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Thema: Cartoon-Thread

  1. #581


    David Tennant, Michael B. Jordan und Maisie Williams, nur falls noch irgendjemand dran zweifelt, dass Rooster Teeth inzwischen eine Meeeenge Geld im Hintern haben. xD

    Lustigerweise 100% derselbe Animationsstil wie Dragon Prince, mehr noch als in RWBY (das definitiv eine höhere Framerate hat), und ein deutlich konsistenterer Stil als RWBY. Aber immer noch genügend Nerd-Cringe, selbst in diesem First Look. Bin gespannt!

  2. #582
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Also, this



    Vier Arme, nice!
    Ich bin so gespannt wie 3 Below wird?
    Idee an sich finde ich nämlich klasse, aber habe die Befürchtung, dass Außerirdische und Arcadia nicht zusammen passen und in dieser einen extra Folge waren mir die beiden nicht sonderlich sympathisch.

    Und ich bin jetzt mit Hilda durch.
    Was für eine erfrischende Zeichentrickserie mit schrägen Humor und noch schrägeren Wesen (HOLZMÄNNCHEN).
    Der Soundtrack läuft gerade im Hintergrund und Netflix hat bereits eine zweite Staffel bestellt.

    Geändert von Ὀρφεύς (18.10.2018 um 09:39 Uhr)

  3. #583
    Hallo,

    ein freund hat mich überredet, mit ihm eine seiner lieblingsseriebn anzufangen, star vs. the forces of evil. Dafür schaut er mit mir zusammen Hilda.

    von Star haben wir bisher die ersten 6 folgen gesehen. Eine vor zucker und geschwindigkeit nur so strotzende kopfausundlächeln-serie, an deren energiegehalt man sich erst mal gewöhnen muss. Ich mag sie ganz gerne, star ist für mich eine nicht zu nervige, aufgedrehte gernhab-protagonistin, und der humor tur auch keinem weh. Außerdem meint mein kumpane, die serie werde nach S1 deutlich besser. Die optik ist das einzige, was mich größtenteils noch stört. Die musik ist gut.

    Hilda ist noch viel besser als ich es erwartet hatte, aber genau die art serie, die ich erwartet habe. Etwas warmes und ruhiges zum entspannen und erleben, eine serie perfekt für den herbst, mit warmen farben und unaufgeregten geschichten. Die optik funktioniert wunderbar, und der soundtrack, der soundtrack ist grandios. Hildas walisischer(?) akzent macht mich glücklich. Wir haben bisher 7 folgen gesehen.

    Der nachteil des gemeinsamen schauens ist, dass es jetzt wohl wieder eine weile dauert bis wir weitergucken können haha. Aber dann kann ich die zeit vielleicht nutzen, endlich marinkäfergirl zu gucken und RWBY weiterzusehen, was es nicht mehr auf YT gibt...

  4. #584
    Bin jetzt vor ein paar Wochen mit Trollhunters fertig geworden. Meine Eindrücke dazu sind ein ziemliches Durcheinander. Unterm Strich fand ichs gut, manche Aspekte sehr gut, aber einiges leider auch ziemlich durchwachsen, was sehr schade ist, da die Serie durch einige meiner Meinung nach schwache Designentscheidungen haarscharf an etwas Großartigem vorbeischrammt. Zu fast jeder tollen Sache gab es für mich auch irgendeinen Punkt, der das Ganze runterzieht.

    Grundsätzlich positiv finde ich vor allem das Writing und World Building. Da kommen richtig die Stärken von del Toro hervor. Die Trolle und ihre Welt haben wunderbar quirlige und skurrile Eigenheiten. Alleine schon über die Zwerge könnte ich mich jedes Mal schlapplachen - "Wir dulden sie zur Fellpflege und als Snack für Zwischendurch." Die Hauptfiguren waren angenehm und weitgehend sympathisch. Jim fand ich andererseits manchmal etwas schwierig und schwach, weil er so eine unglaublich blasse und profillose Figur ist. Gut und nett und gerechtigkeitsliebend, kümmert sich um seine Mutter, ist ein toller Koch usw. usf. - war mir zu perfekt. Ich erwarte ja keine Leichen im Keller, aber Helden brauchen ein paar Macken und Schwächen um wirklich interessant zu sein. Trotzdem gewöhnt man sich schnell an ihn und die Gruppe. Der mit Abstand beste Charakter ist sowieso Lehrer Strickler ^^ Seinen Arc im Spannungsfeld zwischen gut und böse, Liebe zu Jims Mutter und Loyalität zu seiner eigenen Art fand ich überaus gut gelungen. Blinky war ebenfalls klasse.

