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Legende
[Dreveni]
Dreveni versuchte den Dreck und Gestank um sie herum so gut es ging zu ignorieren, genauso wie die fertigen Gestalten, nur leider gelang ihr das kaum, so zeigte sich der Ekel sichtbar auf ihrem Gesicht. Bald kam eine Brücke in Sicht, an deren Ende zwei kaiserliche Soldaten standen. Wunderbar. Allerdings brachten sie wenigstens etwas Licht ins dunkel, das Lager bestand tatsächlich aus Flüchtlingen. Der Gedanke an Flucht kam Dreveni dann auf einmal selbst, als Arranges einfach anfing, mit den Soldaten zu verhandeln, und ihnen auch noch etwas von Klingen erzählte. Das kann nur schief gehen... Sie sahen nun wirklich nicht wie Klingen, die Elite Cyrodiils, aus. Allerdings schien in den Köpfen der Kaiserlichen der gleiche Hohlraum zu herrschen, wie bei Arranges, denn sie kauften ihm das tatsächlich ab. Anstandslos gaben sie den Weg frei, und Dreveni fand sich auf einem Platz wieder auf dem eine große Drachenstatue stand.
Sie stand kurz da und versuchte sich zu orientieren. Was hatte Mordan ihr genau gesagt? Der hatte gar kein Haus. Er bewohnte nur ein Zimmer in der Händlergilde, diese sollte sich gleich links befinden, wenn man über die Brücke zum Hafen ging. Und wie hieß er noch einmal? Markus... Matthias.. Nein, Marcel. Dreveni setzte sich wieder in Richtung der Händlergilde in bewegung, jedenfalls nahm sie an, dass es das große Gebäude zu ihrer linken war. Dass ihr Arranges und Erynn folgten, war ihr nicht so ganz Recht, aber vermutlich nach Arranges Geschichte über Klingen gerade sowieso nicht zu ändern. Hoffentlich würde das keinen Ärger geben.
[Erynn]
In der Stadt waren sie also. Das Gebäude, in dem Drevenis Informant wohnen sollte, war ebenfalls schnell gefunden. Der Mann hatte offenbar ein Quartier im Haus der Ostkaiserlichen Händlergilde, ein abweisender, gemauerter Klotz aus grauem Stein - so wie der Rest von Ebenherz. Der Name paßt... ein Bollwerk, ao kalt und ungastlich, als hätte es wirklich ein Herz aus Metall. Und ich dachte, die Kaiserstadt sei deprimierend.
Sie traten in einen vollgestopften Empfangsraum. Dicke Teppiche schluckten sofort das Geräusch ihrer Schritte. Erynn sah sich zunächst etwas eingeschüchtert, dann zusehends angewidert um. Der Raum repräsentierte alles, was sie sich unter der Ostkaiserlichen Händlergilde vorstellte: Geschmacklos und vulgär zur Schau gestellter Prunk ohne jedes Gespür für Maß und Eleganz. Sie hätten genauso gut in die Räuberhöhle einer Horde Barbaren gestolpert sein können, in der sich die Beute der letzten Raubzüge türmte. Die Elfin verkniff sich jeglichen Kommentar. Arranges' dreiste Lügengeschichte am Stadttor hatte ihr ohnehin die Sprache verschlagen. Es muß was dran sein, daß frech weiter kommt. Eigentlich müßten wir alle drei längst von der höchsten Zinne der Festung baumeln...
Ein glatzköpfiger Kaiserlicher in edler Kleidung, der an einem Tisch gegenüber der Eingangstür saß, bequemte sich schließlich den Kopf zu heben und die drei Reisenden anzusehen. "Ihr wünscht?", fragte er mit höflicher Distanz, wirkte aber weder überrascht noch pikiert über ihr leicht mitgenommenes Erscheinungsbild. Die Gilde würde vermutlich, vor allem da die Situation auf Vvardenfell sehr angespannt schien, häufig die Dienste von Kundschaftern und einzelnen, flinken Kurieren in Anspruch nehmen. ...und genau so sehen wir aus, wenn man ehrlich ist. Nun, mit etwas Glück und Fingerspitzengefühl könnte uns das zum Vorteil gereichen. Unauffällig versetzte sie Arranges einen federleichten Tritt gegen den Knöchel. Halt jetzt bloß deine Klappe, Beschwörer, und laß Dreveni reden!
