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Thema: Krisensitzung

Hybrid-Darstellung

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  1. #1

    Anvil => Goldküste, Hinterland

    Erynn zuckte heftig zusammen, als die Stimme des Beschwörers sie erreichte, und fuhr herum. „Arranges? Was zum Geier machst du hier? Du solltest dich ausruhen...“ Verdammt, verdammt, verdammt! Diese Diskussion will ich jetzt echt nicht führen.
    „Ich, äh... ja. Ich habe noch etwas zu erledigen. Ich muß ein paar Bärenfelle für die Kriegergilde besorgen. Ungefähr vier... oder fünf.“ Sie beobachtete, wie sich das Gesicht des Kaiserlichen verfinsterte und beeilte sich nachzuschieben: „Aber das kann ich auch allein erledigen. Hatte ich ohnehin vor. Du könntest schon nach Skingrad vorausreiten. Ich kommen dann nach.“ Bitte, bitte, mach jetzt einfach keine Szene...

    Normalerweise wäre Arranges dem Vorschlag Erynns sofort nachgekommen, aber die Umstände schränkten ihn in dieser Hinsicht ein und so blieb ihm nichts anders, als weiterhin bei der Dunmer zu bleiben... Obwohl das eigentlich anders herum laufen sollte. Dass sie ihr Vorwärtskommen jetzt mit soetwas wieder behinderte, gab den Ausschlag. Er tippte sich mit dem Finger wortlos an die Stirn. 'Nichts da... weder das eine, noch das andere wird passieren, wir reiten zusammen und zwar ohne weitere Verzögerung nach Skingrad...!'

    Was fällt dir ein, mich so herumzukommandieren!? "Sag mir gefälligst nicht, was ich zu tun habe", fauchte die Kriegerin. Sie hatte sich vor diesem Gespräch gefürchtet, und daher einfach nicht die Nerven, zumindest einigermaßen ruhig zu bleiben. "Ich werde dafür höchstens zwei oder drei Tage unterwegs sein. Wie gesagt, reite voraus. Ich kann dich für die Jagd ohnehin nicht gebrauchen." Sie funkelte ihren Begleiter unnachgiebig an. Gerade wieder auf den Beinen und schon wieder ne dicke Lippe riskieren... vergiß es, Magier!

    'In viellerlei Hinsicht kann ich dich auch nicht gebrauchen und beschwere mich trotzdem nicht... Warum überhaupt braucht die Kriegergilde jetzt Bärenfelle und warum musst du diese besorgen? Dafür gibts doch Jäger, die dafür vermutlich ohnehin besser bezahlt werden...'

    Erynn seufzte genervt. "Warum hast du dann gefragt, ob ich dich begleite?" schoß sie giftig zurück. Im nächsten Moment tat es ihr schon wieder leid. "Vergib mir... nun, die ansässigen Jäger wagen sich aufgrund der Tore nicht mehr aus der Stadt, darum hat die Gilde den Auftrag bekommen. Ich konnte dem Befehlshaber ja schlecht sagen, weshalb ich eigentlich keine Zeit zum Jagen habe, oder? Hör zu, ich kann und will mich da nicht einfach drum drücken. Noch habe ich ein halbwegs normales Leben, und ich werde alles tun, das so lange wie möglich zu erhalten. Keine Diskussion." Sie zog den Sattelgurt um Falchions Bauch fest. "Ich werde jetzt losreiten, um diese Felle zu besorgen, ob es dir paßt oder nicht."

    Und da soll noch einmal jemand sagen, der Herr Arranges hätte wohl das umsorgteste und einfachste Leben innerhalb der Gathering... ich will denjenigen sehen, der es länger als zwei Tage mit Frauen aushält, wie ich sie seit Jahren um mich habe... das wird noch sehr spaßig, ich glaube, ich überlasse den neuen Mentor einfach Meisterin Marie... in spätestens einem Jahr dürfte sich das Problem von allein gelöst haben... 'Wenn du glaubst, dass ich das aus irgendeinem anderen Grund als dem des Zwangs machen, hast du dich geschnitten...' Damit rückte er ebenfalls den Sattel seines Rotfuchses zurecht und saß auf.

    "Gut, dann wäre das ja geklärt", antwortete Erynn ungerührt. Sie schwang sich in den Sattel und lenkte ihren Wallach auf die Goldstraße Richtung Norden. Kurz vor der Brinakreuzherberge würde sie ins Hinterland abbiegen und sich dort an einem geeigneten Ort auf die Lauer legen. Sie beschloß, Arranges so weit wie möglich zu ignorieren, doch um die Wahrheit zu sagen, bereitete seine Antwort ihr einigen Kummer. An einem Tag sagst du, daß du gern mit mir unterwegs seist, am nächsten würdest du mir am liebsten den Hals aufschlizen, sobald etwas nicht nach deinen Vorstellungen läuft. Kann es für dich denn nichts anderes als Extreme geben? Kannst du nicht einmal über deine eigenen Interessen hinaussehen? Was muß ich tun, um auch nur einen kleinen Funken Menschlichkeit in dir zu wecken?

