Nach einer Weile bemerkte Arranges, dass Erynn wohl eingeschlafen war. Er ließ die Gespräche der letzten Stunden nochmals revue passieren. Aber mit seinen Gedanken kam er auf keinen grünen Zweig... alles lief immer wieder darauf hinaus, dass er sich gegen seinen Willen eingestand, dass Erynn mehr für ihn war, als nur ein Mittel zum Zweck. Er hätte das für sich selbst nur zu gern revidiert, aber jedes Mal, wenn er daran dachte, wie oder warum er auf diesen abstrusen Gedanken kam, drängten sich die Worte Erynns mit dieser widerlichen Stimme in sein Bewusstsein. Lieber ein Dremora... Warum immer die Hübschen? ... Lieber ein Dremora... Der Kaiserliche stand vor sich selbst und wusste nicht, warum er darüber so brütete. Blöderweise drängten mit diesem Gedankenansatz auch gleich noch mehr Dinge nach. Warum habe ich sie nicht einfach irgendwo sterben lassen? Ich hätte sie in Torrahs Schlammloch einfach liegen lassen können, dann hätte ich jetzt fast keinerlei Probleme... Arranges konnte sich keinen Reim darauf bilden, warum er jetzt, da Erynn nicht mehr nur auf ihn fixiert war, er sich darum so viele Gedanken machte...

Er versuchte sich irgendwie abzulenken. Erst wollte er meditieren, aber das war fast unmöglich mit seinen Verletzungen. Eine Weile stocherte er im Feuer herum, beschäftigte sich in Form von Streicheleinheiten mit seinem Reittier besah sich die Umgebung nahe des Lagers. Irgendwann wurde es schließlich doch dunkel. Der Kaiserliche kehrte zum Lager zurück und blieb neben der Dunmer stehen. Als er so in ihr beinahe friedliches Gesicht schaute, spürte er einen seltsamen Schmerz. Als würde ihm jemand in die Brust greifen und dort die Organe zerquetschen wollen... Das wird jetzt aber doch nicht das Gift sein... nein, unmöglich... Der Kaiserliche war sich nicht sicher, was er davon halten sollte, aber dieses seltsame Gefühl wollte nicht verschwinden. Er ging neben Erynn in die Knie und deckte sie bis zum Hals hin zu.

Erst als er sich wieder abwandte, verrauchte dieser komische Schmerz, der ihn aber irgendwie nicht behindert hatte, er war einfach da, ohne, dass Arranges hätte sagen können woher er kam... Arranges hielt die Nacht hindurch Wache. Mit dem Rücken zum Feuer, damit er die Dunmer nicht sehen musste.

Langsam schob sich die Sonne im Osten über den Horizont, als die Nacht wich. Der Kaiserliche hatte das Feuer erst vor ein paar Stunden nochmal ein wenig angefacht, aber trotz der knisternden Flammen hörte er, wie sich Erynn regte.