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Thema: Schildstadt

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  1. #29
    Erynn tat als schliefe sie, als Arranges sie in eine etwas stabilere Position rückte. Sie wollte nicht reden, nichts erklären, sondern sich einfach nur der Nähe ihres Begleiters gewiß sein in dieser Phase erzwungenen Stillstandes mitten in dem Aschsturm, der so seltsame Eindrücke in ihren Kopf pflanzte. Stumm genoß die Elfin diesen Moment wortloser Friedlichkeit. Nach einer kurzen Weile wiegte das Geräusch des Windes und der langsame, regelmäßige Atem des Beschwörers sie wirklich in den Schlaf.

    Die Kriegerin erwachte von einer leichten Bewegung, zog die Netchledermaske vom Kopf und rieb sich Augen und Nasenwurzel. „Ja“, antwortete sie leise, „ich habe sehr gut geschlafen.“ Tatsächlich war sie bestens ausgeruht und es drängte sie danach, die Suche fortzusetzen. Erynn überließ es Arranges, die Plane wieder zusammenzulegen und kümmerte sich stattdessen um die Guars, zog die Sattelriemen wieder straff und wählte für sich eines der Tiere der Entführer aus, eine recht große, gut bemuskelte Echse, deren Schuppen am Rücken fast die Farbe von Eichenholz hatten. Zumindest etwas Gutes hatte dieses ganze Theater gehabt: Sie müßten sich die Reittiere nicht mehr teilen.
    Erynn half Dreveni, deren Gepäck zu verstauen und auf den Guar zu klettern, ein Unterfangen, das sich als nicht ganz einfach gestaltete, jetzt da die Assassinin nur eine Hand zur Verfügung hatte. Bleibt nur zu hoffen, daß wir für die nächsten ein, zwei Tage unbehelligt bleiben, bis die Knochenbrüche wieder verheilt sind. Ich würde auf ihre Kampffertigkeiten in einem solchen Fall ungern verzichten.
    Sie hielt sich, eine der erbeuteten Echsen am Führzügel, in der Nähe der verletzten Meuchlerin, bis sie sich sicher war, daß diese auch mit der versehrten Hand keine Probleme hatte, ihr Reittier unter Kontrolle zu halten.
    Die Nacht brach jetzt schnell herein, jedoch war von dem Sturm weit und breit nichts mehr zu sehen oder zu hören. Die Sterne tauchten ihren Weg in bleiches, angenehmes Licht. Sie setzten ihre Suche fort, immer grob nach Norden, einer schwachen Fährte folgend. Ich frage mich langsam doch, wie wir Gumora in dieser endlosen Einöde aufspüren sollen. Wir werden mehr als nur ein wenig Jagdglück brauchen, wenn wir diesen Verräter stellen wollen...
    Geändert von Glannaragh (14.11.2011 um 10:12 Uhr) Grund: Kosmetik

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