    Und dann kamen die Enthüllungen und Wendungen in der dritten Staffel. Ich kann mir nicht helfen, es fühlte sich für mich irgendwie nach Jumping-the-Shark an mit der tatsächlichen Einführung von Merlin und Morgana. Erstere Figur war ätzend, nervig-unausstehlich und hat mir die bis dahin tolle Charakterdynamik gestört; und letztere Figur wirkte so verdammt überflüssig als Big Bad. Zwei Staffeln lang hatten wir mit Gunmar einen wunderbaren, fiesen Obermotz etabliert und auf einen finalen Kampf gegen ihn hingearbeitet, und dann wird auf den letzten Drücker noch was neues und stärkeres aus dem Hut gezaubert, das alle anderen beiseite schiebt. Ich dachte es ginge in erster Linie um Trolle!

    Wenn das nur dafür gemacht wurde, um die demnächst erscheinende Spin-off-Serie "Wizards" zu verankern, dann war es das nicht wert. Hätte jedenfalls viel runder gewirkt, wenn wenigstens von Anfang an mehr Hinweise und Zusammenhänge auf diese beiden wichtigen Rollen eingestreut worden wären (dass ersterer in Jims Verwandlungsspruch ständig erwähnt wird, zählt für mich kaum), sodass sie direkt ihren Platz in der Lore gehabt hätten. Ähnliches gilt für die beiden außerirdischen Mitschüler. Das wirkte so gezwungen und passte an der Stelle nicht gut rein, bezieht sich aber wenigstens auf nur eine Folge.

    Das Ende hat mir dann entsprechend auch nicht so richtig gefallen. Zu viele Handlungsstränge werden offen gelassen, es gibt keinen richtigen, zufriedenstellenden Schluss. Bei del Toro sind knappe Enden ja typisch, aber das war mir diesmal ein bisschen zu deutlich. Der Staub vom Endkampf hatte sich sozusagen noch gar nicht gelegt, schon ist die Serie vorbei. Mag ja sein, dass manches davon noch in den beiden angekündigten Spin-offs fortgeführt wird, aber Metaserie hin oder her, ich hätte es besser gefunden, wenn jede davon auch eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte erzählt.

    Loben muss ich hier mal die deutsche Synchro. Da haben sie wirklich erstklassige und hervorragend passende Stimmen ausgewählt. Ich fand die oft sogar besser als die englische Originalversion, das passiert dann doch eher selten.

    Durchwachsen leider auch die Optik. Denke ich habe hier schon oft genug darüber gelabert, dass ich CGI-Animation besonders in Fernsehserien, wo das nötige Budget oft nicht gegeben ist, eher kritisch sehe und mich persönlich die Resultate und ihre Ästhetik häufig überhaupt nicht ansprechen. Trollhunters war eine Dreamworks-Produktion, und das merkt man leider. Arcadia selbst sieht an diversen Stellen echt lächerlich schlecht aus, als wäre die Stadt irgendwie auf dem technischen Niveau von 1995 gerendert worden. Ultimativer Detailmangel (draußen auf den Straßen oder in der Schule, schaut euch zum Beispiel mal die Sportumkleide an), fehlende Texturen, viel Copy & Paste, alles geleckt und minimalistisch.

