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Thema: Krisensitzung

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  1. #29
    Die Elfin stand bereits auf den Füßen und hatte den Bogen zur Hand, als der Körper des Pferdes auf dem Boden aufschlug. Noch dreimal hörte sie das charakteristische Klacken, mit dem ein Armbrustbolzen abgefeuert wurde, während fast zeitgleich eine von Arranges’ Dienerkreaturen aus dem Nichts trat. Drei dunkel gekleidete Gestalten huschten in den schummrigen Lichtkreis, der von dem Lagerfeuer gebildet wurde. Sie schenkten ihr keine Beachtung, noch nicht, schienen es zunächst einzig und allein auf den Kaiserlichen abgesehen zu haben. Drei Angreifer, aber vier Bolzen? Zum Nachladen reichte die Zeit nicht. Nie und nimmer... da ist noch einer! Geduckt entfernte sie sich von dem Kampfgeschehen, heraus aus dem hellen Fleck um das Feuer herum, dann schlug sie einen Bogen in die Richtung, aus der die Angreifer gekommen waren. Im Laufen zog sie einen Pfeil aus dem Köcher. Wir müssen beide erschöpfter sein, als wir uns selbst eingestehen wollten. Hier ist auf Meilen nichts als offenes Gelände. Wie konnte uns nur entgehen, daß diese Kerle uns folgen? So gut können sie nicht sein – sonst wären wir beide längst tot...
    Nur Augenblicke später sah sie den letzten der gedungenen Mörder. Ihr Feind hatte sie längst im Blick, wahrscheinlich war ihm nicht entgangen, wie sie sich von dem direkten Kampfgeschehen entfernt hatte. Gerade richtete er sich wieder auf, die Armbrust neu gespannt, und legte ein weiteres Geschoß in die Bolzenrinne. Erynn fluchte, bemühte sich gar nicht mehr, den Angreifer ins Visier zu nehmen und schlug stattdessen einen schnellen Haken nach rechts. Sie spürte, wie das Projektil hart in die Schulterplatte ihrer Rüstung einschlug, ohne größeren Schaden anzurichten. Die Kriegerin richtete sich wieder auf, schloß mit einigen schnellen Sprüngen den Abstand zu ihrem Gegner und stieß mit einem Wurfarm des Bogens in ihrer Hand nach dem Gesicht, das unter einer dunklen Kapuze im Schatten lag. Sie mußte einigermaßen getroffen haben, wie sich dem folgenden, unterdrückten Schmerzlaut entnehmen ließ, ausgestoßen von einer Frau. Erynn nutzte den Moment, in dem ihre Widersacherin taumelte, brachte die rechte Schulter herum und setzte mit einem Fausthieb nach, doch sie hatte die Flinkheit der Anderen unterschätzt. Die Mörderin duckte sich unter dem Schlag hinweg und setzte zu einem schnellen Konter an, und so war es die Dunkelelfin, die einen schmerzhaften Ellbogenstoß in die Rippen kassierte. Im nächsten Moment sprangen beide Frauen zurück und begannen, sich gegenseitig zu belauern.
    War ihre Flinkheit und Geschmeidigkeit zumeist ihr größter Trumpf in einem Kampf, so fand die Elfin in der Assassinin einen Gegner, der ihr in dieser Hinsicht zumindest ebenbürtig war. Eine schmale, leicht gebogene Klinge blitzte in der Hand der Angreiferin auf, zusammen mit einem wilden Grinsen in ihrem Gesicht. Sie war eine Menschenfrau, wie Erynn jetzt erkennen konnte, eine Kaiserliche wahrscheinlich. Mit raschen, aber noch ungezielten Bewegungen stach sie nach der Dunmer, die ihren Bogen nutzte, um das Messer beiseite zu schlagen. Bald jedoch wurden die Angriffe ihrer Feindin kontrollierter und zielstrebiger, während die Kriegerin nur noch zurückweichen konnte. So geht das nicht weiter. Bis ich den Dolch in meinem Stiefel erreicht habe, hat dieses Weib mich niedergestochen...
    Und selbst wenn es ihr gelungen wäre, rechtzeitig an ihre Waffe heranzukommen, hätte sie für die Mörderin damit kaum eine Gefahr dargestellt. Die Frau führte ihre Sica so geschickt, daß Erynn sich keine Illusionen über ihre Chancen machte. Ihr fiel nichts anderes mehr ein als zu versuchen, Magie einzusetzen, eine Möglichkeit, die sie nicht mehr gewagt hatte offensiv zu gebrauchen, seit sie damit bei der Ruine Beldaburo um ein Haar sowohl sich selbst als auch ihren Begleiter in ein Häufchen Asche verwandelt hätte. Jetzt aber konnte es ihr letztes As im Ärmel sein in einem Kampf, in dem sie die Niederlage vielleicht noch eine Weile herauszögern, mit Sicherheit aber nicht abwenden konnte, wenn sie sich nur auf ihre gewohnte Art zu kämpfen verließ. Außerdem hatte sie keine Zeit zu verlieren. Irgendwo in ihrem Rücken waren noch drei weitere Angreifer, und sie wußte nicht einzuschätzen, wie Arranges und seine Kreatur sich gegen die Übermacht hielten. Besser, sie brachte das hier zu einem schnellen Ende.
    Wieder umkreisten sich Kaiserliche und Elfin lauernd, während Erynn mit ihrem Willen in die Machtquelle kurz unter ihrem Herzen griff. In ihre Augen trat kurz ein abwesender Ausdruck, die Gelegenheit, auf welche die Andere nur gewartet hatte. Wie eine zustoßende Schlange schnellte sie vor. Erynn hob den Bogen in ihrer Linken, um den Stich damit abzulenken, konnte jedoch nicht verhindern, daß die scharfe Klinge der Sica über ihren Oberarm schlitzte und einen tiefen Kratzer im Leder der Rüstung hinterließ. Entschlossen machte sie einen Ausfallschritt nach vorne, streckte den rechten Arm vor und drückte ihre Finger in das Gesicht der Assassinin. Dann ließ sie den Feuerzauber frei.
    Das erschrockene Einatmen ihrer Feindin wandelte sich zu einem widernatürlich klingenden Gurgeln, als sich die magischen Flammen durch ihren Hals in die Lunge fraßen, genährt von der Luft ihres eigenen Atems. Die Augen der Menschenfrau weiteten sich vor Schmerz und entsetztem Begreifen, dann stürzte sie, die Hände nutzlos um ihre Kehle geklammert. Erynn hatte nicht das geringste Bedürfnis dabei zuzusehen, wie ihre Widersacherin erbärmlich verreckte. Sie wandte sich rasch wieder dem Kampfgeschehen im Schein des Lagerfeuers zu, hoffte dabei inständig, daß sie nicht so lange abgelenkt worden war, um den verbleibenden Angreifern einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen...
    Geändert von Glannaragh (23.05.2011 um 14:58 Uhr)

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