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Legende
Kaiserstadt
Der Nekromant versuchte den Aufenthalt im Hotel irgendwie zu genießen, was ihm auch so lange gelang, wie er im Waschzuber saß, mit Erynn speiste und danach noch eine Weile mit ihr am Tisch saß und über belanglose Dinge sinniert. Doch sobald er die Tür seines Zimmers hinter sich ins Schloss warf, war es vorbei mit der Entspannung. Den Anfang machte sein Kettenpanter, der noch immer alles andere war, nur keine Schutz bietende Rüstung. Sein Schwert hatte bereits auch wieder so einiges abbekommen. Silber... Dachte Arranges und atmete genervt aus. Für die Suche nach dem Druiden im Forst brauchten sie außerdem Tränke. Der dichte Wald bot mehr und vor allem schlimmerere Gefaharen, als die Straße oder das größtenteils offene Colovia oder die Goldküste... Arranges war sich im Moment sogar nichteinmal sicher, ob der Große Forst möglicherweise grausamer war als der Dunkelwald... Vor allem... wie finde ich den alten Harchaxas dort überhaupt... die einzige Möglichkeit wäre eigentlich, in Bleichersweg nachzufragen, ob er dort unlängts durchgekommen war... Der Kaiserliche lag die halbe Nacht lang wach und überlegte hin und her... Er kam zu keinem brauchbaren Ergebnis, der Druide war ihre einzige Möglichkeit, ohne größeres Aufsehen an die Information eines Torstandorts zu kommen... Was aber neben dieser Sache ebenfalls noch für eine praktisch schlaflose Nacht sorgte, war die, dass die Abtrünnigen mittlerweile sogar bescheid wissen konnten, was die Siegelsteine anging. Es wäre nicht unwahrscheinlich, wenn sie Gumora für eine kleine Summe noch einige Informationen entlockt haben könnten - und wäre es nur die einzige die er hatte, nämlich, dass der Nekromant gezielt nach Toren fragte. Herauszufinden, dass der Argonier eine Bekanntschaft und Informationsquelle für Arranges darstellte, war schließlich nicht sehr schwer. Wenn das hier alles vorbei ist, werde ich Gumora töten lassen... Selbst nach dieser hinterhältigen Echse zu suchen, wäre Zeitverschwendung gewesen... das sollte jemand machen, der beruflich sowieso nichts anderes tat, als irgendjemandem, dessen Name auf einem Zettelchen stand, mit einer Summe darunter, nachzustellen... Irgendwann schlief Arranges dann doch ein, allerdings hatte er einen nur unzureichend erholsamen Schlaf.
Als er am nächsten Morgen gerüstet unten in die große Empfangshalle trat, der Vormittag war schon fortgeschritten, sah er Erynn gelangweilt in einer Ecke sitzen. Er versuchte seine Müdigkeit zu verbergen, indem er lächelte, als er ihr einen guten Morgen wünschte. 'Wir können sofort gehen... allerdings...' er setzte sich neben sie auf die Kante der Bank und senkte die Stimme etwas, 'muss mein Kettenhemd dringend repariert werden... ich würde es begrüßen, wenn du das machen könntest, ich mochte den groben Schmied im Marktviertel noch nie...'
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