    Die Sonne stand bereits tief im Westen, als sie bei der Herberge in die Wildnis abbogen. Der Kaiserliche hatte während der ganzen Zeit entweder wütend vor sich hingeknurrt und dabei auf seine zerstörten Armschienen gestarrt und daran herumgefingert oder aber die Umgebung beobachtet. Als der Sonnenuntergang das Himmelszelt schließlich in feuriges Rot tauchte, beendete Arranges das Schweigen: 'Wie gedenkst du dieser Bären habhaft zu werden? Ich sehe nämlich nicht ein jedem einzelnen Tier eine halbe Ewigkeit nachzustellen, bevor wir es erlegen und abziehen können...' Er klang weder versöhnlich, noch verärgert.

    Sie ließ sich einen Moment Zeit mit der Antwort. Meine Güte, du hast wirklich gar keine Ahnung. Aber ich bin blöde, was? "Es wird ausreichen, nur einen zu finden. Der Kadaver wird die übrigen anlocken. Es sollte auch nicht lange dauern. Bärenspuren sind leicht zu lesen." Sie zögerte einen Augenblick, aus der Sorge heraus, Arranges könnte ihren nächsten Satz wieder in den falschen Hals bekommen. "Und bitte, überlaß es mir, die Tiere zu erlegen. Die Felle müssen möglichst heile bleiben, sonst sind sie wertlos."

    'Jaja, ich hab schon verstanden... der grobschlechtige Fleischwolfnekromant soll bloß die Finger aus dem Spiel lassen...' Arranges sagte dies fast ein wenig zu beleidigt, als dass es ernst gewirkt hätte.

    "Arranges, ich meine doch nur..." sie brach ab, als sie seinen Gesichtausdruck bemerkte. Verflucht, er schafft es doch immer wieder... "Schon gut. Wir lagern hier. Ich werde das restliche Tageslicht nutzen, um mich ein wenig umzusehen." Erynn glitt von Falchions Rücken und machte sich daran, ihm Zaum und Sattel abzunehmen. Dann klaubte sie so viel Feuerholz zusammen, wie sie finden konnte. "Sobald ich das erste Fell hierher zurückbringe, muß das Feuer die ganze Zeit brennen. Sonst könnte es sein, daß der Geruch wilde Tiere anlockt, die wir hier definitiv nicht haben wollen."

  2. #2

    Colovia

    Der Kaiserliche blieb zurück. Er entfachte ein Feuer und lehnte sich dann missmutig in den Himmel blickend an einen Baum. Von Osten her trieb eine leichte Briese dicke Wolken heran. Na ganz toll... kaum ist ein Tag lang annehmbares Wetter, steht schon der nächste Regen ins Haus... Arranges erhob sich wieder und machte sich daran, zwischen dem Baum, an dem er saß und einem anderen, der nur zwei Meter weiter stand, ein Seil auf Hüfthöhe zu spannen... nur wenige Minuten später hatte er aus dem Seil, ein paar Holzpflöcken und seiner Zeltplane, ein einfaches Zelt als Regenschutz errichtet. Zufrieden schaute er auf seine Konstruktion. Aber während er so auf das Zelt blickte, schob sich ein genervt wirkender Ausdruck auf sein Gesicht. Verdammt, es wird etwas sehr eng da drunter... Sich mit der Tatsache abfindend, dass er um dieser Situation entgehen zu können, wohl wieder die ganze Nacht Wache halten würde müssen, ließ er sich wieder an einem der beiden Baumstämme auf den Boden sinken. Doch kaum saß der Nekromant, trat neben ihm eine Gestalt aus den mittlerweile recht dunklen Schatten, für die ein großes Doppelbett gerade ausreichend Platz zum Schlafen geboten hätte.