    Mir kann niemand erzählen, dass das eine bewusste Entscheidung der Macher war, da wurde einfach sehr schnell und ohne Herzblut etwas zusammengebastelt - hätten sie mehr Geld und Zeit gehabt, wäre das was anderes geworden, was einerseits die Dreamworks-Filme, andererseits vor allem aber auch Trollhunters selbst an ein paar anderen Stellen zeigt. Die Trollstadt etwa sieht im krassen Kontrast dazu mit ihren leuchtenden Kristallen richtig stylish, belebt und interessant aus! Hab mich immer gefreut wenn die Handlung dorthin zurückkehrte, weil Arcadia so verdammt öde war. Letzteres hätte aber gar nicht sein müssen.

    Genauso verhält es sich mit den Charakteren: Dank del Toros Vorliebe für Monster ist die Gestaltung der Trolle unheimlich kreativ und angenehm, kaum einer gleicht dem anderen. Vier Arme, sechs Augen, eine wilde, immer neue Mischung aus großen Nasen, Hörnern und Fell, sogar mit verschiedenen Troll-Stämmen mit kulturellen Unterschieden, so macht das Spaß! Die menschlichen Figuren dagegen sind komplett austauschbares 08/15 Dreamworks Zeugs mit den üblichen Glubschaugen. Stilistische Alleinstellungsmerkmale sucht man in dem Bereich vergebens.

    Ab und zu gab es richtig geniale und clevere Episoden. Etwa, als in einer Geschichte ein paar Details und Momente seltsam im Unklaren bleiben und man sich als Zuschauer nicht ganz sicher war, was das sollte, aber die nächste Folge das ganze dann nochmal aus einer anderen Perspektive erzählt Auch gab es eine Handvoll super epische Momente (Clara und das Portal etc.), zu der die Musik und Bildsprache hervorragend beigetragen hat. Oh, und die Actionszenen, insbesondere die mit Schwertkämpfen, waren nice und unterhaltsam. Das bekommt auch nicht jede Show in angemessener Weise hin.

    So in der Art würde ich das auch insgesamt formulieren. Trollhunters ist definitiv über dem Durchschnitt und überzeugt mit ein paar schön ausgearbeiteten Charakteren und Konzepten und kann damit eine ganze Weile wunderbar unterhalten. Doch hinten raus wurde es mir zu dünn, da haben sie die Geschichte immer weiter gesponnen und viel zu viel in zu kurzer Zeit gewollt. Auf die letzten paar großen Handlungsentwicklungen hätten sie imho entweder verzichten, oder noch eine Staffel dranhängen sollen, um jene Konzepte in Ruhe und nacheinander einzubauen und abzuhandeln. Dann hätte vielleicht auch das Ende nicht so gehetzt gewirkt.

    3 Below und Wizards werde ich auf jeden Fall eine Chance geben, da ich eine Schwäche für del Toros Werke habe und die Welt von Arcadia immer noch Potential hat (und weil ich hoffe zu erfahren, was aus den Trollhunters-Figuren geworden ist), aber bin genau wie Ὀρφεύς ebenfalls etwas skeptisch, dass das alles überhaupt zusammenpasst und sich zu einem kohärenten Ganzen verweben lässt.



    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    https://www.youtube.com/watch?v=lOE4tIKwA3c
    (...)
    Lustigerweise 100% derselbe Animationsstil wie Dragon Prince, mehr noch als in RWBY (das definitiv eine höhere Framerate hat), und ein deutlich konsistenterer Stil als RWBY. Aber immer noch genügend Nerd-Cringe, selbst in diesem First Look. Bin gespannt!
    War von Gen: Lock trotz prominenter Besetzung schon nicht begeistert, nachdem ich vor Monaten die ersten Bilder gesehen hatte. Ich weiß auch nicht... Habe eine echte Abneigung gegen diesen sterilen "CGI-Anime-Stil" und die abgehackten Animationen sehen irritierend unnatürlich und uncanny-valley-mäßig aus. Dazu wirkt die Story und das Setting bis jetzt alles andere als originell.

    Geändert von Enkidu (18.10.2018 um 15:58 Uhr)

  5. #585
    Holy Shit! Der erste Teil des Staffelfinales von Miraculous war richtig gut. Hawk Moth hat endlich mal ein Villain Upgrade bekommen. Die Folge hat ein wenig was von Avengers.