[Arranges]
Arranges wollte gerade etwas sagen, nachdem Dreveni nicht gleich reagierte. Aber eine leichte und trotzdem deutliche Berührung am Fuß hielt ihn noch davon ab. Er warf einen Seitenblick auf Erynn, da er sich ziemlich genau denken konnte, dass sie das war. Was...? Der Nekromant bremste sich aber nochmal. Es wäre schlicht dumm, hier ein größeres Theater zu veranstalten... zumindest nicht ehe sie mit dem Informanten gesprochen hätten. Er schaute also wieder zu dem Glatzenmann und brauchte auch nur noch einen Herzschlag länger warten, bis Dreveni schließlich den Gedanken fasste, ihn anzusprechen...
[Dreveni]
Dreveni hatte keinen Blick für den ganzen Prunk in der Gildenhalle. Auch nicht dafür, dass er übertrieben war, erst vor kurzem hatte sie für bretonische Adlige gearbeitet, sie kannte die verschiedensten Hallen und Häuser. Sie hielt auf den glatzköpfigen Kaiserlichen zu, der gegenüber der Eingangstür an einem Tisch saß. Da kommt man extra nach Morrowind, und was sieht man? Einen Kaiserlichen nach dem anderen...Von Erynns tritt bekam sie nichts mit, sie musterte den Kaiserlichen nur kurz und sprach ihn an: "Seid gegrüßt, wir haben eine Nachricht für Marcel." Sie hoffte inständig dass er hier noch wohnte, ihr Vater und er hielten zwar regelmäßigen Kontakt, allerdings waren die Nachrichten auch manchmal etwas länger unterwegs. "Von einem gewissen Mordan. Dieser meinte, Marcel wüsste schon, um wen es geht."
Der Kaiserliche machte keine Anstalten aufzustehen und antwortete: "Ihr könnt sie mir geben, ich werde dafür sorgen dass sie Marcel erreicht."
Dreveni begann in ihrer Tasche zu wühlen, stockte aber und sagte: "Halt, wir sollten sie ihm doch persönlich übergeben. Wenn er nicht da ist, sollen wir warten, dafür wurden wir schließlich bezahlt." Bei ihren letzten Worten lächelte sie den glatzköpfigen freundlich an. "Es tut mir leid für die Umstände."
Der Kaiserliche erhob sich nach einem kurzen Zögern und sagte etwas murrend: "Folgt mir."
[Erynn]
Sie folgten dem Mann durch das große Gebäude, bis sie einen langen Gang erreichten, von dem mehrere Türen abgingen. Offenbar Quartiere für Angestellte oder Mitglieder der Gilde. Der unbekannte Kaiserliche bat sie, einen Augenblck zu warten, ging dann auf eine der Türen zu und klopfte. Es folgte ein kurzer Wortwechsel, dem Erynn nicht wirklich folgen konnte. sie hörte die Worte 'Botschaft' und 'ein gewisser Mordan' heraus, aber mehr verstand sie nicht. Kurz darauf winkte ihnen der Mann, der sie hierher geführt hatte, und die drei traten daraufhin in ein sehr sauberes, penibel aufgeräumtes Quartier. Ein Bretone mit straff zurückgekämmten, dunkelbraunem Haar erhob sich von seinem Schreibtisch und begrüßte sie mit einem wie einstudiert wirkenden Lächeln und einer leichten Verbeugung. Er war klein - ungefähr so groß wie Erynn, aber feingliedriger. Alles an ihm wirkte irgendwie... weich. Und schwach. Erynn verspürte vom ersten Augenblick an eine fast instinktive Abneigung. Dieser Kerl verkörperte alles, was in der Kriegergilde nur als Auftraggeber erwünscht war. Und oft genug noch nicht einmal dort, denn auch wenn Typen wie dieser Wicht vor ihr nach Septimen förmlich stanken, so ersonnen sie doch alle möglichen Winkelzüge, sich nicht davon trennen zu müssen. Sie entschied sich, zunächst weiterhin zu schweigen und zu beobachten, wohin dieses Gespräch führte.
