfahren hatte. "Sein Name lautet Diether von Rochlitz. Bescheidenheit soll ihm fremd sein. Ich habe gehört, er sei einmal sehr wohlhabend gewesen, doch da er dazu neigt, mit seinem Geld sehr 'großzügig' umzugehen, ist ihm nicht mehr viel geblieben. Das ist die Strafe des Herrn für jene, die nicht in seinem Sinne leben."

    Nun an die gesamte Gruppe gewandt, rief sie aus: "Genug davon! Ich denke es ist in Gottes Sinne, die Leiche aus seinem heiligen Haus zu schaffen. Werner hat bereits eine Grube ausgehoben, jedoch konnte Peter noch nicht begraben werden. Da er ein Lumianer und eine Ausgeburt des Bösen war, wird er außerhalb des Friedhofs im Wald beerdigt. Ich denke, das erscheint der Situation angemessen."

  2. #2
    Während die Dorfbewohner sich unterhiehlten verbreitete einer von ihnen subtil bgerüchte über jemand anderen und brachte somit die Ordnungsmacht dazu sich bis zum nächsten Morgen mit dem Fall zu beschäftigen.

  3. #3
    Anna nickte Schwester Magdalena zu. "Ja, das wird wohl das beste sein. Und schließlich müssen wir ihn irgendwo vergraben." Sie rief Werner und Gröger zu sich. "Könnt ihr beide Peters Leichnam aus der Kirche holen und zum Grab tragen? Wir werden dann dort eine kleine Trauerfeier veranstalten." An die beiden Schwestern gewandt fügte sie hinzu: "Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn wir kurz Peter gedenken und uns von ihm verabschieden. Auch wenn er sich in den letzten Wochen von Gott abgewandt hatte, so war er zuvor immer ein langjähriger treuer Bewohner des Dorfes. Meiner Ansicht nach sind wir ihm dies schuldig."

  4. #4
    Gröger wurde nach der Frage etwas säuerlich.

    "Was soll ich denn noch tun? Ihr Haus fegen? Einen Sarg schmieden?"

    Doch er merkte das dies nicht der richtige Umgangston in dieser Zeit war.

    "Oh Entschuldigung, diese Sache hier nimmt mich doch ein bisschen mit. Natürlich werde ich helfen"

  5. #5
    "Oh ja. Ich habe das Loch im Wald ganz vergessen. Es ist fertig gegraben. Ich schlage vor, dass wir erst den Toten begraben und dann weiter diskuttieren."

  6. #6
    Je näher sich der Tag der Nacht zuneigte, desto nachdenklicher wurde Sara. Alle schienen davon überzeugt zu sein, dass noch weitere Lumianer unter ihnen weilten. Deshalb würde heute wohl wieder ein Scheiterhaufen brennen, was traurig aber nicht abzuwenden war. Hoffentlich würden sie auch diesmal einen Lumianer hinrichten und keinen unschuldigen Dorfbewohner.
    Die Abstimmung stand demnach schon fast bevor, also machte Sara sich Gedanken, wen sie anklagen sollte. Sie durfte sich nicht enthalten, egal wie schwierig es war eine Schuldigen zu finden.
    Also setzte sie sich an den Brunnenrand und dachte über die einzelnen Dorfbewohner nach und wer ihr an verdächtigsten erschien.
    " Dorothea und Anna leben schon lange im Dorf und können keine Lumianer sein, denn warum sollten sie sich unbedingt diesen Zeitpunkt für das Morden aussuchen? Das Selbe galt für Werner und Gröger. Die Kinder könnten das Alles gar nicht bewerkstelligt haben. Stygia schien in letzter Zeit zu versessen auf Hinrichtungen, aber in meiner Heimatstadt halten Hinrichtungen fast als ein Grund zum Feiern. Bleiben nur noch die Nonnen. Sie sind neu im Dorf und die Vorfälle ereigneten sich nachdem sie in unser Dorf gekommen sind. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass gottesfürchtige Menschen solche Grausamkeiten vollbringen. Aber die Lumianer nennen sich selber "Lichtbringer". Könnte nicht ein gottesfürchtiger Mensch dies als eine Mission Gottes sehen, die Welt zu reinigen?"
    Egal wie sie das ganze drehte und wendete, die Nonnen erschienen ihr im Moment als die Verdächtigsten. Auch wenn sie sich als ein Segen in dieser Zeit erwiesen, hat dieses Unglück mit ihrem Eintreffen angefangen. Aber welche Schwester sollte sie anklagen?
    Sara ging zu den anderen Dorfbewohnern, die fast alle immer noch in einer Gruppe versammelt waren.
    "Ich hab etwas vorzubringen. Mir ist bewusst, dass dies eine harte Beschuldigung ist, aber ich hab genug überlegt und bin zu dem Schluss gekommen, Schwester Magdalena (Neadyn) anzuklagen. Das Unglück fing nach dem Eintreffen der Schwestern an und Schwester Magdalena scheint mir zu gut mit dieser unglücklichen Situation umzugehen. Sie ist zu einer Stütze für uns geworden, aber würde ein Feind nicht versuchen als ein Freund zu erscheinen? Man vermutet den Feind immer unter den Einzelgängern, aber ist der Feind nicht sicherer in einer Rolle, der man das nicht zutraut. Der Feind getarnt als eine Frau Gottes würde niemand erwarten. Also, dies ist meine Entscheidung. Ich weiß, dass nicht viele mir zustimmen werden, aber ich bin mir meiner Sache wirklich sicher. Sicherer als bei Peter."
    Nach dieser Ansprache fühlte Sara sich erschöpft. Sie drehte sich um und ging zum Friedhof, denn sie war schon lange nicht beim Grab ihres Mannes gewesen. Dort wollte sie für kurze Zeit zur Ruhe kommen.


