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Thema: Schildstadt

Baum-Darstellung

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  1. #29
    [Erynn]
    Sie führten Dreveni nach draußen. Die Assassinin wirkte etwas zittrig, jedenfalls kam es Erynn so vor, dennoch schaffte sie es, allein und ohne Hilfe zu gehen. Zum ersten Mal hatte die Kriegerin die Möglichkeit, sich genauer in der Dwemerruine umzusehen. Es war fremdartig, faszinierend, jedoch schauderte sie bei der Vorstellung, ein ganzes Leben hier verbringen zu müssen, wie das schon so lange ausgelöschte Volk es getan hatte. So bemerkenswert die Fortschrittlichkeit der uralten Architektur auch sein mochte, das Metall, das sie einschloß schien direkt auf ihre Seele zu drücken und ihr die Luft zum Atmen zu nehmen. Alles war zu massiv, zu schwer, zu... gerade. Nichts hier war in seinem natürlichen Zustand belassen worden. Es war trostlos.
    „Wir sollten uns später noch einmal in der Ruine umsehen“, sagte sie zu niemand bestimmtem. „Vielleicht finden wir noch etwas, das uns nützlich sein könnte.“

    [Dreveni]
    Dreveni interessierten mehr die Leichen, an denen sie auf dem Weg nach draussen vorbeikam, als die Ruine an sich. Es hatten sich ziemlich viele Assassinen der Morag Tong hier aufgehalten. Auf Erynns Vorschlag, sich in der Ruine umzusehen, antwortete sie nichts. Sie gab sich noch alle Mühe, sich wieder zu fangen, in einer derartigen Situation war sie so noch nie gewesen. Zwar hatte sie gerade noch einmal Glück gehabt, aber ihr wurde immer noch schlecht wenn sie an den Dunmer dachte, und wie er seine Hand an ihrem Gesicht gehabt hatte, und an den Ausdruck in seinen Augen. Ausserdem hasste sie es, dass Arranges und Erynn sie in diesem Zustand sahen, auch wenn sie ihnen dankbar für die Rettung war. Als sie schließlich durch die immer noch geöffnete Tür nach draussen trat, war es immer noch Neblig und man konnte kaum etwas von der Umgebung erkennen. Dreveni interessierte das allerdings nicht weiter, für einen Moment glaubte sie, ihr würde wirklich schlecht werden und stand kurz mit den Händen an die Knie gestützt da, bevor sie sich vorsichtig auf den Boden setzte. Sie würde gerade einiges für eine Flasche mit starkem Alkohol geben, aber sie glaubte nicht, dass einer ihrer Begleiter etwas in der Richtung dabei haben würde. Versonnen betrachtete sie ihre rechte Hand, die inzwischen ziemlich dick geworden war. Die Finger waren nicht wirklich verbogen, aber sie hatte das knacken deutlich gemerkt, mit dem sie gebrochen waren. Alles in allem bot sie gerade einen reichlich kläglichen Anblick, was ihr auch langsam bewusst wurde, und sie auch ärgerte. So sollte sie höchstens Mordan sehen, aber sicherlich nicht Arranges oder Erynn.

    [Arranges]
    Dreveni war in sichtlich schlechter Verfassung. Und Arranges war alles andere als gut gelaunt. Die Ruine nahm er gar nicht wahr, als sie hinausgingen. Nochmal da drin umsehen... was willst du dort finden, außer Metallschrott? Draußen angekommen, musterte der Magier die Assassinin erstmals eingehender. Vertrocknetes Blut klebte an ihrer Kleidung, eine Hand war dick geschwollen, ein relativ deutliches Zeichen dafür, dass etwas gebrochen war. Arranges ging zu seinem Guar hinüber und nahm sich die Maske vom Kopf. Zum Vorschein kam von Schweiß strähniges Haar, das stellenweise wirr vom Schädel abstand und ein deutlich vom Ärger gerötetes Gesicht. Er löste einen Beutel vom Gepäck, das der Meuchlerin gehörte, von dem Träger und kam wieder zu den beiden Dunmern. Er ließ das Bündel vor Dreveni auf den staubigen Boden plumpsen. 'Vielleicht wollt ihr euch ersteinmal etwas vorteilhafter anziehen...' Meinte er nur. 'In dem Bündel müssten auch irgendwo ein paar Heiltränke von euch sein.' Fügte er hinzu und deutete auf ihre Hand. Dann sah er zu Erynn: 'Nein, wir verschenken nicht noch mehr Zeit. Sobald Dreveni wieder selber atmen kann, reiten wir weiter.' Sagte er bestimmt, dann wandte er sich wieder an die andere. 'Vielleicht möchtet ihr uns dann auch irgendwann noch erzählen, was die Morag Tong für ein Interesse an euch hegt? Ich bezweifle nämlich sehr stark, dass sie schlicht nur an eurer Weiblichkeit interessiert waren.'