    'Es stimmt also wirklich... Ihr seid auf eure Weise unzerstörbar Arranges...' Allein die Stimme bereitete dem Nekromanten Gänsehaut und fuhr ihm durch Mark und Bein. Was will der Meister denn... Moment mal... das ist doch keine Begrüßung eines Botschafters?! Fragend blickte Arranges zu dem Hünen auf. Aber es ist ein Botschafter... Noch bevor der Magier genauer fragen konnte, redete der Botschafter weiter: 'Die drei Erwachten Meister schicken mich, um euch eine Bitte zu überbringen.' Die drei... Erwachten Meister?! Er meint doch nicht etwa die Abtrünnigen? 'Ihr habt vermutlich gerade schon erraten, von wem ich spreche? Das würde dem zusprechen, was man mir über euch erzählte, warum man euch im Kreise der Erwachten aufnehmen will...' Was wird das?! 'Sicherlich fragt ihr euch, was das werden soll... nun, lasst mich erklären: Wir, die Erwachten, haben uns von den Einschränkungen und der Kontrollgier der Gathering abgelöst, wir wollen frei jeglicher Beobachtung, unserer Leidenschaft nachgehen... und wir wollen euch in unserer Mitte haben.' Der Magier hätte selbst nicht für möglich gehalten, wie schnell er tatsächlich auf die Beine kommen konnte, aber jetzt stand er mit einer Hand am Schwertgriff vor dem Hünen, der doppelt so breit und locker zwei Köpfe größer war als er selbst.
    'Ihr wollt mich also in diesen Kreis irrer und engstirniger Verräter ziehen?!' Fragte er gereizt.
    'Nicht doch Arranges... Wir wollen euch an unserer Spitze haben... ihr habt so viel Macht, wie manche Meister in der Gathering, aber davon abgesehen, schmerzt es viele von uns, euch angekettet in eurer Position als Mentor zu sehen... jemand wie ihr hat mehr verdient... eben das freie Studium... ihr sollt nicht länger den Schoßhund für die Großmeister spielen...'
    'Was wisst ihr denn schon? Ich werde zu gar nichts gezwungen!'
    'Dann habt ihr euch eurem Schicksal wohl schon ergeben?'
    'Nein, ich bin gern und freiwillig Mentor... jetzt, da ich eine...' Etwas erschrocken brach Arranges ab. 'Jetzt, da ihr eine Schülerin habt und erkennt, wie so viel mehr Lohn die erfüllte Pflicht eines Mentors abwirft, als ihr ihn davor mit eurer Selbststudie und dem Drang nach immer mehr Wissen, erhalten habt?' Arranges stockte der Atem. 'Ja...' Keuchte er und war beinahe erstaunt über sich selbst.
    'Nun, das soll kein Problem sein... natürlich dürft ihr Erynn gern als Schülerin behalten... und um euch unsere wohlwollenden Absichten zu beweisen, stellen wir es euch frei, sie das Kaltblutritual abhalten zu lassen oder nicht... bleibt sie bei der Gathering, muss sie es durchlaufen...' Arranges stutzte einen Moment. Das ist völliger Schwachsinn, Erynn ist ja noch nichteinmal meine Schülerin, was also rede ich da... es macht keinen Sinn, auf dieses Angebot einzugehen... es sind Verräter... darüber hinaus schirme ich die Dunmer sowieso gegen die Großmeister...
    'Ich werde niemals auch nur daran denken irgendwelchen Verrätern beizutreten...!' Er riss die Klinge aus der Scheide. 'Ihr wisst, dass ihr keine Chance gegen einen Botschafter hättet...'
    'Und wenn schon... ihr könnt mich töten, aber nicht dazu bringen, euch in irgendeiner Weise zu helfen, bei was auch immer... verschwindet!'
    'Es ist traurig, wie sich der Gedanke an die Gathering in eurem Verstand festgefressen hat... Nun, vielleicht kommt ihr irgendwann zur Vernunft, lebt wohl Mentor Arranges Moryn.' Und damit war der Botschafter verschwunden.

  3. #3
    Erynn verlor keine weitere Zeit. Sie ging etwa zweitausend Schritte nach Norden, und es dauerte nicht lange, bis sie eindeutige Spuren fand. Ein Pfotenabdruck hier, tiefe Kratzer an einem Baumstamm dort. Um einen besseren Überblick zu bekommen, kletterte sie auf einen der großen, verwitterten Findlinge, welche hier in der Gegend verstreut lagen wie von Giganten geworfene und dann vergessene Murmeln. Ein guter Platz, entschied die Elfin. Groß und steil genug, um eine gewisse Sicherheit vor wütenden Bären zu bieten... Es würde ein verdammt gutes Auge und noch viel mehr Glück vonnöten sein, um eines dieser gewaltigen Tiere mit nur einem Schuß zu erledigen.
    Für eine Weile hockte sie still und beobachtete die Umgebung. Tatsächlich erblickte sie einen Bären, ein relativ kleines Exemplar mit dichtem, schwarzen Fell. Noch war es weit entfernt, näherte sich aber nach und nach immer weiter ihrer Position. Langsam, mit größter Vorsicht griff Erynn über ihre Schulter nach nach dem Köcher. Die Dremorapfeile, die sie aus dem Tor mitgebracht hatte, waren dank Gewicht und Durchschlagskraft geradezu ideal für ihr Vorhaben, wenngleich sie sich an die Flugeigenschaften erst gewöhnen mußte.
    Das Tier hielt inne, fletschte die Zähne und flehmte. Die Elfin erstarrte mitten in der Bewegung. Komm schon, nur noch ein paar Schritte näher... Der Bär jedoch hatte sie gewittert. Der unstete Wind mußte ihren Geruch zu ihm herübergetragen haben, und so entschied er sich, lieber das Weite zu suchen, anstatt sich etwas auszusetzen, daß er nicht einordnen konnte. „Verdammt...“

