Name: Dorothea Eichfeld
Alter: 18
Beruf: Schneiderin
Aussehen: Kastanienbraune Locken; meist geflochten, graublaue Augen, leicht rundliche weibliche Figur, praktische Kleidung

Dorotheas Geschichte beginnt eigentlich mit mit der ihrer Mutter, Emilia von Kronheimingen. Als junge, adlige Frau mit einer widerspenstigen Natur widersetzte diese sich dem Willen ihrer Eltern, indem sie heimlich ihre große Liebe Konrad Eichfeld, den Leibarzt ihrer Familie heiratete. Gemeinsam flohen die beiden in eine weit entfernte Stadt, verkauften Emilias Familienschmuck und begannen so ein neues Leben. Doch ihr Glück war nicht von langer Dauer, denn kurz nachdem die kleine Dorothea das Licht der Welt erblickte, erkrankte ihre Mutter schwer. Der verzweifelte Konrad setzte alles daran, seine geliebte Frau zu retten, ließ Ärzte und Quacksalber, Priester und Kräuterfrauen kommen, er kümmerte sich nicht einmal um die Preise, welche diese von ihm verlangten. Doch letztendlich nutzte nichts, weder der Glaube an Gott noch das Wissen um Medizin konnten Emilia davor bewahren, eines Morgens nicht mehr zu erwachen. Verbittert darüber, dass all die Methoden, an die er selbst noch vor kurzer Zeit geglaubt hatte nicht dazu im Stande gewesen waren, seine Gemahlin zu heilen, packte Konrad sein restliches Hab und Gut zusammen und ließ sich mit seiner kleinen Tochter und deren Amme in einem Dorf nieder, welches er nur noch selten verlassen würde.

Die Zeit verging, Dorothea wuchs heran und ihr Vater setzte viel daran, dass sein einziges Kind gebildet wurde, also brachte er ihr das Lesen und Schreiben bei und gab ihr Zugriff auf all seine Bücher. Ihre Amme wiederum, welche für sie wie eine echte Mutter war, lehrte dem Mädchen das Schneidern, welches neben dem Lesen Dorotheas größte Leidenschaft werden sollte. Eigentlich war Dorothea ein fröhliches, neugieriges Kind, doch diese Natur änderte sich, als sowohl ihr Vater als auch ihre Amme, vor zwei Jahren einer Epidemie zum Opfer fielen. Seitdem ist Dorothea oft etwas mürrisch und vertieft sich häufig in ihre Bücher. Dennoch hat sie immer ein offenes Ohr für Menschen in Not und versucht ihnen so gut wie möglich zu helfen. Außerdem schneidert sie nach wie vor gerne Kleider und ist dazu fähig, selbst einfachste Gewänder kleidsam und hübsch zu gestalten, deshalb hat sie nach dem Tod ihres Vaters den Beruf der Schneiderin gewählt.
Obwohl manche ihren hohen Bildungsstand und die Tatsache, dass sie alleinstehend ist, missbilligen, kommt Dorothea dennoch gut mit den meisten Dorfbewohnern zurecht. Einer der Gründe dafür mag sein, dass sie trotz allem eine gottesfürchtige Frau ist, die man häufig früh am Morgen in der Kirche beten sieht, und die in keinem Gottesdienst fehlt.