    [Erynn]
    "Gut", sagte Erynn auf Arranges' ablehnende Antwort hin. "Wenn sich der Nebel bis dahin gelichtet hat, machen wir das. Aber ich halte es nicht für klug, in dieser Suppe und unbekanntem Gelände herumzustolpern. Sollten wir uns dabei verirren, könnten wir weit mehr Zeit verlieren, als wenn wir besseres Wetter abwarten." Dann wandte sie sich Dreveni zu, um einen genaueren Blick auf deren Verletzungen zu werfen. Die Schnitte an den Armen sahen häßlich aus, waren aber nicht allzu tief. Offensichtlich war es dabei nicht darum gegangen, gefährliche Wunden zu verursachen. Die Finger würde die Andere noch eine Weile schonen müssen und es mochte, auch mit der Unterstützung von Heiltränken, etwas dauern bis sie wieder einen Bogen benutzen konnte, doch die Knochen wirkten nicht, als seien sie stark gegeneinander verschoben worden, was ihr die unangenehme Prozedur des Einrenkens ersparen würde - jedenfalls so weit sich das bei dem stark geschwollenen Fleisch erkennen ließ.
    Mit einer Geste forderte Erynn Dreveni auf, ihr die versehrte Hand zu reichen, während sie sich fragte, ob diese wohl überhaupt auf die harsche Forderung des Beschwörers eingehen würde, ihnen mehr über die Gründe für diesen Vorfall zu verraten. Genauer gesagt fragte sie sich, ob die Meuchlerin dazu überhaupt schon wieder fähig wäre. Sie war sichtbar bemüht, den kühlen, distanzierten Gesichtsausdruck beizubehalten, der ihr so zu eigen war, aber der Kriegerin entging das unstete Flackern in ihren Augen nicht. Wenn du wüßtest wie froh ich bin, daß wir dich rechtzeitig erreicht haben, Dreveni...

    [Dreveni]
    Halt einfach nur deinen Mund., dachte sie sich zu Arranges Ansprache. Sie hatte jetzt sicherlich keine Lust, die Geschichte mit Feryn vor den Beiden auszubreiten, vor allem da sie selbst erst einmal damit zurecht kommen musste. Wieviel hatte sie ihm tatsächlich bedeutet, wenn er schon seinen Gildenbrüdern so von ihr erzählt hatte? Gerade bereute sie es schmerzlich, dass sie ihn umgebracht hatte, auch wenn sie ihn andererseits hasste, für das wo sie durch ihn hineingeraten war. War es doch ein Fehler gewesen? Er war immer schon für seine Überzeugung eingestanden, hatte er sich vielleicht sogar geändert, als er sich gegen die Morag Tong wandte? "Ich habe jemanden getötet, hinter dem sie offenbar her sind. Oder hinter etwas, das er versteckt hat.", sagte sie leise ohne den Beschwörer anzusehen. Den Rest von seinen Worten ignorierte sie, und streckte Erynn wortlos die Hand hin. "Aber solange ihr mich nicht mehr Dreveni nennt hier auf Vvardenfell vor anderen, sollten wir die los sein.", fügte sie noch an, nachdem sie ein paar Sekunden an Erynn vorbei ins Leere gestarrt hatte. Sie hoffte die andere würde vorsichtig sein, der Schmerz in ihrem Kopf meldete sich auch schon wieder.

    [Arranges]
    Allerdings... aber ich glaube kaum, dass das Wetter sehr bald besser wird... Es war eine gute Idee, die Netchledermasken zu kaufen, die Luft ist so voll von Staub und Asche, von dem Nebel mal abgesehen, dass ich mittlerweile fast bereit bin zu glauben, was sich die Kundschafter in Molag Mar über den starken Aschesturm im Zentrum der Molag Amur berichteten. Als Arranges dann Dreveni zuhörte, konnte er kaum fassen wie unglaublich dämlich eine Person allein sein konnte. 'Seit wann rempeln sich Assassinen eigentlich so arg? Ich war immer der festen Meinung, dass sich die Gilden wie auch die freien Meuchler insgesamt aus dem Weg gehen. Warum habt ihr euch eingemischt? Ich glaube kaum, dass jemand den selben Auftrag an zwei verschiedene Assassinen vergibt.' Arranges wandte sich ab, ging nochmals zu den Guaren hinüber und machte einen der Wasserschläuche los. 'Und wie gedachtet ihr, sollten wir euch dann ansprechen?' Fragte er deutlich resignierend, aber nicht mehr sehr verärgert, als er den komplett abwesenden und in sich gekehrten Blick der Dunmer bemerkte, als er neben Erynn trat. Er hielt seiner Begleiterin den Wasserschlauch hin, während er auf eine Antwort Drevenis wartete.