    Erynn wartete noch eine ganze Weile. Die Sonne versank zusehends hinter den Hügeln, vom Meer her zog leichter Nebel auf. Dann eben nicht. Im Morgengrauen zu jagen, ist mir ohnehin lieber. Sie kletterte von dem Findling herunter und lief in leichtem Trab zum Lagerplatz zurück. Der Kaiserliche hatte sich um das Lager gekümmert und saß am Feuer. Er sah nachdenklich aus, aber das tat er eigentlich immer. Wenn er nicht gerade wütend war.
    „Ich habe einen guten Ort gefunden und einen jungen Bären gesehen“, informierte sie ihn. „Ich glaube nicht, daß es der einzige hier in der Gegend ist – ich habe verschiedene Abdrücke und Markierungen gesehen.“ Wie um ihre Worte zu bekräftigen, warf sie mehr Holz auf das Feuer.
    Arranges antwortete nicht, und so wandte sie sich ihm zu und forschte in seinem Gesicht. Er sah nicht nachdenklich aus – jeder Muskel in seinem Gesicht war zum Zerreißen gespannt. Gathering! schoß es ihr durch den Kopf und sie fühlte, wie ihr das Blut aus dem Kopf in die Körpermitte schoß. Sie hockte sich neben ihren Begleiter, ihr Gesichtsausdruck wandelte sich schlagartig von zufrieden zu ernsthaft besorgt. „Was ist geschehen?“
    Geändert von Glannaragh (20.03.2011 um 19:05 Uhr)

  4. #4
    Sie gehen eindeutig zu weit... wird Zeit, dass sie vernichtet werden... es fehlt nur noch ein Siegelstein... und ich sitze hier und jage Bären anstatt dafür zu sorgen, dass diese Bastarde nicht noch weiteres Unheil anrichten können...

    Er bemerkte nicht, dass Erynn wieder zurückkam, ebenso drangen ihre Worte wie durch einen dicken Vorhang nur sehr verzerrt und unverständlich zu ihm durch. Erst, als sie sich neben ihn setzte und ihn tatsächlich direkt fragte, was los war, zuckte er zusammen. Er blickte der Dunmer in die Augen. 'Ein Botschafter der Abtrünnigen war hier...' Arranges sah wieder ins Feuer. 'Die Abtrünnigen wollten mich auf ihre Seite ziehen. Er hat versucht, mich mit Schmeicheleien zu ködern. Als ich ihm klargemacht hatte, dass das nichts wird, bot er an, dass ich, würde ich mich ihnen anschließen, mich entscheiden dürfte, euch als Schülerin ein bestimmtes Ritual abhalten zu lassen oder nicht... dabei geht es aber eher um die Anerkennung zum Mentor... aber das nur als Nebensache... die falschen Schweine haben vieles aus der Gathering übernommen, wollen aber eine eigene Gemeinschaft ohne das kontrollierte Studium, wie wir es in der Gathering haben, aufbauen... das kann ich allerdings nicht ganz glauben, es hat gute Gründe, warum die Gathering vieles beobachtet, was ihre Mitglieder tun... da ist noch etwas anderes...'

  5. #5
    Die Kriegerin hörte fassungslos zu, während Arranges erzählte. Die Bedrohung durch die Abtrünnigen, bisher ständig präsent aber irgendwie dennoch diffus und weit weg, war mit einem Schlage sehr viel näher gekommen. „Ich hätte nicht gedacht, daß sie so dreist sein könnten...“ flüsterte Erynn, dann verstummte sie wieder, stützte den Kopf in die Hände und dachte nach.
    Sie haben uns einmal gefunden, sie können uns ein weiteres Mal finden. Wissen sie, welchen Auftrag wir haben? Warum haben sie Arranges nicht getötet, und mich gleich dazu? Ist er wirklich mächtig genug, daß es den Versuch wert ist, ihn auf ihre Seite zu ziehen? Sie warf dem Beschwörer einen verstohlenen Blick durch ihre Finger hindurch zu. Hast du eine Schwachstelle, Nekromant? Gibt es etwas, mit dem die Abtrünnigen dich bedrohen oder verführen können, daß du die Seiten wechseln würdest? Und was habe ich damit zu tun? Was für ein Ritual?
    „Du hattest Recht“, sagte sie schließlich. „Ich habe die Situation unterschätzt.“ Mit einem Ruck stand sie auf, schob das Feuer auseinander und trat es aus. „Pack zusammen. Wir reiten nach Skingrad, jetzt sofort.“ Erynn sah sich zu ihrem Begleiter um. „Schau mich bitte nicht so an. Ich sagte doch schon, daß ich die Lage verkannt habe.“

  6. #6
    Und mit einem Mal saßen sie im Dunkeln. Was zur Hölle?! Arranges war völlig überrumpelt von ihrer sprunghaften Reaktion. Er hatte zwar den Drang dieser Verräterei den Garaus zu machen, aber so eine übertriebene Hetze war nicht angemessen, schon gar nicht jetzt, da sie vermutlich sowieso nicht nur mehr unter der Beobachtung der Gathering standen, sondern auch unter jener der Abtrünnigen, also ging der Wert von Erynns Impuls, jetzt so schnell wie möglich vorwärts zu kommen und den dritten Siegelstein zu holen, gegen null.