[Arranges]
Was für eine erbärmliche Kreatur... Waren Arranges Gedanken, als er den Bretonen erblickte. Arranges hoffte, dass dieser Typ, Marcel, brauchbare Informationen hatte... aber selbst wenn nicht, würde er selbst wenigstens einen Grund haben Drevenis Bezahlung zu kürzen und überhaupt... 'Mordan schickt also neuerdings ganz besondere Kuriere nach Vvardenfell...' Sagte der Bretone und ein kaum wahrnehmbares, aber sicheres Grinsen huschte über sein Gesicht. 'Was kann ich für die Ziehtochter des großen Mordan tun?'
[Dreveni]
Dreveni folgte dem Kaiserlichen, der sie zu Marcels Zimmer führte. Nachdem sie kurz gewartet hatten, wurden sie von dem Bretonen herein gewunken. Sie kannte ihn aus Mordans Beschreibung, und diese war wie gewohnt sehr genau gewesen. Von Marcels Äusserem ließ sie sich nicht täuschen, allein dass er es schaffte so offen hier in der Gilde zu leben und nebenbei seine Finger noch in ganz anderen Geschäften hatte, zeugte von seinen Fähigkeiten. "Es freut mich, euch endlich einmal persönlich kennen zu lernen.", antwortete Dreveni ebenfalls mit einem leichten Grinsen.
"Bitte, nicht so förmlich. Ich kenne deinen Vater schon fast, seit er dich in Bruma fand."
"Bei Cheydinhal." Irgendwann mussten sie sich etwas anderes überlegen.
"Sicher. Setzt euch doch.", sagte der Bretone lächelnd, und deutete auf freie Stühle. Nachdem sie sich gesetzt hatte, sagte Dreveni: "Meine beiden Begleiter suchen nach einem Argonier, Gumora. In Cheydinhal hieß es, er wäre vor inzwischen fast fünf Wochen nach Ebenherz aufgebrochen. Ich denke die Information war soweit korrekt." Dabei bezog sie sich auf die Art, wie sie mit Weiß-Viel gesprochen hatte. "Ist er hier durchgekommen?"
Der Bretone sah sie einen Moment schweigend an, bevor er antwortete: "Du hast gesehen, was hier los ist. Ich weiß nichts von einem Gumora, aber ich kann ihn gut übersehen haben, er wäre nicht aufgefallen." Er sah noch einen Moment schweigend in die Luft. "Vor gut drei Wochen war eine Gruppe Argonier hier. Sie hatten etwas mit der Antisklaverei-Bewegung zu tun und haben einen von meinen Leuten nach Hilfe gefragt. Und nach einem Weg sicher nach Molag Mar zu kommen. Ich weiß nicht ob eure Echse dabei war."
[Erynn]
Die Bogenschützin hörte dem Bretonen schweigend zu. Mordan war also gar nicht ihr leiblicher Vater. Nicht, daß das Erynn sonderlich seltsam vorgekommen wäre - Dreveni hatte schließlich keinen Grund gehabt, ihr ihre Familiensituation darzulegen. Ich frage mich jedoch, warum dieser Kerl das so genau betont. Was will er denn damit erreichen? Oder hat das gar nichts zu sagen? Sie forschte in Drevenis Gesicht, aber an ihrem Profil ließ sich nicht ablesen, was die Assassinin gerade denken mochte.
