@ Kelven Es ist natürlich schwer darüber zu urteilen, da man es grundsätzlich anders definieren kann. Ich sah es selbst so, dass Madotsuki sehr einsam ist und obwohl sie immer neue Facetten ihrer Traumwelt entdeckt, doch ihren Frust (über ihr Leben, ihre Familie, ihre Identiät?) nicht wirklich abbauen kann (Das Messer fand ich in dem Bezug sehr wichtig) und doch eben keine hoffnung findet. Als "Glorifzierung" von Suizid sah ich es nicht, ich denke es soll eher zeigen, dass die Flucht in die eigene Traumwelt eben kein Ausweg ist, da es zu so etwas führen kann. Soziale Isolation also eine Sackgasse ist, aber es kann auch sein, dass das meine Sichtweise ist, die ich in das Spiel "hinein-interpretiere". Natürlich ist es schwer, für solche Theorien Anhaltspunkte im Spiel zu finden, ich finde dem bezüglich auch die Interpretationen Anderer sehr interessant, nicht weil sie "besser" sind, sondern andere Perspektiven eröffnen. Schlussendlich fand ich Yume Nikki auch deswegen so toll, zwei Leute können es spielen und zu komplett unterschiedlichen Schlussfolgerungen über die Handlung kommen, es bietet viele Betrachtungsweisen. Ein gutes Spiel ist es aber nicht, aber ich sah es auch gar nicht notwendigerweise als Spiel.
Geändert von Mivey (31.05.2011 um 22:37 Uhr)
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