    'Nun mach mal halblang...!' Arranges stand auf und legte der Dunmer sachte eine Hand auf die Schulter um ihre volle Aufmerksamkeit zu bekommen. 'Es würde nichts bringen, jetzt zu hetzen... Wenn wir tatsächlich beobachtet werden, kann jede überstürzte Handlung hässliche Auswirkungen haben... Davon mal abgesehen warst du im Gegensatz zu mir nicht bei einem Heiler... du brauchst noch eher Ruhe...' Er konnte im Schein der Sterne sehen, dass sie ihm nicht so ganz abnahm, was er sagte. Er atmete hörbar aus. 'Glücklicherweise handeln wir nach meinem Gutdünken... und ja, ich entscheide, dass wir die Nacht hier verbringen werden...!' Er zog die Hand zurück, schob das Feuer wieder zusammen und entfachte es neu.

  7. #7
    „Ich brauch keinen Heiler. Es geht mir gut... nein, verdammt, es geht mir nicht gut! Sie ließ sich auf die Knie sinken und vergrub den Kopf in den Händen. „Ich habe noch nie einen praktisch unsichtbaren Feind im Nacken gehabt. Ich bin Jäger, keine Beute“, wisperte sie tonlos. „Außer vielleicht... in der Ruine, aber das... das war schnell vorbei. Ich will hier weg!“
    Erynn schluckte hart. Sie würde auf keinen Fall anfangen zu heulen, nein, diese Blöße würde sie sich nicht geben. Aber sie wollte weg von hier, irgendetwas tun, nur nicht diesen Moment ertragen müssen, in dem sie nicht handeln konnte.
    Dennoch, kopflos loszurennen, war tatsächlich keine gute Idee. Auf einer eher verstandesmäßigen Ebene begriff sie Arranges’ Argumentation, was jedoch nichts daran änderte, daß sie sich wie auf dem Präsentierteller und völlig ausgeliefert fühlte. Denk nach, Erynn, denk nach! Du mußt dich endlich beruhigen. Es half alles nichts. Die Situation war ihr schneller entglitten als sie schauen konnte, und jetzt bekam sie den Scherbenhaufen ihrer Vernunft nicht wieder zusammengesetzt. Sie wußte noch nicht einmal, warum sie gerade so empfand oder aus welcher finsteren Ecke ihres Geistes der Panikanfall sie angesprungen hatte.
    Trotz allem bewegte sie sich nicht, hielt still, als sei sie paralysiert und konzentrierte sich darauf, möglichst tief zu atmen. Lektionen aus der Anfangszeit in der Kriegergilde fielen ihr ein, aber angesichts der Realität war alle Theorie grau.

    Langsam verging die Attacke, und sie hob den Kopf, als halbwegs gescheites Denken wieder einsetzte. Sie verbog sich, bis sie im Schneidersitz saß, zog langsam ihr Schwert und legte sich die Klinge quer über die Oberschenkel. Der Anblick des kühlen Stahls gab ihr eine Art Sicherheit. „Also gut. Bleiben wir also hier.“ Ihr Blick schweifte über die dunkle Landschaft. Was zum Henker ist gerade geschehen? So kenne ich mich gar nicht...

  8. #8
    Zum Glück habe ich ihr nicht gesagt, was die Botschafter neben ihrer Hauptaufgabe der Nachrichtenübertragung noch für eine Funktion haben... gegen deren Waffenarsenal und Brutalität wirken viele der Meister eher wie ein schlechter Witz... Arranges widerstand dem Drang, einer blöden Bemerkung. Und zum Glück ist sie nicht wirklich meine Schülerin...

    Der Kaiserliche setzte sich neben Erynn und wartete, bis sie sich wieder beruhigt hatte. 'Mach dir keine Sorgen... der Botschafter wird nicht angreifen... und mit der Gewissheit beobachtet zu werden lebst du ohnehin schon, seit ich dich in Skingrad gebeten habe, mich zu begleiten... Und selbst wenn wir angegriffen werden sollten, hätte ich kein wirkliches Problem mit denen.' Das war schlicht gelogen. Einem Mensch oder Mer, der durch zahlreiche grauenhafte alchemistische und rituelle Widerwärtigkeiten zu einem Fleischberg, bestehend aus reiner Muskelmasse, messerscharfer Intelligenz und unzähligen Kilos Waffenstahl geformt wurde, hatte er nur wenig entgegen zu setzen. Aber er wollte Erynn ein wenig Rückhalt geben. Bei einem Blick auf das Schwert in Erynns Schoß fiel ihm wieder ein, dass er selbst ebenfalls nur ein Stahlschwert hatte. Verdammt, ich wollte mir in Anvil doch wieder ein Silberschwert kaufen...