    Geändert von Blanca Nieves (30.09.2011 um 15:44 Uhr)

  7. #7
    Während Katharina in dem Bemühen Annas bitte nachzukommen, sich eine kurze Grabrede für Peter zurechtlegte und sich an eine Leichenaussegnung erinnerte brachte Sara eine Anklage hervor, die sie zu tief erschütterte.
    Sie klagte tätsächlich Katharina an, ihre langjährige, treue Gefährdin. Ja, sie selbst hatte auch ganz kurz daran gedacht, weil sie sich so verändert hatte, aber sie war sich sicher, dass auch sie sich verändert hat, so eine Situation verändert nun mal einen Menschen. Und wenn sie jetzt in Magdalenas Augen sah, die nicht aufgerissen vor Angst um ihr Leben waren, sondern voller Güte und dem Glauben an Gottes Gnade, so konnte sie sich nicht vorstellen, dass die Schwester einem Menschen so etwas zufügen könnte.
    Sara war bis jetzt so eine vernünftige Bodenständige Person gewesen, und so wie Dorothea eine große Hilfe für alle, in dem sie mit den Schwestern Informationen sammelte und jetzt das.

    "Sara, ich weiß, du fürchtest dich und deshalb bin ich dir auch nicht böse, dass du meine Treue Gefährtin und auch Freundin angeklagt hast. Ich möchte auch, dass ihr folgendes jetzt nicht als einen Versuch wertet, Magdalena zu retten. Vielmehr möchte ich, dass ihr darüber nachdenkt, ob nicht wahr ist, was ich zu sagen habe. Ja, wir sind neu hier, das Misstrauen ist gerechtfertigt. Aber wir sind Kinder Gottes, wir würden uns nie anmaßen Leben zu Nehmen, das ist alleine Gottes Aufgabe. vielleicht ist euch auch aufgefallen, dass uns das anklagen etwas schwerer gefallen ist als euch, das hat ebendiesen Grund. Gott allein, sollte über Leben und Tod entscheiden, nicht die Lumianer, und auch nicht wir. Doch in diesem Fall, ist es wohl nicht zu verhindern, deshalb werfen auch wir die Namen der Verdächtigen in die Runde. und ganz oben, auf meiner Liste steht
    Werner (Ocin)
    .
    ]Sara und Dorothea, ihr habt mit uns zusammen in den Büchern recherchiert, wir saßen ziemlich lange, über die unterschiedlichsten Bücher gebeugt und doch war die Ausbeute an Informationen nur sehr gering. Werner allerdings scheint sich die Informationen geradezu aus dem Ärmel zu schütteln. Er gibt ihre geheimsten Rituale Preis, die Dörfer, die von ihnen erobert wurden, ihr Versteck im Wald und so einiges mehr. Ich denke, dass nur einer aus ihrer Mitte an so viele Informationen gelangen kann. Und ich sage es nochmal, Werner ist schuldig. Doch können wir ihn nicht verbannen, anstatt zu verbrennen? iIch möchte kein Blut an meinen Händen haben, sollte er gewählt werden.