    [Erynn]
    Ach, Arranges... so laß ihr doch einen Moment der Ruhe. Erynn packte den Unterarm der Assassinin mit festem Griff, so daß sie die Hand nicht einfach wegziehen könnte, dann tastete sie vorsichtig die zwei geschwollenen Finger ab. Es waren tatsächlich keine komplizierten Brüche, wie sie mit Erleichterung feststellte. Sie hatte kein Verlangen danach, Dreveni noch einmal so eine Tortur anzutun wie vor einiger Zeit, als sie den Bruch in ihrem Arm gerichtet hatte. Erynn nahm die Wasserhaut entgegen, die Arranges ihr unaufgefordert reichte und freute sich tatsächlich über diese Aufmerksamkeit. "Danke", sagte sie lächelnd. "Ich brauche noch zwei Schienen. Etwa so breit wie ihre beiden Finger und so lang, daß sie bis über das Handgelenk reichen." Ihr Blick wanderte von ein paar krüppeligen Sträuchern zu einem abgestorbenen Baum, der in der Nähe schief aus dem staubigen Boden ragte. "Sieh mal zu, was du machen kannst, ja?"
    In Drevenis Beutel fand Erynn neben Heiltränken auch Verbandszeug. Mit einem kleinen Fetzen davon wusch sie die Hand der anderen Dunkelelfe, kühlte die Verletzung so gut es mit dem mittlerweile warmen Wasser ging. Danach tränkte sie einen Teil der Verbände mit etwa der Hälfte eines Heiltranks und begann, die Hand und die beiden Finger damit zu umwickeln, jeden einzeln. Auf den Schläfen ihrer Begleiterin erschien ein dünner Schweißfilm, und so begann die Kriegerin zu erklären, hauptsächlich, um Dreveni ein bißchen abzulenken: "Ich bandagiere Eure Hand, um die Finger etwas zu stabilisieren und deshalb, damit ich gleich die Schienen richtig anlegen kann, ohne daß sie verrutschen oder scheuern. Der Trank wird dafür sorgen, daß die Knochen schnell wieder heilen. Ihr werdet es bald überstanden haben, zumindest äußerlich..."

    [Dreveni]
    Sie wollte nichts weiter als ihre Ruhe, aber Arranges schien das nicht weiter zu interessieren. "Das werde ich mir schon noch überlegen, aber nicht jetzt.", antwortete sie ihm nur. Den ersten Teil seiner Fragen überging sie wieder, es war ohnehin besser wenn er weniger wusste. "Ihr liegt allerdings mit allen euren Vermutungen falsch.", verteidigte sie sich dann doch noch halbherzig. Mehr oder weniger war es jetzt auch schon egal was er erfuhr oder vermutete, trotzdem war sie froh als Erynn Arranges weg schickte. Es tat höllisch weh als Erynn auf ihren Fingern herumdrückte, aber auch das lenkte sie nicht so sehr wie erhofft von dem eben Erlebten und ihren Taten in der Vergangenheit ab. Schließlich fing Erynn auch noch an zu erzählen, was sie gerade tat, und Dreveni wollte ihr schon mitteilen dass sie das nicht im geringsten interessierte, stockte aber bei den letzten Worten der Dunmer. Sie verzog den Mund zu einem freudlosen Grinsen und schloss kurz die Augen, danach sah sie der anderen mit einer Mischung aus Resignation und einem Anflug von Trauer in die Augen. Was wusste sie schon? Über das da drinnen würde sie hinweg kommen, vermutlich eher früher als später, zumindest war das ihre feste Überzeugung im Moment. Wäre das ganze nicht in Zusammenhang mit Feryn und immer mehr offenen Fragen gestanden.
    "Ihr seid ja gerade noch rechtzeitig gekommen, noch hatte er mich ja nur angegrabscht, angeritzt und mir die Finger verdreht.", sagte sie zu Erynn, wenn auch mehr aus dem Grund heraus, sich nicht gerade jetzt mit Feryn zu verquatschen, als dass ihr an einem Gespräch mit der anderen lag. So viel war ja wirklich nicht passiert, auch wenn es sie jetzt bei dem Gedanken daran leicht schüttelte. Nimm dich zusammen, Dreveni...

