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Fossil
„Ihr habt Euch ja schon wieder kaputtgemacht“, gab sie mit einem Seitenblick auf den Beschwörer zurück, korrigierte die Haltung ihres Bogens und nahm die weiter entfernt stehenden Skamps ins Visier. „Man könnte fast meinen, Ihr genießt es von mir zusammengeflickt zu werden!“
Arranges blieb keine Zeit zur Antwort; die Angreifer waren heran. Erynn löste den ersten Pfeil und erwischte den ersten, ihr zweiter Pfeil verkohlte in einem heranfliegenden Feuerball. Sie duckte sich unter dem magischen Geschoß hinweg und legte ein weiteres Mal an. Diesesmal erwischte sie das Biest, mußte dafür aber einen weiteren Zauber hinnehmen, der ein größeres Loch in ihre Beinschiene riß und die Haut darunter versengte. Sie stöhnte gepeinigt auf, als ihre Haut Blasen schlug, und für einen Moment trübte sich ihr Blick. Kleine, verdammte Mistviecher! Jetzt reichts mir aber! Sie feuerte weiter, bis sich die Zahl der zauberwebenden Kobolde auf drei reduziert hatte. Die Skamps überdachten ihre Taktik und und gingen zum Nahkampf über. Schnatternd und Haken schlagend kamen sie auf die Elfin zu. Sie ließ den Bogen fallen und erwartete sie mit gezogener Klinge. Als der erste heran war, holte sie aus, während der kleine Daedra sich flink duckte und sie aus vollem Lauf rammte. Erynn taumelte zurück. Ehe sie sich versah, hingen die Biester an ihr wie zuvor an dem Daedroth und zerfetzten die schon arg mitgenommene Rüstung.
Vor Wut schrie sie auf und griff mit der Linken hinter sich nach einem Skamp, der es geschafft hatte auf ihren Rücken zu klettern. Sie spürte warmes Blut über ihr Gesicht rinnen, als das Mistvieh seine Krallen in ihre Kopfhaut schlug.
Sie bekam ein Ohr des Skamps zu fassen, beugte sich vor, wuchtete ihn über ihren Kopf und stach zu, als der Daedra auf dem Rücken landete. Die beiden anderen ergriffen die Gelegenheit und rangen die Kriegerin nieder, bis sie sich auf den Knien befand. Ihr blieb nichts anderes übrig, als ihr Gesicht mit den Armen zu schützen, fand keine Möglichkeit, das sperrige Schwert noch einmal einzusetzen. Der Dolch in ihrem Stiefel war bei der schnellen Schlagfolge, mit der die Skamps auf sie einprügelten, ebenso unerreichbar.
Endlich gelang es ihr, die Handgekenke eines der Angreifer zu packen. Sie zögerte nicht lange und stieß dem lästigen Vieh ihre Stirn in die Visage. Es kreischte, riß sich los und stolperte nach hinten, sah sie etwas desorientiert an, während ihm Sabber aus der Schnauze lief. Erynn riß das Schwert herum und schlitzte den dritten Skamp mit einem aufwärtsgeführten Streich auf, während sie aus der Drehung wieder auf die Beine kam. Sie machte einen raschen Ausfallschritt und ließ ihre Klinge vorzucken, stieß sie dem letzten Gegner tief in den Rachen. Keuchend stand sie für einige wenige Herzschläge über dem toten Körper, dann blickte sie auf und sah sich nach Arranges um.
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