Denke ja, dass die alle noch lange nicht so weit sind, um in diesen Bereichen mit konventioneller Animation gleichzuziehen. Daher finde ich es schade, dass der Push für CGI im Fernsehen so groß war/ist. Klar, wenn man nicht damit arbeitet, ist es schwierig, auf dem Gebiet Fortschritte zu erzielen, aber manche dieser Serien sind visuell so ambitionslos, grob, unausgereift und nullachtfünfzehn, dass die Ergebnisse mich immer wieder enttäuscht haben und ich mich fragen musste, wie man überhaupt auf die Idee kommen konnte, das so anzugehen. Dass es schlecht altert und in ein paar Jahren schon wieder überholt anmutet, kommt noch hinzu. Deshalb hoffe ich, dass sich die aktuelle Renaissance älterer Techniken auf dem kleinen Bildschirm weiter fortsetzt. CGI eignet sich viel besser für Filme mit neunstelligem Budget, während man mit klassischer Cel Animation (oder "computer-assisted" 2D Animation) auch mit kleinerem Aufwand beeindruckende Ergebnisse erzielen kann, die wirklich handgemacht atmosphärisch wirken, wenn die Vision der Macher stimmig ist.
Jetzt rein auf die Sterilität bezogen vielleicht, wobei dort die Nacht als Handlungszeit durch die Story mit Ninjas usw. ja mehr als gerechtfertigt ist. Behaupte aber trotzdem, dass es dort einige Orte gibt, die sehr lebendig wirken und wo genug random Kram herumliegt. Oder es wird dort durch Geschwindigkeit einfach cleverer kaschiert. Was die aktuellen Turtles in meinen Augen aber um ein Vielfaches besser macht, sind die verspielten Anleihen an japanischen Animes, ebenfalls natürlich perfekt passend zum Konzept. Außerdem scheint das Charakterdesign nicht ganz so eins zu eins aus einem Dutzend anderer austauschbarer Universen entsprungen, gerade auch was die menschlichen Figuren angeht (selbst untereinander sind April, Casey und Karai äußerlich erstaunlich unterschiedlich). Die Serie hat zumindest ein wenig ihren eigenen Stil gefunden; das kann ich von einer Masse anderer CGI-Versuche im Fernsehen leider nicht behaupten:
Das Problem bei allen DreamWorks Serien, die auf Filmen basieren, ist allerdings, dass man immer den direkten Vergleich hat. Das mag die Kids wahrscheinlich nicht weiter kümmern, aber bei Dragons und erst recht bei so etwas Billigem wie den Pinguinen aus Madagascar ist der Downgrade gegenüber den Kinoversionen extrem, trotzdem folgt man der Ästhetik und dem Inhalt so eng, dass Kontinuität suggeriert werden soll. Und das funktioniert für mich einfach nicht, bzw. nur sagenhaft viel schlechter als bei traditionell animierten Serien. Wenn man weiß, dass man das Niveau nichtmal ansatzweise halten kann, dann finde ich es viel besser, wenn sie so etwas machen wie aktuell Disneys Tangled: Before Ever After mit dem Wechsel hin zu Flash Animation.Zitat






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