Von der Antisklavereibewegung wußte sie auch nicht viel, außer daß diese bis vor kurzem definitiv illegal gewesen war und daß der rechtliche Status ihrer Anhänger bis heute nicht geklärt war. Seltsam, daß Marcel so offenherzig ausplauderte, daß er mit einigen ihrer Mitglieder in Verbindung gebracht werden konnte, und sei es nur am Rande. Wer ist dieser Mordan? Hat sein Name wirklich ein solches Gewicht, daß er uns hier, am Ende der Welt, so schnell Türen öffnen kann? Sie überlegte, ob sie Dreveni nach dem älteren Dunmer fragen sollte. Neugierig war sie schon, und nach ihren Erlebnissen mit der Gathering auch wagemutiger als zuvor. Andererseits... vermutlich war es besser, wenn sie so wenig wie möglich über den Kerl wußte. So schwieg sie weiterhin. Sie kannte sich hier nicht aus, sprach die Landessprache nicht, wußte nicht einmal, wo dieses Molag Mar überhaupt lag und wollte vor diesem Bretonen wirklich nicht offenbaren, wie verloren sie auf Vvardenfell in Wahrheit war.
[Arranges]
Interessant... aber nicht besonders überraschend... Obwohl Arranges mit völlig ausdrucksloser Miene dem ganzen Gespräch folgte, arbeitete es hinter seiner Stirn gewaltig. Der Kaiserliche wusste etwas von einer Antisklavenbewegung auf Vvardenfell, aber eben nur, dass etwas in dieser Richtung existierte, mehr aber auch nicht. Dafür war er jetzt dankbar für die paar wenigen Stunden, die er auf der Reise bis hier her damit vebracht hatte, die Vvardenfellkarte zu studieren. Molag Mar war eine Festung am Rande des Feuerlandes. Oder wie es in der Sprache der Dunmer eben hieß, Molag Amur. Ein paar Brocken Dunmeri konnte Arranges. Meister Jurano hatte ihn vor mittlerweile zu vielen Jahren die Sprache ein wenig beigebracht, aber der Nekromant hatte das Meiste schlicht wieder vergessen. Lediglich ein paar der Namen, die er auf der Karte gelesen hatte, konnte er sich grob übersetzen...
Aber was sucht eine Gruppe Argonier in einem Land, in welchem die Sklaverei weder verboten, noch erlaubt ist? Die Tatsache, dass das Kaiserreich selbst die Sklaverei in allen Ländern Tamriels grundsätzlich abschaffen wollte, ließ diese Information doch eher seltsam wirken... Ein bisschen Geschichte war Arranges noch geläufig über Vvardenfell, aber das würde ihm in diesem Fall nicht weiterhelfen. 'Nun, ich weiss, wo Molag Mar in etwa liegt, aber da ich nicht von hier komme... Wie gestaltet sich der Weg dort hin?' Der Bretone blickte Arranges zunächst einen Moment forschend in die Augen, es schien fast so, als würden die beiden Männer ein kurzes, nur wenige Herzschläge andauerndes Duell austragen: Der Bretone wollte wissen, warum Arranges danach fragte, während Arranges alles daran setzte, seine Absichten mit keiner Regung zu verraten. 'Nun,' begann der Bretone, 'Ihr seid zunächst auf dem Gebiet der Ascadiainseln unterwegs. Dort solltet ihr, sofern ihr nicht zu reich ausseht, keine Probleme haben, trotz des dort wütenden Aufstandes. Die Aufständischen werden euch nicht behelligen. Danach kommt ihr bei Suran in die Gegend der Molag Amur. Eine grauenvolle und absolut lebensfeindliche Aschewüste und im Gegensatz zu den Aschlanden im Norden auch kalt und abweisend. Lediglich im Norden, am Roten Berg gibt es einige Lavaströme, die direkt aus der Erde treten.'
'Gibt es eine Möglichkeit irgendwie anders nach Molag Mar zu kommen? Also... sicherer?'
