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Ritter
Wie jeden Morgen erwacht Dorothea mit dem ersten Hahnenschrei. Sogleich setzt sie ihre Füße aus dem Bett, kleidet sich an und beginnt ihre hüftlangen Locken zu kämmen. Sobald das Haar entwirrt ist, flechtet sie es zu einem Zopf, obwohl sie weiß, dass einige widerspenstige Locken nicht von dem Band halten lassen werden. Zufrieden steckt sie noch eine letzte Locke zurück und bricht sich ein Stück des Brotes ab, das sie erst am Vortag bei Stygia gekauft hat. Nachdem sie ihr Frühstück beendet hat, betritt sie durch die Hintertür den Garten, den ihr Vater zu Lebzeiten angelegt hatte, um allerlei Kräuter für die Küche aber auch gegen verschiedene Beschwerden wie Kopf- oder Magenschmerzen anzubauen. Seit seinem Tod vor zwei Jahren ist Dorothea für diesen Garten verantwortlich und hegt und pflegt ihn so gut es geht. Kritisch wirft sie einen Blick auf die trockene Erde. In den letzten Tagen hatten die Pflanzen wenig Regen gesehen und auch heute Morgen ist am Himmel keine einzige Wolke zu sehen. Dorothea muss eigentlich noch einige Kleidungsstücke ausbessern, doch das kann noch warten, bis sie zum Brunnen gelaufen istund Wasser geholt hat. Also läuft sie mit einem hölzernen Eimer in der Hand zum Brunnen. Dort angekommen entdeckt sie einen weiteren Frühaufsteher, Grögar, der gerade dabei ist Wasser zu schöpfen. Eigentlich ist Dorothea anderen Menschen, vor allem Männern, gegenüber eher zurückhaltend, doch heute ist ihre Laune etwas gehobener als sonst. Also läuft sie auf den Schmied zu und begrüßt ihn mit dem Worten:
"Einen schönen guten Morgen, Herr Grögar. Seid Ihr zu solch früher Stunde bereits am Werke?"
Geändert von Zitroneneis (19.09.2011 um 18:30 Uhr)
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