Nur kurz zu "Man nimmt die Signale wahr":
Ja, aber nicht bewusst, gerade in der Anfangsphase. Ein Alkoholiker (um eine weit verbreitete Droge zu nehmen) im Anfangsstadium kann zb die "Signale" mit dem einfachen Wunsch, sein Lieblingsalkoholhaltiges Getränk zu trinken verwechseln. Das er das inzwischen jeden Tag macht fällt ihm nicht unbedingt auf, oder er rationalisiert es (eben dadurch, das es zb immer sein "Lieblings Getränk" ist, und er das einfach so gerne mag, aber auch durch andere unbewusste Methoden). Die Psyche und der Körper lassen es gar nicht erst zu, das Entzugssymptome bewusst wahrgenommen werden. Wenn er das erstemal wirkliche Entzugserscheinungen hat (zb weil er so abgelenkt war, das er nicht ans trinken gedacht hat oder weil jemand der ihm wichtig ist ihn gebeten hat, eine Zeitlang nichts zu trinken) kann die Abhängigkeit schon ziemlich weit fortgeschritten sein, psychisch und/oder physisch. Das ist, wie man so schön sagt, ein schleichender Prozess, den derjenige nicht unbedingt beobachten kann. Er ist sozusagen zu nah dran, um die Übersicht zu bewahren. Und bei einigen Drogen geht dieser Prozess halt extrem schnell.
Das gilt natürlich nicht für alle Menschen und nicht für alle Drogen, ist es aber wert, erwähnt zu werden.
Ansonsten dito mit Wonderwanda. Wie bereits gesagt, kannte sie nicht persönlich, habe keine Ahnung, was in ihr und um sie herum abgegangen ist.
edit:
Noch ne Kleinigkeit. Wenn sie tatsächlich klinisch Depressiv war (wie ich meine, irgendwo gelesen zu haben), dann ist das natürlich auch nochmal ein absolut nicht zu unterschätzender Faktor. Da kann ich auch aus direkter Erfahrung sprechen. Die Zurechnungsfähigkeit ist bei so einer Erkrankung stark beeinträchtigt.
edit²:
Schonmal Kettenraucher gewesen, und versucht dir das Rauchen abzugewöhnen? Viel Spaß.Zitat von whiz






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