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Thema: [Vollversion] Wolfenhain

  1. #1861
    @ krimhild
    Danke für dein Fazit. Gerade wenn du noch gar keine Erfahrungen mit dieser Version des RPG-Maker-Kampfsystems hattest, sind deine Einschätzungen für mich besonders interessant, weil ich so auch mal etwas von der Höhe der Einstiegshürde erfahre. Ich glaube, der Schwierigkeitsgrad zieht in dieser Hinsicht in einem recht fordernden Tempo an. Zum Glück wurde es kein Abwürger, weil der Rest des Spiels lockte. Aber für künftige Projekte behalte ich den Punkt im Hinterkopf und baue ausgedehntere, optionale Übungsgelände in der Startphase ein, wenn Spielmechaniken zum Einsatz kommen, die halt nicht jeder kennt.

    Viel Spaß beim zweiten Durchgang. Wolfenhains Minispiele sind auf jeden Fall eine gute Vorbereitung auf die Reise ins All. Beim dortigen Meteoritenschauer musst du "nur" eine Minute durchhalten.

  2. #1862
    Hallo, real Troll. Ich habe mich extra hier angemeldet um dir meinen Dank und mein Lob auszusprechen. Ich bin gestern aus Zufall auf dieses Spiel gestoßen, habe es mir runtergeladen und ohne große Erwartungen losgelegt. Ich habe schon in der Vergangenheit viele Maker-Spiele angezockt, aber irgendwie waren die alle nichts für mich und ich konnte nicht wirklich in die Spiele eintauchen ( Sage jetzt nicht welche, da ich niemanden schlechtreden möchte )

    Und dann kam Wolfenhain.....

    Von der ersten Spielminute an hat mich dieses Spiel total in seinen Bann gezogen und obwohl ich noch nicht wirklich weit bin, ( Gerade durch den Räuberwald durch ) möchte ich schon mal meinen Ersteindruck beschreiben:

    Die Charaktere und die Story sind unglaublich gut geschrieben und miteinader verwoben. Selbst bei großen kommerziellen Spielen wie Final Fantasy habe ich mich noch nie so schnell in die Charaktere und die Spielwelt verliebt wie bei Wolfenhain. Ich bin regelrecht darin eingetaucht und habe alles andere um mich herum komplett ausgeblendet. Das hat bisher KEIN anderes Spiel so gut geschafft.

    Die Optik ist umwerfend. Fällt einem schon fast schwer zu glauben, dass es ein "Laiengemachtes Maker-Spiel" ist. So viele kleine Details, die die Welt wirklich lebendig, liebenswert und magisch machen. Eine Wunderbare Dichte und Atmosphäre. Man kommt sich wiklich vor wie in einer anderen Welt und es fühlt sich an wie ein großes, episches Abenteuer und nicht wie irgendein dahingerotzter 08/15 Kram.

    Die Musik passt perfekt zum Setting und untermalt die einzelnen Gebiete wirklich hervorragend gut. ( Wurde die Musik eigens für Wolfenhain komponiert ? Kommt mir nämlich so vor. Falls es so ist, ein großes Lob an den Komponisten ) Besonders die Kampfmusik ist einfach nur awesome und hat mir beim ersten Hören 'ne richtige Gänsehaut beschert. Epischer geht's nicht.

    Der Humor im Spiel kommt sehr gut rüber, ohne die eigendlich ernste Geschichte lächerlich wirken zu lassen. Sehr gut umgesetzt. Großes Plus.

    Nun zum Gameplay:

    Obwohl das Kampfsystem eher Standart ist, hat doch jeder Charakter seine ganz eingenen Talente und Fähigkeiten / Stärken und Schwächen. Besonders das Feature mit Waldrada's Eule gefällt mir ungemein gut und ist super umgesetzt.

    Auch die speziellen Fähigkeiten ausserhalb des Kampfes sind toll, machen Spaß ( Schlösser knacken / Fallen entschärfen / Zutaten sammeln & Tränke brauen / Eulenwissen ) und geben jedem Charakter noch einmal besondere Tiefe und Liebenswürdigkeit.

    Ich habe gerade erst angefangen und doch gab und gibt es schon so viel zu entdecken. Überall warten kleine und große Geheimnisse darauf gelüftet zu werden und die jetzt schon große Masse an Quests macht Hunger auf das was da wohl noch kommen mag. Einfach klasse. Ich find's super wie das Spiel dazu anregt sich in jedem Gebiet möglichst lange aufzuhalten, um ja nichts zu verpassen.