    'Du wirst heute Nacht vermutlich keinen Schlaf mehr finden, oder?' Arranges erhob sich. 'Dann kannst du auch die erste Wache übernehmen.' Sagte er schließlich, während er zum Zelt hinüberging und damit begann, Arm- und Beinschienen, sowie die Stiefel auszuziehen. Er überlegte noch einen Moment und nahm dann den Rest seiner Rüstung ebenfalls ab. Schon bei dieser Aktion kündigte sich die Quittung an, die Arranges Körper für die unnatürliche und brachiale Heilung seiner Hüftverletzung ausgab. Die Heilkünste der Nord basierten auf einer anderen Grundlage. Der Körper war Tage danach meist sehr viel schneller erschöpft als im Normalfall und Arranges hatte diese Grenze gerade erreicht. 'Weck mich, wenn die halbe Nacht vorrüber ist... und bitte, mach keinen Blödsinn. Lass das Zaubern sein und lauf nicht Amok gegen die Pferde. Du wirst die Anwesenheit der Botschafter nicht bemerken, eher bildest du dir irgendetwas ein... du hast eigentlich nichts zu befürchten außer die wilden Tiere...' Meinte er noch müde, bevor er sich in das Zelt verkroch. Erleichtert richtete er sich unter der Plane ein und stellte fest, dass das Zelt von außern kleiner wirkte, als es tatsächlich war. Sich nicht weiter um den Platz scherend, bettete er sich großzügig und leicht schräg liegend auf der doppelt gelegten Decke auf dem Boden. Die gnadenlose Erschöpfung zwang ihn schließlich schnell in das Reich der Träume, ohne, dass er sich noch hätte weiter um Erynn oder sonstetwas hätte sorgen können.

  9. #9
    Ich werde bestimmt nicht anfangen hier rumzuzündeln, dachte sie und brachte es tatsächlich fertig, spöttisch zu salutieren. Die Erinnerung an das letzte Mal reicht mir völlig... Und nein, auch Schlaf würde sie in dieser Nacht kaum finden.
    Sie konzentrierte sich auf die Geräusche in der Umgebung, doch es war nichts Ungewöhnliches zu hören, als seien sie tatsächlich allein in der Wildnis. Vielleicht waren sie das auch, aber allein die Vorstellung, daß von irgendwoher unsichtbare Augen sie beobachteten, war zermürbend. Erynn zuckte zusammen, als Arranges anfing leise zu schnarchen, entspannte sich daraufhin aber gleich wieder. Wie konnte ich nur dermaßen austicken...? Verflucht, ich bin doch kein Kind mehr! Erynns Gedanken schweiften wieder zu der Gathering, jener Organisation, über die sie trotz allem, was sie gesehen oder gehört hatte, noch immer nur so wenig wußte. Tatsächlich wirkten die Mitglieder, welche sie auf dem Stützpunkt in Morrowind gesehen hatte, auf den ersten Blick tatsächlich so, wie sie sich einen Haufen verschrobener Gelehrter immer vorgestellt hatte: Roben, Versammlungen mit viel Palaver und Jungspunde, die in total übertriebener Ehrfurcht zu den Ranghöheren aufschauten. Die Kriegergilde war da pragmatischer. Natürlich gab es eine Rangordnung, aber einen Protektor allein aufgrund seiner Position auf einen fast gurumäßigen Sockel zu heben, war nicht nur undenkbar, sondern auch schlicht peinlich.
    Aber nur auf den ersten Blick... sie erinnerte sich, wie sie selbst zitternd vor den Großmeistern gestanden hatte wie das Kaninchen vor der Schlange. Die unglaubliche arkane Macht war selbst für ihre ungeübten Sinne spürbar gewesen und hatte sie getroffen wie ein Hammerschlag. Verstörend, bestenfalls. ... und genau deshalb ist es mir nach wie vor unverständlich, wie jemand die Stirn haben kann, sich aus diesem Verein rauszuwinden und dann auch noch die Dreistigkeit besitzt, völlig unverhohlen Mitglieder abzuwerben... das kann doch kein gutes Ende nehmen. Wie kommen diese Abtrünnigen bloß darauf, daß sie eine Chance haben könnten? Ich begreife das einfach nicht...
    In diesem Moment bereute die Kriegerin ehrlich, ihrem Begleiter versprochen zu haben in diesem Punkt nicht weiter nachzuhaken. So konnte die Antwort auf diese Frage wie so oft nur ‚verrückte Magier’ lauten, auch wenn das natürlich keine Details erklärte. Und sie hatte die Blackwood Company für ein Problem gehalten...

