Ich denke, ob man mit Pendeln klar kommt oder nicht, ist immer abhängig von der Person selbst. Ich hab drei Jahre in Hildesheim studiert, aber hab in Hannover gewohnt, da musste ich auch jeden Tag 45 min bis über eine Stunde pro Richtung in Kauf nehmen. Ich hatte zum Glück nicht so super viele Vorlesungen, so dass ich trotzdem tagsüber noch hier und da Zeit für mich hatte. Auch bin ich nicht zu jeder Vorlesung gegangen, weil die Dozenten von sich aus schon gesagt haben, dass sie nur Theorie und Hintergrundwissen vermitteln, während wir die Sachen für die Klausur in den Tutorien lernen, zu denen ich dann gegangen bin.
Ich hatte wohl auch das Glück, dass die Hälfte meiner Komilitonen ebenfalls gependelt ist, da hatte man auf der Zugfahrt immer wen zum Quatschen und ist dann eben in Dortmund weggegangen. Als es sich dann irgendwann ergeben hat, dass ich mehr Kontakte zu den Leuten in Hildesheim hatte, konnte ich dann eben auch dort übernachten, wenn man abends zusammen wegwollte. Ist also auch kein wirkliches Problem.
Ich kann aber auch sagen, dass es darauf ankommt, wie viele Stunden man pro Woche in der Uni sein muss. Jetzt im Arbeitsleben würde ich nicht noch zusätzlich so viel Zeit ins Pendeln stecken wollen, denn dann wäre vom Tag nichts mehr über. Wenn du also einen Vorlesungsplan hast, der von morgens bis abends vollgestopft ist, würd ichs lassen, denn Lernen musst du auch noch und die Zeit zum Abschalten ist auch wichtig, sonst geht irgendwann nichts mehr rein in den Kopf.