    Fazit meines Ersteindrucks:

    Ich kann's kaum erwarten weiterzuspielen, die Geschichte weiter vorran zu treiben und weiter in diese wunderschöne Welt einzutauchen.
    Man merkt, dass sich da jemand wirklich sehr viel Mühe gegeben hat und das weiß ich sehr zu schätzen. Ein herzliches Dankeschön für deine tolle Arbeit, real Troll.
    Wolfenhain hat jetzt schon das Potential mein absolutes Lieblingsgame aller Zeiten zu werden.
    Wenn ich durch bin werde ich nochmal ein ausführliches Gesamturteil dazu schreiben.
    So, genug jetzt, ich muss unbedingt weiterzocken und mich verzaubern lassen.

    Geändert von Gisulf91 (11.08.2017 um 14:29 Uhr)

  3. #1863
    Gisulf: RealTroll ist ohne Frage unser Bester! ^^

  4. #1864
    Hey Gisulf91,

    real Troll hat noch weitere, großartige Spiele gemacht. Solltest du eines Tages mit Wolfenhain durch sein, guck dir unbedingt "Die Reise ins All" an; hat zwar mittlerweile schon wieder schlappe 10 Jahre auf dem Buckel aber ist ähnlich großartig.

  5. #1865
    @ Gisulf91
    Vielen Dank für deine Eindrücke. Ich freue mich über die Begründungen des Lobs fast noch mehr als über das Lob selbst, denn gerade weil Menschen nun mal unterschiedlich sind, ist mir das "weil" in den Ausführungen beinahe noch wertvoller als die das Ego natürlich ungemein schmeichelnde Anerkennung.

    Inzwischen bin ich ganz gut darin geworden, meine Ideen mit den Mitteln des RPG Makers in etwas Spielbares zu verwandeln und ich hoffe, man merkt dem Ergebnis an, dass ich weder den Spaß am Entwickeln noch das Interesse selbst an Kleinigkeiten verloren habe. Im besten Fall bereitet das fertige Spiel nicht nur ein paar launige Tage, sondern wirbt zugleich auch noch für die Möglichkeiten des Makers. Ganz von allein bauen sich die Spiele natürlich nicht und ich bin auch im Rückblick noch froh, mich gleich zu Beginn dieses möglichkeitsreichen Projektes voller Nebenaufgaben und Entdeckungen für eine kompakte Heldengruppe entschieden zu haben. Bei einem Trio rutscht mir kein Charakter weg, ich behalte die Figuren im Blick und das kommt ja nicht zuletzt der Dialogqualität und der Gruppenspielmechanik zugute.
    Auch in einer zweiten Hinsicht baute sich das Spiel nicht von allein: Die schöne Musik stammt von The_Attidude, der "Wolfenhain" die Melodien auf den Leib komponierte.

    Ich bin schon sehr neugierig, ob sich der positive Ersteindruck auch über den weiteren Verlauf halten kann.


    @ Daen vom Clan
    Mein zartes Erröten schiebe ich mal auf die Aufregung wegen der jüngsten Folge "Game of Thrones".

    @ Stille
    Ich empfehle ja als Einstieg in mein "Œu­v­re" das letzte Level von El Dorado 1. Das siebt direkt erbarmungslos aus.

  6. #1866
    @ real Troll:

    Ich werde dich auf jeden Fall auf dem Laufenden halten wie es mir gefällt.
    Mal eine Frage: Wie lange hat die Entwicklung insgesamt gedauert, vom Start bis zur aktuellen Version 3 ? Würde mich brennend interessieren.

  7. #1867
    Zitat Zitat von real Troll Beitrag anzeigen

    @ Stille
    Ich empfehle ja als Einstieg in mein "Œu­v­re" das letzte Level von El Dorado 1. Das siebt direkt erbarmungslos aus.
    Keine Sorge, an deinen etwas kürzeren Projekten werde ich mir zukünftig noch genug Zähne ausbeißen Aktuell bin ich selbst noch mit Wolfenhain beschäftigt und schwer beeindruckt. Bin gerade mit dem 3D-Dungeon fertig und ja, danach war es erstmal ein wenig seltsam, alles wieder aus der gewohnten Perspektive zu sehen - was mich daran vor allem beeindruckt, ist, dass der Spruch der Spielfigur hervorragend den Zustand des Spielers wiedergibt - so etwas gibt es wirklich nur in deinen Spielen.