    Erynn hatte keine Ahnung, wie spät es wohl sein mochte. Der Abendnebel hatte sich verzogen, aber es hatte längst angefangen zu nieseln und schwere, dunkle Wolken verdeckten die Sicht auf Masser und Secunda. Das Zischen des Feuers, wenn die Regentropfen darauf trafen, überdeckte alle anderen Geräusche. Die Elfin überwand sich, stand auf und schritt einen Kreis um das Lager ab, um sich zu vergewissern, daß sich nichts und niemand unbemerkt nähern konnte. Ihr Blick wanderte zu den Pferden. Sie ließen die Köpfe hängen, aber während der Fuchs das Mistwetter mit stoischer Ruhe ertrug, schüttelte sich Falchion immer wieder und stampfte dann und wann unwillig mit den Hufen. Die Erkenntnis, wie sehr das Gebaren der Tiere dem ihres jeweiligen Besitzers ähnelte, ließ trotz ihrer Nervosität ein leichtes Lächeln über ihr Gesicht huschen. Nun, so lange ihr beide euch nicht aufregt, wird sich wohl kaum etwas Bedrohliches nähern...

    Sie kehrte zum Feuer zurück und wartete. Irgendwann drehte der Wind und trieb die Wolken nach Norden vor sich her, zerriß den finsteren Schleier an einigen Stellen und ließ Secundas schmale Sichel für einige Augenblicke hindurchschimmern. Es war tatsächlich spät geworden, die Nacht würde nur noch wenige Stunden dauern. Zeit, ein wenig Ruhe zu finden... wenn ich denn kann. Erynn weckte Arranges und verkroch sich dann selbst unter der Plane. Es dauerte nicht lange bis sie, erschöpft von ihren Grübeleien, in einen leichten, unruhigen Schlaf fiel.

  10. #10
    Arranges war noch längst nicht ausgeruht, als Erynn ihn weckte, aber nach einem kurzen Moment zwang er sich doch noch aus dem Zelt und setzte sich ans Feuer. Er hatte kein wirkliches Problem mit dem Gedanken daran, dass hier irgendwo noch dieser Botschafter war. Würde er es darauf anlegen, wären sie beiden innerhalb weniger Minuten einfach tot. Der Kaiserliche schichtete das Feuer nochmals ordentlich auf und wartete dann bis zum Morgengrauen.

    Es dämmerte gerade, als Arranges am Feuer sitzend, plötzlich den Kopf hob und angestrengt lauschte. Was war das? Ein entferntes Krachen trockenen Holzes hatte Arranges aufschrecken lassen. Der Magier erhob sich schwerfällig und blickte umher. Zu seinem Unbehagen spürte er leichte Erschütterungen im Boden. Als sein Blick zu den Pferden wanderte, sah er, dass diese die Ohren angelegt hatten und nervös mit den Hufen scharrten. Was zur Hölle ist das... Das Terrain Colovias war zudem auch noch eher schwer zu überblicken. Hohes, güldenes Gras versperrte den Einblick auf das Land rundherum. Die Pferde drehte den Kopf plötzlich in eine eindeutige Richtung. Arranges folgte ihrem Blick und erstarrte für eine Sekunde. Ein größeres Geschöpf mit dunklem Fell kam in gestrecktem Sprint auf ihn zu. Anhand dem Bisschen, was er erkennen konnte, lief das Ding auf allen vieren. Die Kreatur war noch gut 50 Meter entfernt, als der Magier sich langsam aber sicher ernsthafte Gedanken darüber machte, ob das Wesen nun angreifen würde oder nur einige Meter neben dem Lager ein Beutetier erblickt hatte...

    Ein lautes, tiefes Brüllen donnerte über das Lager hinweg, die Kreatur war heran und Arranges Ausdruck wandelte sich zum blanken Entsetzen. Ein außerordentlich großer Bär stürmte auf ihn zu und schien ihn als sein Frühstück erwählt zu haben. Der Nekromant handelte mehr instinktiv, als durchdacht, was er in nur wenigen Sekunden bitter bereuen würde... Er streckte einen Arm vor und kurz darauf erreichte ein Zauber die Bestie. Noch im Flug, stürtzte das Untier auf den Kaiserlichen zu, bevor der schwere Leib vom Eigengewicht über dem Magier auf die Erde gezogen wurde und ihn fast ganz unter sich begrub. Arranges bemerkte, wie ihm die Luft aus den Lungen getrieben wurde, sein gesamter Torso wurde gequetscht. Fellhaare behinderten seine Atmung, da auch sein Kopf beinahe ganz unter dem Bären begraben lag. Der Kaiserliche spürte die Atmung und das Grollen des Bärs, der sich nicht mehr aus eigener Kraft hochstemmen konnte. Und er selbst hatte nur einen Arm frei, der nicht unter dem massigen Leib begraben lag.

    Arranges brüllte so laut und viel, wie es die wenige Luft, die durch die dicke Wolle des Bärs drang, zuließ, nach Erynn, während er hektisch mit dem freien Arm winkte und wedelte.