    Nun gut, Hawk Moth ist nun draußen. Ich hätte nichts dagegen wenn er in Part II stirbt. XD

    Und natürlich stellt sich die Frage warum Hawk Moth das nicht schon von Anfang an getan hat. Um Paris alle Hoffnung zu nehmen hätte es viele Möglichkeiten gegeben.

    Und wie Chloe ein Akuma mittlerweile sowas von egal ist. XD

    Leider gehts erst nächste Woche weiter.

    Die letzten 6 Folgen zeigen eigentlich wie schlecht die Filler Folgen sind. Arcs haben viel mehr Dramatik und zeigen das Potenzial der Serie.

    Geändert von Ninja_Exit (21.10.2018 um 18:07 Uhr)

  6. #586
    Bevor ich den Post genauer lese ... Spoiler Tags bitte?

  7. #587
    Habs drangepappt. Da ist der Fanboy in mir durchgegangen. Dafür möchte ich mich entschuldigen.

  8. #588
    Ronja Räubertochter (2014) blieb leider weit hinter meinen Erwartungen zurück. Muss auch dazu sagen dass ich nicht alle Folgen geschaut sondern irgendwann abgebrochen habe.

    Dieser unsägliche CGI-Animationsstil, bei dem ohne Witz echt jede Einstellung mindestens eine Sekunde zu lang dauert (!) und die Figuren sich unnatürlich und oft überhaupt nicht bewegen, ist das eine, aber noch lange nicht das Hauptproblem. Ich mag die Romanvorlage soweit meine Erinnerungen daran noch reichen ziemlich gern, jedoch gibt der Stoff (ohne massive Änderungen und Erweiterungen) meiner Ansicht nach keine 26-teilige Serie her. Im Ergebnis wird die Handlung hier unglaublich langgezogen, in manchen Folgen passiert gefühlt kaum was, diverse Szenen sind komplett überflüssig und ziehen sich wie Kaugummi, die 23 Minuten kommen einem jeweils vor wie ne Stunde in Zeitlupe. Das Buch war eine richtig runde Sache, davon kann hier keine Rede mehr sein.

    Ein anderer Punkt ist, wie sehr die Serie mit knallbunten, hellen und grellen Farben, fröhlicher bis einlullender Musik, einer nervigen Erzählerinnenstimme am Anfang und/oder Ende aller Episoden und jeder Menge rührseligem Kitsch weichgespült wurde. Gewiss handelt es sich bei der Vorlage um ein Kinderbuch, allerdings ist es erstens eines, aus dem auch Erwachsene wertvolle Statements und Interpretationen ziehen können, die man im jungen Alter noch nicht so wahrnimmt, und zweitens gab es auch ein paar recht düstere und bedrohlich wirkende Stellen, die das Ganze erst spannend und interessant gemacht haben. Damit meine ich vor allem die Phantasiewesen im Wald. Das ist zwar auch in der aktuellen Adaption noch rudimentär vorhanden, aber macht überhaupt keinen Eindruck mehr. Ähnlich die Räuberbande, die hier richtig handzahm und nicht mehr wie ein wilder Haufen dargestellt wird. Die ganze Atmosphäre geht flöten.

    Trotz allem merkt man hier und da den Studio Ghibli Einfluss (die Charakter-Konzeptzeichnungen im Abspann sehen tausendmal besser aus als das Ergebnis aus dem Computer). Das macht es für mich aber nur umso bedauerlicher, denn nicht auszudenken, wie großartig das hätte werden können, wenn es als vollwertiger und traditionell animierter Ghibli-Film umgesetzt worden wäre! Tonnenweise verschenktes Potential. Letztenendes kann ich die Serie weder Astrid Lindgren Fans, noch jugendlichen und erwachsenen Anime-Enthusiasten empfehlen. Das ist wirklich allenfalls für die ganz Kleinen etwas. Wäre so viel mehr drin gewesen.

