Der Caitiff von Erynn zerlegte mit einem letzten gewaltigen Hieb das Gerippe, das sich als sehr wehrhaft erwiesen hatte, konnte aber der direkte Attacke des Jägers nicht mehr ausweichen und verging mit einem bestialischen Fauchen. Der Dunmer fuhr zu Arranges herum, als er ihn aus dem Augenwinkel wahrnahm. Ein Pfeifen, geschwängert mit der Pein direkt aus Dagons Esse, hallte in Arranges Ohren wieder, als die Waffen der beiden aufeinanderschlugen, sich klirrend trennten und nur einen Herzschlag später wieder scheppernd Funken sprühten. Womit Arranges jedoch nicht gerechnet hatte, war der Dolch, der aus dem Nichts heranflog und einen brennenden Schnitt auf der linken Wange des Magiers hinterließ, der den Kopf gerade noch zur Seite drehen konnte. Ein Gedankenschlag zerriss den brennenden Hass im Verstand des Hungers und trieb seine Aufmerksamkeit zu dem Dunmer hin, welcher Arranges nun mit zwei Waffen doch arg zusetzte. Das wirbelnde Silberschwert musste aber nur mehr einmal den wuchtigen Hieb der Keule blocken. Der Dolch fiel aus der plötzlich kraftlos gewordenen Hand, während der Schwertarm, der die Keule hielt, sich noch grob gegen die Schwindsucht wehrte. Mit tief in die Höhlen gesunkenen Augen, kaum noch fähig Ausdrücke erkennbar zu formen, blickte der Dunmer ungläubig auf das in ungesundem Rosa pulsierende Band, das sich von einem auf den anderen Moment zwischen ihm und dem Hunger gebildet hatte. Sein Kopf neigte sich gequält nach oben und legte sich mehr als zuvor in den Nacken. Unbewusst wegen des Verlustes an Lebensgeister auf die Knie gefallen, konnte er selbst den Blick jetzt nicht mehr konstant halten. Dunkel wechselte sich mit grellem Licht, als das Haupt vom Körper, welcher selbst nur mehr aus Haut und Knochen zu bestehen schien, getrennt ward und über den Boden kullerte...

Arranges steckte sein Schwert weg und setzte den Hunger mit einem Wink auf den Dunmer an, welcher noch mit Dreveni rang, doch ehe das Monster seine Beute erreichen konnte, hatte der Mer seine aussichtslose Lage wohl begriffen und machte Anstalten zu flüchten. Eine matt grünstichige Kugel jagte ihm nach und holte ihn ein, kaum, dass er fünf Schritte gerannt war. An die Erde gefesselt, konnte er sich gegen den Daedra, der blutrünstig über ihm zusammenschlug, wie tosende Wogen auf hoher See, nicht wehren und so war auch sein Schicksal kaum zwei Atemzüge später besiegelt.

Arranges schickte den Hunger in Sheogoraths Reich zurück und erst jetzt lichtete sich wieder der kalt brennende Ausdruck in seinen blauen Augen, als er am Boden Erynn sah, wie sie versuchte, den Schmerzen irgendwie zu entkommen, indem sie sich wand und wimmerte. Ihm stockte der Atem und sein Herz setzte einen Schlag aus, als er die beiden Pfeile sah. Ausgrerchnet Schützen... Mit verzweifelter Hast stolperte er zu ihr, ging neben ihr in die Knie und besah sich die Wunden, wollte helfen, riss seinen Arm aber sofort wieder zurück. Im Gegensatz zu dem Kampf gerade eben, begann sein Gehirn jetzt tatsächlich erst zu arbeiten. 'Erynn?!' Rief er und hielt ihren Kopf fest. Ihre Lieder flatterten, aber sie öffnete die Augen nicht ganz. Im Gegenteil, sie entriss sich seinem Griff und stieß einen Laut aus, als würde sie Arranges gleich an die Kehle springen wollen