'Nein. Der Schlickschreiterfährdienst wurde in Ascadia gesperrt, wegen den Aufständischen. Und seit Korsaren die Innere See unsicher machen, legt im Süden auch kein Passagierschiff mehr ab.' Oh ja... Korsaren... Was Schlickschreiter wiederum waren, meinte Arranges sich an Käfer von der Größe eines Hauses erinnern zu können, die ihm ebenfalls Jurano einmal beschrieben hatte. Es zahlt sich jetzt also doch aus, dass ich mich durch diese teils doch sehr zähen Erzählung von ihm über Vvardenfell gequält habe... 'Allerdings gibt es eine andere Möglichkeit, wie ihr eure Reise deutlich beschleunigen könntet...' Fügte der Bretone plötzlich hinzu.
'Die da wäre?'
'Vielleicht wisst ihr, dass es auf Vvardenfell keine Pferde gibt, das traditionelle Reittier der Dunmer ist der Guar.'
'Guar?'
'Nun, ja... in etwa so groß wie Pferde, allerdings auf zwei Beinen gehend und statt Fell, besitzen diese Geschöpfe Schuppen. Der Reitkomfort ist allerdings ungemein höher.' Arranges fragte sich spätestens jetzt, warum dieser Bretone plötzlich so offen redete und so freizügig Informationen an offenbar Fremde herausrückte, als Marcel ihn plötzlich grinsend ansah und weitersprach: 'Ich hätte da möglicherweise auch zwei Exemplare. Natürlich zu einem Spezialpreis.' War ja klar...
[Dreveni]
Was sie von Marcel erfuhren, gab nicht wirklich anlass zur Hoffnung. Eigentlich konnte man sagen, dass sie die Spur von Gumora verloren hatten, was hieß es schon dass eine Gruppe Argonier hier gewesen war. Vermutlich gab es immer noch viele Argonier hier, und gerade durch eine Festung mit Hafen kamen bestimmt öfter Angehörige aller möglichen Völker.
Als Arranges das Wort ergriff, senkte Dreveni den Blick schon betreten zu Boden, das konnte eigentlich nur peinlich werden. Allerdings schien Arranges einen seiner seltenen lichten Momente zu haben, und so erfuhren sie auch noch, wie sie nach Molag Mar kommen konnten, und er stellte ihnen noch Reittiere in Aussicht. Dreveni konnte sich dunkel an Bilder von Guars erinnern, hatte aber noch nie einen in echt gesehen.
"Spezialpreis?", fragte Dreveni. Sie konnte sich in etwa vorstellen, was der Bretone unter Spezialpreisen verstand.
"In Anbetracht der aktuelle Situation Dreveni, das mußt du verstehen, kann ich sie euch nicht für unter 400 Septime pro Tier geben. Ich nehme nicht an, dass ihr den Wert in Draken habt, oder?"
Dreveni schüttelte nur den Kopf und antwortete: "Das sind 800 Septime für beide, wo sollen wir die hernehmen?" Ihr war klar, dass sie vermutlich froh sein konnten, überhaupt an Guars zu kommen, aber den Preis wollte sie dann doch nicht ohne weiteres Zahlen. "Es gibt hier nicht zufällig jemanden, den du los werden willst?"
Marcel lächelte kurz, bevor er sagte: "Nein, gerade nicht. Immerhin verlange ich für die - zugegeben leider nicht sehr genaue - Information nichts, da ich Mordan schon so lange kenne. Aber bei den Guars kann ich nichts machen. Wenn ihr sie gut behandelt werde ich sie dir aber für einen anständigen Preis wieder abnehmen, wenn ihr Vvardenfell verlasst." Dreveni sah zu ihren beiden Begleitern. Sie würde die Guars bestimmt nicht alleine bezahlen, also mussten die beiden auch zustimmen.
[Erynn]
Achthundert Septime für zwei Tiere? Erynn wußte nicht genau, wie Guars aussahen, sie kannte die Tiere nur aus Beschreibungen. Es waren große, pflanzenfressende Echsen, die zumeinst recht gutmütig und ausdauernd sein sollten. Darüber hinaus waren sie anpassungsfähig genug, um in der extremen Landschaft von Vvardenfell zu überleben. Kurz überschlug die Dunmer den genannten Preis im Kopf. Für ein brauchbares Pferd kann man unten weg gut und gern tausend Münzen hinlegen, oder mehr. Ein wenig überrascht war sie doch. der Preis schien gerecht zu sein - was nicht bedeutete, daß Erynn ihn hätte zahlen können. Was solls. Zumindest einen Teil könnte ich dazugeben. Dafür reicht die Beute aus Beldaburo noch. Danach würde sie abgebrannt sein, aber das war ja in der Tat kein Zusatand, der ihr unvertraut gewesen wäre. Erynn bemerkte, daß Dreveni sie anblickte und gab mit einem Achselzucken ihre Zustimmung. Wenn sie ganz ehrlich war, war sie durchaus auch neugierig auf die Reitechsen.