  9. #589
    Die langen großen Ferien (Les Grandes Grandes Vacances, 2015)






    Die jungen Geschwister Ernest und Colette aus Paris besuchen über die Ferien ihre Großeltern auf dem Land in der Normandie. Aber es ist Ende 1939 und der Zweite Weltkrieg bricht in Europa aus. Der Vater muss an die Front und der Mutter geht es gesundheitlich nicht gut, sodass sie zu einem Sanatorium in die Schweiz reist. Die Kinder sind in der neuen Umgebung auf sich gestellt, aber finden schnell neue Freunde und erleben diverse Abenteuer, mit dem Krieg als ständiger Begleiter. Besatzung, Resistance, Entbehrungen... Wer hätte gedacht, dass ihre "Ferien" den ganzen Konflikt lang andauern würden?

    Die Serie hat zehn Folgen mit je ca. 25 Minuten Laufzeit, ist zurzeit auch auf Netflix verfügbar (dort seltsamerweise als fünf Doppelfolgen zusammengeklebt, warum auch immer) und kann ich nur dringend empfehlen! Die Geschichten basieren auf realen historischen Zeugnissen und Berichten, die zur hohen Authentizität beitragen. Dabei wird die Handlung stets aus der Perspektive der Kinder erzählt und ist somit trotz des schwierigen Themas für die ganze Familie zugänglich und geeignet - für jüngere Zuschauer ist es ein toller Einstieg zur Auseinandersetzung mit dem Krieg, und erwachsene Zuschauer werden die eine oder andere eigene Erinnerung aus früheren Tagen darin wiederfinden und bekommen ein tolles Porträt der Ereignisse mit einem frischen Blickwinkel.

    Anders als in vielen anderen Produktionen mit einem solchen Setting wird auf übertriebenen Pathos und Belehrungen mit dem Holzhammer angenehm verzichtet. Die Charaktere sind glaubwürdig und machen eine interessante Entwicklung durch. Dabei wird das Geschehen niemals zu düster. Untermalt wird die Serie von sehr nostalgisch wirkender Musik, was mir besonders zugesagt hat. Das Design stammt von Comiczeichner Emile Bravo. Der Animationsstil ist ebenfalls überzeugend, denn hier gehen die vorhandenen CG-Elemente fließend und nahtlos in 2D-Zeichnungen auf, sodass man die einzelnen Bestandteile auf den ersten Blick kaum auseinanderhalten kann. Sie verschwimmen zu einem runden Ganzen, wie aus einem Guss, ohne je die Immersion zu stören. Figuren (teilweise?) aus dem Computer sehen aus wie traditionell animiert usw., auch die Bewegungen bleiben stets lebendig und flüssig. Genau so muss das sein.

    Les Grandes Grandes Vacances hat nicht ohne Grund einige Preise bekommen. Schaut mal rein wenn ihr damit auch nur grob was anfangen könnt. Hat mir ausgesprochen gut gefallen und kann man super an zwei bis drei Abenden gucken.

  10. #590
    RWBY S6 hatte einen starken Start. Ich bilde mir ein, die Inszenierung hätte wieder einen kleinen Sprung gemacht, aber hey, die sind schon seit S1 so inkonsistent, dass ich da fast nix sicher sagen kann. ^^

  11. #591
    Miraculous Season 2 Finale:

    Eine schönes rundes Finale, dass Charakterentwicklung zuließ und die Bühne für das eigentliche Problem ebnet. Aber immer noch ist die Origin Story eine Roadmap wie die Serie verläuft.

    Spoiler:Die Frage, warum oder wie [ Der Pfau-Miraculous "Verflucht" wurde wurde zwar immer noch nicht beantwortet, aber gut. Umso verantwortungsloser ist Hawk Moth, dass er nachdem Nathalie den Miraculous genutzt hat schnell gechillt hat. Er will seine Frau unbedingt zurück und Nathalie wird in Season 3 100% öfter den verfluchten Miraculous nutzen und nach und nach daran erkranken bis sie auch ins Koma fällt oder stirbt (Ich denke mal das wäre etwas fürs Season 3 Staffelfinale). Man weis ja nicht ob Amelie wirklich tot ist.