  8. #8
    Schweigend beteten sie an Peters Grab. Geistesabwesend nahm Magdalena Saras Anklage wahr. Sie nahm es der Buchhändlerin nicht übel, sondern sah sie nur aus ihren strahlend grünen Augen fest an. Die Nonne hatte erwartet, früher oder später angeklagt zu werden, denn in diesem Dorf war nun niemand mehr als ungefährlich anzusehen.
    Da trat ihre treue Freundin Katharina vor, um ihrerseits ihren Verdacht zu äußern. Sie verurteilte Werner, der sich durch sein umfangreiches Wissen bezüglich der Lumianer verdächtig gemacht hatte.
    Magdalena konnte Schwester Katharinas Argumentation durchaus nachvollziehen. Und es war noch nicht an der Zeit, für sie zu gehen. Sie musste den Dorfbewohnern weiterhin helfen, Gottes Weg zu finden. Deshalb sprach sie mit ruhiger Stimme: "Ich kann Euch verstehen, Sara. Dennoch bin ich nicht das, wofür Ihr mich haltet. Ich habe Gott mein Leben gewidmet und immer versucht, in seinem Sinne zu handeln. Ich wage nicht zu behaupten, dass mir dies immer gelungen sei, dennoch handelte ich immer in bester Absich für das Dorf. Deshalb schließe ich mich Schwester Katharina an und klage Werner(Ocin) an, eine Ausgeburt des Bösen zu sein. Er benahm sich in den letzten Tagen wirklich auffallend verdächtig, kannte den Namen jeder Stadt, in der sich die Lumianer aufhielten und versorgte uns mit weiteren, vielleicht falschen, Informationen."
    Nach diesen Worten wandte sie sich wieder dem Grab zu und betete weiter.

  9. #9
    "So weit ist es also schon gekommen... Ich bin eigentlich nur ängstlich um meine Tochter, Sina... Ob ihr jetzt mich tötet, oder jemand anderes. Das ist egal. Nur eins will ich euch versichern: Die Informationen, die ich hatte, entsprechen zu 100% der Wahrheit. Ihr könnt mein Haus durchsuchen. Dort liegen Bücher mit den Informationen, die ich teils selbst in den Dörfern zusammentrug. Doch möcht ich mich der Wahl beteiligen. Stygia (Loxagon) ist meiner Meinung nach eine Ketzerin. Wenn ich sterbe. Will ich das du, Sara, dich um Sina und Lucky kümmerst. Denn morgen um diese Zeit scheine ich nicht mehr zu leben. So dreht Gott auch mir den Rücken zu, wie den Rest meiner Familie. Seis drum. Dann wird meine Familie im Jenseits wieder vereint sein." sagte Werner während er weinte.

  10. #10
    Dorothea hatte die Szene schweigend beobachtet und ihre Verdächtigungen sorgfältig abgewägt. Sie war sich alles andere als sicher, doch der Herr hatte ihr bereits so oft den rechten Weg gewiesen und vielleicht würde er dies nun erneut tun. Als sie schließlich die Stimme erhob, waren ihre graublauen Augen kalt und entschlossen: "Es mag sein, Werner, dass ihr die Wahrheit eurer Worte mithilfe von Büchern beweisen könnt. Es mag auch sein, dass Eure Tochter das wichtigste in Eurem Leben ist. Aber kann es nicht genauso sein, dass ihr die Schriften zu genau diesem Zweck besitzt? Und ich muss hier doch wohl niemanden an einen gewissen Ketzer mit einer großen Hingabe für seine kleine Tochter erinnern? Ihr seid durch und durch verdächtig, weitaus verdächtiger als die Schwestern oder Stygia. Und deshalb glaube ich, dass ihr, Werner (Ocin), ebenfalls ein gottloser Lumianer seid!"

  11. #11
    Bevor Gröger die Peter´s Leiche zum Grab bringen wollte überlegte er über Dorothea´s Worte!

    "Mhm, Dorothea ist der Meinung, dass Werner auch ein "Lumschianer" sei, ich glaube ich werde mich Ihren Worten anschließen
    und sie hoffentlich so beeindrucken"


    So gab auch Gröger seine Wahl bekannt.

    "Ich glaube ebenfalls das Werner ein "Lumischaner" sei, eine großartige Erklärung will ich nun nicht abgeben, da uns nicht viel Zeit verbleibt!
    Hoffentlich versteht ihr das; es geht nunmal um Leben und Tod"


    Nach seiner Ansage schulterte der Schmied die Leiche und spurte Richtung Grab.

  12. #12
    "Sara wagt es eine Nonne verdächtig zu nennen? Das ist der Beweis: sie ist mit Satan im Bunde!
    Eine eine gottlose Heidin würde eine gottesfürchtige Frau anklagen. Ich finde, so eine Ketzerei muss mit dem Feuertod bestraft werden. SCHAFFT HOLZ FÜR DEN SCHEITERHAUFEN HERBEI UND TÖTET DIE UNGLÄUBIGE!".

    Stygias Hass auf Sara war übermächtig. Wie konnte diese Person auch nur in Erwägung ziehen, dass Madgalena eine finstere Hexe Satans sei? Dafür musste Sara brennen.

    Sara, ich klage dich hiermit des Hochverrats an Gott und dem Dorf an!

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