[Arranges]
Eine Menge Geld für zwei Reittiere... Arranges gab stumm Nickend seine Zustimmung. Marcel erklärte ihnen, dass er außerhalb von Ebenherz ein kleines Gehöft, recht unauffällig von zwei guten Bekannten betreiben ließ und sie dort die Guare abholen könnten.
Arranges hoffte, dass sie nicht weiter auffallen würden. Sie verließen den Hafen nach Norden, über die Zweite Brücke, die dort in eine Straße Mündete, die allerdings mehr an eine schlammige Schotterpiste erinnerte. Marcel meinte, dass sie garantiert nicht weiter als 50 Schritte gehen müssten und dann die Hütte von der Straße aus schon sehen können sollten. Und tatsächlich: Etwas abseits - auf dieser Seite des Hafens waren noch immer einige Zelte, aber deutlich weniger, als auf der Südseite - konnten sie eine kleine Hütte, mit einem losen Weidezaun erkennen. Innerhalb des Zaunes standen zwei große Geschöpfe - hatten sie den Kopf erhoben, waren sie gut und gerne zwei Köpfe größer, als Arranges. Sie erinnerten Arranges mehr oder weniger direkt an Clannbanns, allerdings waren die Guare deutlich größer und sehr viel muskulöser, als die Daedra. Sie gingen tatsächlich aufrecht, auf zwei Beinen, deren Füße drei Glieder aufwiesen. ein langer, sehr kräftiger Schwanz war zu erkennen, an dessen Spitze eine Art Doppelreihe von flachen Knochenplatten ansetzte, die sich über den Rücken bis hin zum Kopf zog. Der massive Schädel war rundlich, wirkte aber nicht aggressiv. Eher erweckten die abgeflachten Zähne, die in dem großen Kiefer zu erkennen waren und die blaugrauen Augen, welche seitlich am Schädel saßen, einen vertrauenswürdigen und gutmütigen Eindruck. Auf Höhe der Brust saßen zwei kurze Ärmchen, die wie die Füße auch, drei Glieder aufwiesen. Der ganze Körper war bedeckt von Schuppen, die teils grünlich verfärbt, aber sonst großflächig Hautfarben waren.
Die Bezahlung funktionierte reibungslos, nachdem Dreveni den beiden Nords, die hier wie Marcel bereits sagte, auf die kleine Zucht aufpassten, erklärte, von wem sie kamen. Im Grunde bezahlten Dreveni und Arranges den größten Teil, während Erynn die beiden mit einer kleineren Summe ein wenig entlastete. Nur wenig später standen sie dann wieder allein, die Guare gesattelt und mit den wichtigsten Informationen, die Reittiere betreffend, versorgt, vor der Hütte. Verdammt... da hätte man auch mal früher drüber nachdenken können... Erst jetzt wurde Arranges, da er die Zügel eines der beiden Tiere in der Hand hielt, schlagartig klar, dass sie ja zu dritt waren. Er seufzte resigniert. 'Nun gut, dann würde ich sagen, verschwenden wir keine weitere Zeit. Wir befolgen wohl am besten den Rat der Nords.' Im Gespräch mit den beiden Hünen hatte es sich ergeben, dass sie von ganz allein noch zwei Informationen bezüglich des Weges preisgaben. Die drei sollten sich auf dem Weg nach Molag Mar von den Ländereien vor Vivec und den großen Plantagen im Zentrum Ascadias besser fernhalten.
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