Träge schlug sie die Augen auf. War es noch immer hell, oder schon wieder, fragte sie sich, als sie ins Dämmerlicht blinzelte. Nein, die Sonne stand tief im Osten. Sie hatte tatsächlich den halben Tag und die Nacht verschlafen. Eigentlich hatte Erynn vorgehabt, noch einmal im Meer zu baden. Nach mehreren vergeblichen Versuchen gab sie es auf, sich erheben zu wollen. Dann würde sie eben einfach hier liegen bleiben, dachte sie sich – etwa für eine Stunde. Ihr wurde langweilig. Außerdem nervten sie die Fliegen, die immer lästiger um sie herumschwirrten. Und es war unbequem. Nicht zuletzt müßte sie sich mal dringend in die Büsche schlagen. „Verflucht...“
Arranges hat ganz andere Probleme als eine gebrochene Rippe, und hüpft trotzdem durch die Gegend... nicht zu fassen! Das gab letztendlich den Ausschlag. Sie spannte die Bauchmuskeln an, schwang ein Bein über das andere und wuchtete sich mit wildem Fauchen herum auf die Knie. Dort verharrte sie für einen Moment, bis sich die schwarzen Pünktchen vor ihren Augen verflüchtigten.

Diesesmal brannten die Schrammen nicht mehr so schlimm, als sie sich von den Wellen umspülen ließ. Erynn kehrte zum Feuer zurück und aß lustlos etwas von den Reiserationen. Sie konnte das Zeug jetzt schon nicht mehr sehen. Möglicherweise, so überlegte sie, könnte sie demnächst versuchen, ein paar Fische zu fangen.
Letzendlich überwand sie sich dazu, Arranges anzusprechen. „Wir sollten so langsam überlegen, wie wir hier wegkommen“, sagte sie, nachdem sie für eine Weile gegrübelt hatte. „In ein paar Tagen schaffe ich es vielleicht bis Beldaburo. Mit etwas Glück finde ich dort noch etwas Brauchbares, das die Banditen dort gehortet haben. Einen besseren Vorschlag habe ich leider nicht.“