    Die Frage ist halt wer war derjenige der den Miraculous verflucht hat und die Person wird wohl der wahre Feind der Geschichte sein. Und ich hoffe sie ist in Season 1 bereits vorgekommen. Der Opa aus Timebreaker mit seiner Holo Uhr ist Verdächtig. Da die Serie aber 5 Staffeln haben wird muss der Hawk Moth Arc obwohl jeder weiß warum er das macht in die Länge gezogen werden.


    März 2019 gehts weiter.

    In der Zwischenzeit guck ich mir Ducktales Season 2 an.

  12. #592

    Killer Queen - Bombe Nr 3: Bite the Dust!
    stars5
    She-Ra and the Princesses of Power war zwar kein komplettes Train Wreck, aber kurz davor. Ich hab mich von den politischen Grabenkämpfen um die Serie nicht beeindrucken lassen sie deshalb relativ vorurteilsfrei gucken können. Die Serie hat einige gute Dinge (Catra!), leider aber auch extrem viel schlechte. Man könnte fast glauben, die Serie wäre von kompletten Novizen entwickelt wurden, und nicht von Cartoon-Vetaranen.

    Ich bekam sehr schnell den bleibenden Eindruck, dass die Macher nicht so ganz wussten, was sie mit der She-Ra Franchise anfangen sollen. She-Ra selbst kommt so gut wie nicht vor; unter anderem gibt es jede Folge einen neuen hahnebüchenen Grund, aus dem Adora ihr Schwert verliert und sich nicht verwandeln kann, auch die Kräfte der anderen Prinzessinnen werden höchstens als Gag verwendet - Kreativität sucht man hier vergebens. Wenn She-Ra doch mal zum Einsatz kommt, ist sie immer genau so stark wie es der Plot gerade braucht. World Building ist nahezu nicht existent, bis man in der vorletzten Episode eine Infodump bekommt, die auf folgendes hinaus läuft: Die "Magie" der Welt ist Technologie der ALTEN WEISEN, weshalb Nerd Girl Nebencharakter den Planeten "hacken" kann. Ansonsten bekommt man von der Welt um Etheria nicht besonders viel mit, und bis auf zwei, drei Ausnahmen (Catra!) gibt es auch keine Charakterentwicklung.

    Ich hab auch ein Problem mit den Charadesigns, allerdings nicht, wie manch anderer, weil es nicht MUH ORIGINAL ist. Die Designs sind stark vereinfacht, was OK wäre, wenn man Akzente auf die verbleibenden Elemente gesetzt hätte, was aber nicht passiert ist. Bis auf zwei, drei Ausnahmen (Bow, Scorpia, und, mal wieder, Catra) wirken diese Design somit relativ langweilig.

    Aber OK, selbst damit könnte ich leben, wenn nicht die Tatsache wäre, dass die Charaktere meistens NULL Shading haben, und die Haare (die auch noch meist extrem schlecht animiert wurden) auch einfarbige Blobs sind. Vor allem Adoras Haare leiden darunter bis zuletzt, während die Haare anderer Charaktere (z.B. Mermista) in späteren Episoden in einzelnen Sequenzen gelegentlich ein bisschen (man beachte die zahlreichen Einschränkungen, die ich hier verwende) Shading spendiert bekommen.

    Sorry, aber wenn man schon Animesque Charadesigns benutzt, dann muss man auch das entsprechende Detail in die Frisuren stecken. Die Kampfsequenzen selbst sind auch einfallslos und extrem hölzern animiert - man hatte wohl kein hohes Budget? In Episode 2 und 13 ist z.B. öfter mal die Rede von "Horde-Armeen", zu Gesicht bekommt man die jedoch nicht. Zudem haben die Animatoren vergessen, dass Adora ja das Schwert mit sich herum trägt (sie zieht es sich wohl bei Gelegenheit aus dem Hintern), zumindest bis Episode 11, ab der man sich einen Spaß daraus machen kann, zwischen den einzelnen Shots zu gucken, ob Adora jetzt ihr Schwert auf den Rücken gezeichnet wurde oder nicht - macht nur kein Trinkspiel daraus Übrigens ändert sich die Farbe des She-Ra Outfits in der letzten Episode ohne jegliche Erklärung (sieht aber so besser aus).