  11. #11
    Erynn schreckte hoch, als sie das Gebrüll eines Bären vernahm. Von einem Moment auf den anderen war sie hellwach und sprang auf die Füße – gerade rechtzeitig um zu sehen, wie das massige Vieh von einem ihr nur zu bekannten Zauber getroffen wurde und den Kaiserlichen unter sich begrub. Für einen Moment stand sie fassungslos, fing sich aber schnell wieder. Sie stürzte zurück unter die Plane und löste das Seil vom Sattel des Rotfuchses. Hätte nicht gedacht, daß ich mal froh darüber sein würde, daß Arranges dieses Ding mit sich schleppt...
    Die Elfin hastete zu den Pferden. Falchion war, wie befürchtet, starr vor Schreck und zu nichts zu gebrauchen. Kurzerhand legte sie das Seil dem Fuchs um und ließ die Schlinge dabei so weit, daß die Hauptlast später auf seiner Brust statt auf seinem Hals liegen würde. Dann packte sie das Tier kurzerhand beim Schopf und führte es näher an den Bären heran. Es schnaubte nervös, war aber abgebrüht genug, um ihr zu folgen. Erynn band das andere Ende des Seils um den Hals des verhinderten Angreifers und eilte dann zu dem Roten zurück.
    „Zieh an“, schrie sie dem Tier entgegen und versetzte ihm einen leichten Schlag auf die Flanke. „Los, beweg dich!“

    Das Pferd verlor letztendlich die Nerven, als es feststellte, daß das Raubtier an ihm hing, verdrehte die Augen, bis fast nur noch das Weiße darin zu sehen war und stemmte sich mit Macht in das improvisierte Geschirr. Es wirbelte Grasbüschel auf, faßte schließlich Tritt und zog das Biest von dem Beschwörer herunter. Allein, stehenbleiben würde es in dieser Situation nicht mehr. Erynn ließ den Fuchs laufen, zog ihr Schwert und kappte das Seil. Es zersprang mit einem Knall, und der Fuchs stürmte zurück zu Falchion, dabei mehrmals ungezielt nach hinten auskeilend. Schnaubend, mit zitternden Flanken blieb er schließlich stehen und bedachte die Kriegerin mit einem eindeutig anklagenden Blick.
    Zufrieden, daß er sich nicht in den Resten des Seils verheddert hatte, wandte die Elfin sich wieder dem Bären zu. Ein älteres Männchen, aber glücklicherweise nicht allzu groß. Sie sprang auf seinen Rücken, setzte ihm die Spitze ihres Schwertes zwischen die Schulterblätter und trieb die Klinge weit in den Leib des Raubtiers. Es bäumte sich noch einmal eine Handbreit hoch auf, sogar gegen den Zauber, und lag dann still. Eine erstaunlich breite Palette an Flüchen lag Erynn auf der Zunge, aber sie schluckte sie alle herunter. Es war keine besonders geschickte Art, ihrer Sorge um den Magier Ausdruck zu verleihen. „Bist du in Ordnung?“ fragte sie stattdessen, als sie sich neben ihn kniete.

  12. #12
    Arranges hatte schon fest damit gerechnet, dass Erynn sich einfach aus dem Staub gemacht hätte und er hier unwürdig unter den Massen dieses idiotischen Bärs abkratzen würde, anstatt von dem Tier zerfetzt zu werden. Er sah keine Möglichkeit, sich von allein zu befreien, den Zauber zu lösen würde ebenfalls seinen Tod bedeuten. Um so erleichterter war er, als das drückende Gewicht endlich nachließ. Japsend und hustend sog er die Luft in seine Lungen. Aber schon nach zwei tiefen Atemzügen ließ er auch das bleiben, da sein Brustbein und allgemein der komplette Brustkorb mit den Lungen zusammen arg gequetscht worden war und ihm jetzt Schmerzen beim Atmen bescherte.

    Erynn kam von der Seite in sein Blickfeld. Sehe ich so aus, als wäre bei mir alles in Ordnung? Ja sicher doch, ich bin nur gerade eben von einem Bär plattgewalzt worden, aber sonst geht es mir hervorragend... mir ist schon klar, dass der Bär von deinen spitzen Knochen ganz automatisch wieder heruntergesprungen wäre... würde ich auch machen... aber sonst, danke der Nachfrage... 'Nein, bei mir ist nicht alles in Ordnung verdammt...!' Immernoch japsend und um Atem ringend, setzte er sich auf. Einen Augenblick später wuchtete er sich hustend und keuchend auf die Beine, während er allerdings mit einem Arm seinen Brustkorb umschlungen hielt. Wütend blickte er sich nach dem Bären um, als sein Blick auf das Tier viel, hob er die andere Hand, welche sogleich von einer in den Augen schmerzenden, grellen Flammenkugel eingehüllt wurde. Er fletschte die Zähne wie ein tollwütiger Wolf und sein Atem beschleunigte sich für einen Augenblick... Dann aber verpuffte der Zauber in seiner Hand wieder und sein Gesicht, ebenso wie sein Atem wurden entspannter.

    'Da, jetzt hast du deinen ersten Bären... da können wir die anderen drei grade auch noch erlegen...' Sagte er nur noch ein wenig außer Atem und ließ sich ohne den Arm um seine Brust sinken zu lassen, an einem der Baumstämme auf den Boden gleiten.

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