    Zitat Zitat von real Troll Beitrag anzeigen
    Bei einem Trio rutscht mir kein Charakter weg, ich behalte die Figuren im Blick und das kommt ja nicht zuletzt der Dialogqualität und der Gruppenspielmechanik zugute
    Das habe ich (in meinem LP) auch schon oft angemerkt und ich würde es vielen anderen Entwicklern auch empfehlen. Richtige Charaktere mit Tiefgang zu schreiben ist nicht so einfach, wie manch einer es gern hätte^^ Ich muss auch sagen, dass ich bei der Allreise manchmal das Gefühl gehabt habe, als wäre die Kreatur ein wenig stiefmütterlich behandelt worden - ich will jetzt nicht zu viel Blödsinn quatschen, aber Macki, Heisen und Eleonore kamen mir irgendwie runder vor.

  8. #1868
    @ Gisulf91
    Ich kann sehr genau sagen, wann ich mit "Wolfenhain" angefangen habe: Anfang 2009.
    Wesentlich schwieriger nimmt sich die Schätzung der Netto-Arbeitszeit aus. Zum einen besteht der größte Teil des Zeitraums aus allem Möglichen anstelle von "Wolfenhain", weil ich als Hobbybastler den schönen Luxus genieße, nur dann etwas zu machen brauche, wenn ich Zeit (1), Lust (2) und Ideen (3) habe. Ich halte mich für kreativ und interessiert, aber den größten Teil meiner freien Zeit hatte sich das genannte Trio gar nicht eingestellt, also habe ich was anderes gemacht. Und zum anderen habe ich mitten während der Arbeit an "Wolfenhain" einfach noch eine ganz andere Vollversion entworfen sowie fertiggestellt ("El Dorado 2"). Das wäre wohl in jedem anderen Zusammenhang als dem der reinen Hobbybastelei wahnwitzig.
    Mir war allerdings von Anfang an klar, dass ich wohl sehr lange an "Wolfenhain" sitzen werde, umso wichtiger war es, dass es mir gelang, ein Spielethema zu wählen, zu dem ich in all den Jahren über die vielen Pausen immer wieder zurückgefunden habe. Es hilft, wenn man sich selbst kennt.

    @ Stille
    Nein, nein, das ist kein Blödsinn, sondern dein Eindruck der empfundenen Hierarchie in der "Allreise" entspricht genau dem konzipierten. Ich hatte von Mackwitz als den klaren Haupthelden angelegt. Er ist die Entenmama, dem der Rest abgestuft hinterherwatschelt - und ja: die Kreatur ganz hinten. Für "Wolfenhain" wollte ich eine Truppe aus gleichberechtigteren Charakteren. Auch wenn die Geschichte an Gisulf aufgehängt wird, sind die beiden Begleiter (hoffentlich) nicht nur seine Anhängsel, vielmehr mit ihrem eigenen Charakter immer wieder präsent und für den Handlungsverlauf auch weitaus formgebender als Heisen, Eleonore und die arme Kreatur.
    Vielleicht traue ich mich irgendwann einmal an ein im Wolfenhain'schen Niveau ausgearbeitetes Heldenquartett in einem langen Spiel, aber das ist derzeit noch Zukunftsmusik.

    Geändert von real Troll (10.08.2017 um 18:29 Uhr)

  9. #1869
    @real Troll:

    Wow. 2009 ist ja echt schon 'ne Ecke. Aber harte Arbeit zahlt sich halt aus, wie man sieht.... Und wie man das sieht....

    Ich wollte dich ja wie gesagt auf dem laufenden halten wie es mir gefällt. Ich bin jetzt schon so geflasht und beeindruckt, dass ich's kaum in Worte fassen kann, deswegen mach' ich's einfach mal Stichpunktartig:

