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Ritter
200 Euro? Dafür bekommst Du, was gesamplete Orchester angeht, nicht mal nen Appel und ein Ei. Sie sind zwar in den letzten Jahren günstiger geworden - aber dennoch kommst Du mit 200 Euro nicht weit, auch wenn Du nun nicht mehr tausende von Euros für brauchbare Samples ausgeben musst.
Eine Library, welche Dir eventuell weiterhelfen kann und grundsätzlich schon mal alles enthält (sogar Deine Akustik-Gitarren, sowie Saxophone) ist die Symphonic Instrument Library von MOTU. (http://www.thomann.de/de/motu_sympho..._vstplugin.htm)
Erstaunlich gut für Thriller-Kompositionen und für Anfänger in diesem Bereich bieten sie wirklich alles (bis auf einzelne Spielweisen und Artikulationsbruchstücke). Sie ist für 250 Euros verhälrnismäßig günstig und natürlich um Galaxien besser als das normale Standard-MIDI. Und 8 GB an Samples ist ja auch nicht wenig (naja, eigentlich schon).
Mir persönlich gefällt sie nicht, was daran liegt, dass ich echte Orchester bevorzuge. Ich brauche eben etwas mit einzelnen Spielweisen, bei denen ich mir ein Stück richtig orchestriert bauen kann. Vor kurzem habe ich mir die sehr sehr preiswerte Orchesterlibrary East-West-Platinum-Schlagmichtot besorgt für knapp 1000 Euro. ( http://www.thomann.de/de/east_west_s...ra_plat_cp.htm ) Die kann aber alles. Gut, ein echtes Orchester wird sie niemals ersetzen können - der Ensembleklang, das Zusammenspiel eines echten Spitzen-Klangkörpers geht mir dabei schon ab - aber ich kann die Stücke technisch sauber und sogar schöner wie ein Laienorchester interpretieren lassen. Die für die Wiener Klassik typischen Violinenläufe (z.B. hier drin http://www.youtube.com/watch?v=amrA2...eature=related ) klingen jetzt endlich mal kratzbürstig und brachial und nicht mehr glattgebügelt, also nicht mehr nach Plastik. Das habe ich bisher sehr vermisst, da alles sehr kosmetisch geklungen hatte.
Abraten würde ich mittlerweile von der Halion Symphonic Library (Steinberg), weil hier einige entscheidende Instrumente fehlen und der Klang sich sehr "perfekt" präsentiert, eben zu sehr nach Samples.
Du musst Dir eben genau überlegen für was Du sie genau einsetzen willst. Willst Du wirklich Musik damit verkaufen, wäre eine Investition in die EastWest (die angesichts ihrer Fähigkeiten an sich nicht teuer ist) oder einige teuere Vienna Instrumente nicht verkehrt. Möchtest Du Ideen festhalten, Layout-Tracks gestalten oder die MIDI-Dateien zu RPG-Maker-Spielen aufwerten, so tut's auch das Symphonic Instrument oder die Halion, Miroslav oder wie sie sonst alle heißen.
Ich selbst arbeite mit einem Poutpouri aus der vor kurzem besorgten EastWest, der Vienna und einigen anderen Instrumenten - für Produktionen versuche ich jedoch (wenn sie jetzt nicht im sinfonischen Ausmaß sind) immer Musiker aufzutreiben und das Ganze echt aufzunehmen. Denn trotz 3000 Euro teueren Samples ist kein 100% realistischer Klang zu bekommen. Auch wenn die EastWest mit ihren 28 DVDs und rund 200 GB Samples schon wirklich sehr schön tut und teilweise richtig geil klingen kann (Bedienung und Einarbeitungszeit, Installation und Systemvoraussetzungen sind aber der Horror).
Einfach mal schauen, was Du damit machen möchtest. Grundsätzlich kann man vom Symphonic Instrument auch nicht abraten - klingt ja schon einigermaßen gut.
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