Der nächste Ärger wartete schon auf sie, als sie die Molag Amur endlich hinter sich gelassen hatten und durch saftiges Grasland unterwegs waren. Unverhofft befanden sie sich mitten im Lager einer Gruppe Banditen oder sonstigem Gesindel, die sich erstaunlich schnell von der Überraschung erholte und sie angriffen. Kaum war Dreveni von dem Guar gesprungen und hatte ihre Lage erfasst, stürzte Erynn schon schreiend zu Boden.
Dreveni blieb kaum Zeit, genauer zu sehen wie es Erynn erwischt hatte, da legte schon einer der Dunmer mit seinem Bogen auf sie an. Glücklicherweise war sie schnell genug mit einem Schockzauber, so blieb ihr Erynns Schicksal erspart. Der Dunmer stürzte zu Boden und wälzte sich stöhnend im Gras. Er würde für eine Weile außer Gefecht sein. Aus dem Augenwinkel sah sie, wie ein anderer Angreifer sich auf sie stürzte. Sie schaffte es noch ihr Stilett aus der Halterung aus ihrem Arm zu ziehen und auf ihn zu werfen, traf ihn aber nur an der Schulter da er sich ebenfalls bewegte. Nachdem er nur in dünne Tierhäute gekleidet war, drang es mühelos ein, stoppte ihn aber kaum. Er ließ nur einen wütenden Aufschrei hören und stürzte sich mit erhobener Keule auf Dreveni. Sie wich ihm geschickt aus und zog ihr Schwert, wohl wissend das sie nicht wirklich versuchen musste, damit zu Blocken oder zuzuschlagen, wegen ihrer gebrochenen Finger. Aber das wusste der Andere ja nicht. Jedenfalls reichte ihr Langschwert aus, ihn auf Abstand zu halten.
Im Hinterkopf hatte sie immer noch den anderen Angreifer, den sie nur zu Boden geschickt hatte. Ihr war auch nicht entgangen, dass Arranges schon zwei der Dunmer auf dem Gewissen hatte. Etwas Hilfe wäre jetzt nicht schlecht..., dachte sie, als sie den wuchtigen Schlägen der Keule auswich...