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Drachentöter
Dreveni ging direkt mit all ihrem Gepäck runter in den Keller. Schnell fand sie den Raum mit dem Zuber, zog den Schlüssel außen an der Tür ab und sperrte sie von innen hinter sich zu. Seufzend sah sie sich um, nachdem sie ihre Sachen neben der Tür abgelegt hatte. Der Raum war gemütlich, in einem Kamin brannte ein Feuer, darüber hing schon ein dampfender Kessel. Jemand hatte den Brunnen in den Keller gebaut, oder besser gesagt, den Raum mit dem Zuber dort angelegt, wo der Brunnen war. Sie goss noch etwas Wasser aus dem Eimer in den Kessel - es war schon etwas verdampft - und füllte während sie wartete dass das Wasser kochen würde, den Zuber schon einmal mit etwas kaltem Wasser.
Es dauerte nicht lange, bis sie schließlich das heiße Wasser dazu kippen konnte. Sie entledigte sich ihrer Kleider, und betrachtete die beiden hellen Streifen die sich über ihre Arme zogen. Das Andenken würde sie wohl noch eine Weile behalten, bis es sich endgültig der umgebenden Haut angepasst haben würde. Jetzt tat es ihr fast leid, dass sie Feryns Gildenbruder so schnell ermordet hatte, aber daran war jetzt nichts mehr zu ändern. Am liebsten hätte sie ihn so in der Wüste ausgesetzt, dass er keine Möglichkeiten gehabt hätte, seine Schnitte im Gesicht zu behandeln, bis die Narben blieben. Etwas Salz hätte das ganze noch verbessert. Als sie sich in das angenehm heiße Wasser sinken ließ, merkte sie erst so richtig, wie fertig sie von der Überfahrt war und versuchte alle Gedanken an ihre Entführung zu verdrängen. Schnell begann sie, ihre Haare zu waschen, da sie fürchtete sonst wieder im Zuber einzuschlafen. Es dauerte nicht lange, bis sie fertig war und aus ihrem Gepäck noch ein halbwegs sauberes, kurzärmliges Oberteil und eine dünne Hose gefischt hatte. Für hier drinnen würde es erst einmal reichen, sie hatte jetzt keine Lust ihre anderen Sachen zu waschen. Sie warf einen Blick auf das Wasser im Zuber, in dem sowieso nichts mehr sauber geworden wäre, und öffnete den Abfluss. Unter dem Zuber war ein Loch im Boden, das sonst wohin führen mochte, jedenfalls diente es als Ablauf für das Wasser. In dem Raum befand sich kein Spiegel, und sie sagte sich, dass sie ihre Haare genauso gut oben kämmen könnte, während sie mit Erynn und Arranges das weitere vorgehen besprechen würde.
Sie räumte ihre Sachen zusammen und ging nach oben. Ohne anzuklopfen stieß sie schwungvoll die Tür auf, und das erste was sie sah, war der halbnackte Arranges. Das nächste war Erynn, die hinter ihm kniete und ihm den Rücken massierte. Sie nuschelte ob des Anblicks einen leisen Fluch auf Dunmeri und ließ ihre Sachen auf den Boden fallen, dann setzte sie sich aufs Bett, so dass sie den beiden den Rücken zu wandte. "Wie geht es jetzt weiter? Gibt es einen Ort denn die Echse durch die Berge erreichen kann? Ich glaube nicht dass er dort für alle Ewigkeiten bleiben will..." Ihre Stimme klang leicht erschöpft und fast etwas resigniert, was weniger ihrer Müdigkeit als den letzten Erlebnissen in Vvaredenfell geschuldet war. Während sie auf eine Antwort wartete, fischte sie ihren Kamm aus dem Gepäck und begann, sich die Haare zu kämmen.
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