    [Arranges]
    'Natürlich liege ich falsch... es war garantiert die Order der Obrigkeit der Morag Tong, an diese Männer, sich irgendwo mitten im Feuerland in einer Ruine nieder zu lassen, gefühlt hundert Meilen nach Süden zu stiefeln und sich dort eine Dunmer zu holen, mit der sie Spaß haben könnten. Dabei muss es natürlich eine sein, die man nicht einfach mit einer Hand über dem Mund in eine Seitengasse zerren könnte, nein, es muss Dreveni sein.' Regte sich Arranges weiter auf, machte dann auf dem Absatz kehrt und ging davon, die Schienen zu besorgen. Während er mit seinem Gebrauchsmesser an dem Holz herumsäbelte, warf er hin und wieder Blicke in den Himmel und als er die Schinen fertig hatte, schien es ihm, als würde der Nebel eher dichter werden, anstatt sich zu verziehen. Verdammt... das wird wohl ein längerer Aufenthalt hier... Wütend verzog Arranges das Gesicht. Mit einem kurzen, kehligen Schrei machte er seinem Ärger Luft und trat dann den Baum einfach um. Krachend gab das spröde und staubtrockene Holz einfach unter der Wucht nach. Der Kaiserliche schob die Schienen in seinen Gürtel und bearbeitete den Baum mit ein paar gezielten Hieben einer beschworenen Axt. Mit einigen groben, aber mehr oder minder handlichen Holzscheite kam er zurück zu Erynn und Dreveni. 'So, wie das aussieht, wird das hier eine Zwangsrast werden.' Knurrte er, ließ das Holz fallen und deutete in den Himmel.

    [Erynn]
    "Wie ihr meint", antwortete Erynn stoisch und fuhr fort, die Verbände um die Hand der Assassinin zu wickeln. Als der Beschwörer außer Hörweite war, nahm sie den Faden wieder auf: "Wenn Ihr damit klarkommt, daß irgendwelche Kerle versuchen Euch Gewalt anzutun, so seid ihr entweder bewundernswert stark oder aber bemitleidenswert abgestumpft. Oder Ihr habt weit größeren Ärger am Hacken, als Ihr sagt." Die Stimme der Kriegerin war jetzt eine Nuance kühler als zuvor. "Ich glaube Euch aber nicht, daß Ihr es so einfach wegsteckt wenn irgendwelche dahergelaufenen Gestalten meinen, Euch behandeln zu können wie Vieh, oder noch schlimmer... ich habe mir Sorgen um Euch gemacht, Dreveni, und ich tue es noch." Sie wandte sich um, als sie hörte, wie Arranges seinen Frust an dem Baum ausließ. Kurz darauf näherte er sich wieder den beiden Frauen und brachte die Schienen mit. Erynn nahm sie entgegen und machte sich daran, zuerst die eine an der Unterseite von Drevenis Hand zu befestigen, wobei sie die Finger leicht streckte, dann legte sie die zweite mit leichtem Druck am Handrücken der Assassinin an und umwickelte beides mit einer weiteren Lage Verbände. "Wer ist eigentlich Feryn?" fragte sie scheinbar beiläufig, die Augen dabei auf ihre Arbeit gerichtet haltend.

    [Dreveni]
    Dreveni sah die andere Dunmer nur überrascht an, als sie meinte, sie würde sich Sorgen machen. Solche Aussagen waren freilich nicht unbedingt neu für sie, war sie doch nicht schlecht darin, andere nach ihrem Willen zu manipulieren. Doch hier hatte sie es darauf nun wirklich nicht angelegt, nicht einmal darauf dass die andere sie sonderlich mögen würde. Wesentlich weiter kam sie nicht mit ihren Überlegungen, da Erynn an ihren gebrochenen Fingern zog, was für kurze Zeit wieder jeden Gedanken aus ihrem Kopf verdrängte. Bei der Frage nach Feryn zuckte sie zusammen, sie wusste dass die beiden gehört hatte was sie dem Dunmer an den Kopf geworfen hatte bevor sie ihn getötet hatte, aber dass sie danach fragte hatte sie nicht gehofft. Verdammt. Irgendetwas musste sie ihnen erzählen, so würde sie hoffentlich spekulationen vorbeugen. "Feryn - war - Mitglied der Morag Tong. Ich hätte ihn vor ungefähr zehn Jahren ermorden sollen, aber das hat... nicht funktioniert." Den wahren Grund brauchten die beiden wirklich nicht wissen. "Anscheinend hat er sich gegen die Gilde gestellt und irgendwelche Dokumente entwendet. Und von mir erzählt, das und ein unglücklicher Zufall in Molag Mar hat sie wohl auf meine Spur geführt. Deshalb werde ich mir noch einen anderen Namen überlegen, mit dem ihr mich ansprecht und den Namen Feryn nicht mehr in den Mund nehmen. Ihr braucht euch also keine Sorgen machen, Erynn. Ausserdem ist Feryn tot, ich habe meinen Fehler bei der Gelegenheit gleich berichtigt." Ihre Stimme war leise und klang leider nicht halb so kühl und emotionslos wie sie es gern gewollt hätte. Man konnte ihr die Bitterkeit anhören, die sie überkam, wenn sie an den Abend bei Bravil dachte.