    Man merkt, dass die Writer den Konflikt der Charaktere am liebsten komplett auf die emotionale Ebene verlagert hätten, aber von den Dreamworks Executives trotzdem ein Minimum an World und Character Building verlagt wurde (was sie aber trotz allem nicht geliefert haben). Das Problem an der Sache ist, dass She-Ra in erster Linie eine (ziemlich seichte) Comedy ist, zumindest so lange, bis man die Charaktere und deren geANGSTe erst nehmen soll. Die immer gleichen Konflikte ("Ich bin so wertlos, ich bin an allem Schuld, ich bin so schlecht!" "Nein, bist du nicht, wir lieben dich, WIR waren es, die wertlos, schlecht, etc") werden ad absurdum wiedergekaut und sind so auch Teil des Deus Ex Machinas des Finales, das gerade deshalb trotz der Tatsache, dass man hier nur auf die Ebene "ITS MAGIC, IT JUST WORKS" hätte gehen können, unglaubwürdig wirkt.

    Dadurch wirken die Charaktere aber irgendwann nur noch unsympathisch, vor allem, weil die geballte Inkompetenz dieser REBELLEN-ANFÜHRER, die einem jede Episode als Comedy-Gag vor die Füße geknallt wird, einen irgendwann nur noch mit den Augen rollen lässt, und man am liebsten schreien möchte: Ja, du bist schlecht in deiner Rolle, und nein, die Macht der Liebe kann keine Kompetenz in einem Krieg ersetzen. ÄNDERE WAS! Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Macher der Serie diese Synergie zwischen ihren internen Konflikten und der sogenannten Comedy weder beabsichtigt noch bemerkt haben.


    Das einzige Interessante an der Serie wären die angekündigten LBGT-Elemente gewesen, aber hier hat man sich komplett auf der sicheren Ebene bewegt und es entweder bei Anspielungen gelassen, oder es gleich auf die Ebene "Einer der Writer hat Detail X auf Covnention Y gesagt, also MUSS es stimmen" verlagert. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass Catra als Yandere (zu She-Ra!) konzipiert wurde. Das soll nicht heißen, dass Shera 2018 nicht schwul ist. Die Serie ist sogar sehr schwul; fast alle Frauen verlieben sich sofort in die Heldin (was immer relativ witzig war ), und in der Mitte der Serie haben wir einen Prinzessinnen-Ball, auf dem es beinahe ausschließlich alle Charaktere mit einer weiblichen Begleitfigur gehen, von der Tanzszene zwischen Adora und Catra ganz zu schweigen. Es ist nur in einer Serie, in der ohnehin alle Charaktere ungezwungen miteinander herzlich umgehen (selbst die Wilde Horde besteht hier nicht aus Robotern, sondern ist eine große, leicht ruppige aber immer noch liebende Familie, wenn man von Hordak und Shadow Weaver mal absieht) nicht besonders mutig, und viele andere Dinge immer noch kodiert (Liebe wird z.B. immer nur im platonischen Sinne erwähnt, und wenn nicht, dann mit einem sarkastischen Unterton als Gag). Ein einzelner Kuss, meinetwegen zwischen zwei Backgroundcharakteren, hätte mir da schon gereicht! Ich versteh auch nicht, warum man sich so entschieden hat; die Hatedom, die sich auf Twitter gebildet hat weiß eh Bescheid, und jeder, der die Serie sonst guckt, wird sofort wissen, was Sache ist. Da wirkt das Coding ein bisschen verklemmt und altbacken. Da passt es dann auch, dass She-Ra am Ende der letzten Episode eine gegnerische Armee mit einer gigantischen Regenbogenwelle wegschwemmt, gefolgt von einem Shot, wie alle Prinzessinnen vor einem Regenbogen als Verteidigerinnen von Bright Moon stehen, Ja, es ist cool, aber auch sooo cheesy.