    [Arranges]
    Arranges blieb neben Erynn stehen und blickte mit versteinertem Gesicht auf Dreveni herab. 'Jetzt mal ernsthaft, ich kenne euch weder besonders lange, noch sonderlich gut, Dreveni. Aber jetzt einmal von der Tatsache abgesehen, dass es damals bei mir nicht funktioniert hat, warum konntet ihr diesen Feryn nicht schlicht und einfach töten?' Er forschte einen Augenblick in ihrem Gesicht und ließ sich ihre Worte nochmals durch den Kopf gehen. Ich hätte den Auftrag, Gumora zu töten, einfach an die Dunkle Bruderschaft weitergeben sollen und die machen lassen... Innerlich schlug sich Arranges an die Stirn. 'Hat er euch etwa mit euren eigenen Waffen geschlagen und euch gleich so eng um seine hübschen Finger gewickelt, dass ihr es nicht fertig brachtet, ihm euer Stilett in die Brust zu jagen?' Sagte Arranges mit vor Hohn triefender Dramatik. Und sowas bezahle ich als Spurenleser... bei den 4 Säulen, gedacht hab ich in dem Moment auch nicht sonderlich viel. 'Und von was für einem unglücklichen Zufall reden wir hier überhaupt?' Fügte er noch hinzu. Hätten wir sie einfach da unten verrecken lassen... Und als hätte die Ruine selbst dies gehört, drang plötzlich ein schabendes Geräusch von der Tür zu ihnen herüber. Mit einem hohlen Schnappen schlugen die beiden kugelartigen Torflügel aufeinander und versperrten so den Zugang zu den Gewölben der Dwemer.

    [Erynn]
    Erynn schwieg und überließ es Arranges, die Dunmer weiter auszufragen. Er konnte so etwas normalerweise ohnehin besser als sie. Die Bogenschützin selbst konnte sehen, daß es einiges gab, das die Assassinin lieber verheimlicht hätte. Normalerweise wäre ihr gar nichts aufgefallen, Dreveni hatte sich trotz des Schocks, der ihr noch in den Gliedern saß, bemerkenswert gut unter Kontrolle, aber gerade war sie ihr so nahe, daß das minimale Zucken von Augen und Wangenmuskeln ihr nicht entging. Die Andere versuchte, ihren Fragen irgendwie auszuweichen.
    Es wäre aber besser, wenn wir endlich wüßten was vor sich geht. Ich will nicht vom Jäger zum Gejagten werden, nur weil Dreveni aus Stolz nicht mit der Sprache rausrückt, überlegte Erynn, während sie ihre Arbeit an der Schiene beendete. Dann nahm sie sich der langen Schnitte im Oberarm ihrer Begleiterin an. Die Wundränder waren glatt. Es mußte eine sehr scharfe Klinge gewesen sein, die diese Wunden verursacht hatte. Die Kriegerin fackelte nicht lange, legte ihr Gebrauchsmesser an den Stoff der Ärmel und schnitt sie auf Schulterhöhe ab - das Kleid war ohnehin ruiniert. Das Ganze zu säubern, mit der anderen Hälfte des Trankes zu spülen und zu verbinden würde nicht mehr lange dauern und wahrscheinlich bliebe bis morgen früh nicht einmal eine Narbe zurück. Die Tatsache, daß sie an Heiltränken nicht gespart hatten, erwies sich gerade als die nützlichste Investition der gesamten Reise.
    Wenn wir hier festhängen bis der Nebel weg ist, gehe ich halt selbst nochmal in die Ruine. Mit etwas Glück haben die Entführer ein paar Draken dabei, die uns jetzt nützlicher sind als ihnen. Die Kriegerin hatte den Gedanken kaum zu Ende gedacht, als der Eingang der Dwemerstätte plötzlich ein Eigenleben entwickelte und sich mit einem endgültig klingenden, steinernen Knirschen schloß. Hervorragend...
    Geändert von Glannaragh (05.11.2011 um 22:15 Uhr)

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