    Lieblingscharaktere: Bow, Sea Hawk, Spirit, Scorpia, Catra

    Schlechteste Charaktere: She-Ra (kommt kaum vor), Hordak (Ditto, hat aber Potential)

    Komplexeste Charaktere: Glimmer und Catra, die einzigen beiden, die eine komplexere und größere Charakterarc haben

    Fazit: Falls die Macher auf die (berechtigte!) Kritik hören, die jetzt kommt (und sich nicht von dem Hate verunsichern lassen, der leider jetzt schon zirkuliert) kann man hierraus was brauchbares machen, wenngleich es auch nie nen weltbewegenden Level erreichen wird - dazu ist einfach jetzt schon zu viel für die Tonne. Meine Neugier aus nostalgischen Gründen ist jetzt aber getilgt, den Rest lese ich vielleicht mal aus Zusammenfassung - und im LBGT+-Bereich gibt es weiß Gott besseres. Die alte She-Ra-Serie war ja auch weiß Gott kein Wunderwerk, es war eine Serie für Kids, die aber Regeln hatte und in sich konsistent war! Und hey, von He-Man gab es 2002 eine Neuauflage, die wesentlich bessere Animationen und besseres Writing hatte als She-Ra 2018. Aber man muss gar nicht mal in die Vergangenheit gehen; selbst jetzt machen Serien wie Star vs. The Forces of Evil das gleiche wie She-Ra, nur besser in jedem Bereich: Charaktere, Story, World Building, Animationen, Kampfszenenen. In meiner Kindheit habe ich mir oft gewünscht, dass Cartoons das Gefühlsleben der Charaktere ernsthafter beleuchten; mit Ausnahme von Catra, die wohl auf Grund eines schieren Zufalls der beste und komplexeste Charakter der Serie ist, macht She-Ra jedoch hier alles falsch, was man falsch machen kann

    Persönlich hinterlässt die Serie den gleichen Eindruck wie das Original: Billige Animationen und Hintergründe, seichte Stories, und viel Potenzial, dass vielleicht nicht vom Showrunner, dafür aber in den Köpfen der Zuschauer verwirklicht wird.

    Geändert von Shieru (14.11.2018 um 15:40 Uhr)

  13. #593
    Wir haben uns auch mal die ersten drei Folgen von She-Ra angesehen. Meine Freundin mochte sie sehr gern, mich haben sie noch nicht so richtig abgeholt, aber zumindest als Serie für Kinder ist es auf jeden Fall ne gute Sache. Potenzial über die Basis hinaus ist auch da, aber ich wäre auch nicht überrascht, wenn es auf der Strecke bleibt. Die Optik ist so oder so krass minimalistisch, fast als hätte man Korra & Co. um sämtliche Schatten und Details erleichtert – was okay wäre, wenn dafür die Animationen besser flutschen würden (wie bei vielen Animationssachen), aber die kommen auch nur selten so richtig hinterher. Und hooooly fuck, als jemand, der die alte Serie nie gesehen hat, kann man sich selbst in dieser hundertfach entschärften Variante noch lebhaft vorstellen, wie grottig das damals so gewesen sein muss ... *schauder* xD'' Was mir direkt von Anfang gefallen hat, waren die Charakterisierungen und der natürliche, sympathische Humor. Was für eine Kinderserie ja auch schon mal das wichtigste ist, und ich finde sehr offensichtlich, dass She-Ra allem voran eine Serie für Kinder (und spezieller Mädchen) sein möchte.

    Muss aber auch sagen, dass ich zumindest nach diesen drei Folgen SEHR an Steven Universe denken musste, was in vielerlei Hinsicht die deutlich eingängigere Serie ist. Ich denke, man hat sich da sehr bewusst inspirieren lassen, was imho auch klargeht. Ist ja nicht so, als gäbe es schon zweihundert Steven-Rip-Offs.

  14. #594

    Killer Queen - Bombe Nr 3: Bite the Dust!
    stars5
    Guck zumindestens noch bis zum Prinzessinnen-Ball, das ist meine persönliche Lieblingsepisode (also, ganz unironisch jetzt)

  15. #595
    Ich denke, da es auf Netflix ist und die immer so süße kleine Staffeln haben, werde ich eh weiter mitgucken. Wenn das so ein Jetzt-schon-52-Folgen-Monster wäre, hätte ich es mir wohl gespart, aber so läuft es eben nett nebenbei. ^^

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