    -So unendlich viele tolle Quests, die abwechslungsreich sind und Spaß machen
    -Perfektes Balancing ( Bis jetzt war es nie zu leicht oder zu schwer )
    -Die Mini-Games sind herrlich: Vom balancieren der Suppenschüssel, über das Wirtsspiel, dem Bogenschießen, das Plündern der Schatzkammer der Räuber, der Sichtblockade, dem ausweichen der Felsen beim Boot fahren, bis hin zum MSG-artigen Sneakvergnügen im Piratenversteck. Toll.
    -Ich find's super, dass das Spiel nicht Grindlastig ist, so freut man sich über jeden Kampf, anstatt aufgrund von Millionen Zufallskämpfen frustriert zu sein.
    -Erkundungsdrang und Neugier werden mit EP belohnt. Gefällt mir.
    -Die Random-Ereignisse auf der Weltkarte machen die Welt noch lebendiger.
    -Fähigkeiten werden nicht nur durch leveln gelernt, sondern auch durch Quests. Hab ich in der Form noch nie erlebt. Großes Plus.
    -Man ist durch die kleinen verschleierten Hinweise immer motiviert weiterzumachen, um mehr über die Charaktere zu erfahren ( z.B. Brun's dunkle Vergangenheit )
    -Rumpelzwack ist der beste Seine Lache und sein Face sind Gold wert. ( Als er das erste mal aufgetaucht ist, bin ich vor Lachen fast vom Stuhl gefallen )
    -Ich hab noch nie beim alleine Spielen so viel und so laut gelacht wie bei diesem Spiel.
    -Gisulf kann Harfe spielen? AWESOME !!!!
    -Ich find's gut, dass die Waffen aufgewertet werden, anstatt dass man immer neue finden muss. Hab' ich so auch noch nie gesehen.
    -Die aufgewerteten, magischen Waffen kommen einem durch ihere besonderen Namen und Effekte wirklich magisch und mächtig vor.
    -Das Waffenwechsel-System bringt taktische Tiefe in die Kämpfe.
    -Die Spezialfähigkeiten bei unter 25% HP sind total geil.
    -Wenn man gegen 2 gleiche Gegner kämpft, sieht einer immer ein Bisschen anders aus als der andere. Echt klasse gemacht.
    -Die Dörfer und Städte sind alle total unterschiedlich und jedes hat seinen ganz besonderen Charme. ( Schildfurten ist die schönste Stadt, die ich je in einem RPG erkunden durfte )
    -Der Brückentroll und die Rätselköpfe bringen das Hirn in Schwung.
    -Man kann mit fast allem interagieren, egal wie unscheinbar es ist und so mehr über die Welt erfahren
    -Das Questlog ist in die Geschichte eingebaut und aus der Sicht von Brun geschrieben ( Total einzigartig & lässt die Story lebendiger und glaubwürdiger wirken )
    -Einer der besten Soundtracks, die ich jemals gehört habe. Bei jedem neuen Gebiet erstaunt mich das Talent von "The_Attidude" immer wieder aufs Neue. Meisterhaft.

    Es ist einfach unglaublich wie gewaltig dieses Spiel ist und wie viel Liebe zum Detail darin steckt.
    Ein großartiges, wunderschönes & episches Meisterwerk, dass meiner Meinung nach selbst die größten, kommerziellen Titel bei weitem in den Schatten stellt. Und obwohl ich noch nicht einmal durch bin, kann ich jetzt schon sagen, dass Wolfenhain das beste Spiel ist, dass ich jemals gespielt habe.

    @Stille:

    Danke für den Tipp. Werd ich mir anschauen, wenn ich bei Wolfenhain durch bin.

    Geändert von Gisulf91 (11.08.2017 um 16:25 Uhr)

  10. #1870
    @ Gisulf91
    Ich freue mich allein schon beim Lesen der Liste, wie viel von dem, was ich an Gedanken und Konzepten einbaute, während des Spielens auffällt und Eindruck hinterlässt. Zunächst ist es für mich immer eher eine Art Wette, inwieweit den anvisierten Spielern denn tatsächlich gefällt, was ich mir so überlege. Bei manchen Bestandteilen bewege ich ich immerhin noch auf dem sicheren Grund des Erprobten, wenn ich beispielsweise auf Abwechslungsreichtum setze, um den Entdeckerdrang erst zu ködern und dann eben auch mit der implementierten Verschiedenartigkeit zu belohnen. Andere Komponenten wiederum waren ein Risiko; etwa die Art, in der ich - inspiriert von den alten Sagen - keine Schwemme an magischen Waffen mit sich immer höher schraubender Progression offerierte, sondern ganz wie in den sagenhaften Vorbildern die magische Waffe etwas Besonderes sein ließ und ich bin froh, dass es so, wie ich es umgesetzt habe, für die Meisten funktioniert.

    Konzeptionell sehr interessant ist dann die Kompilation all der Einzelheiten zu einem ganzen Spiel, das mehr sein soll als eine bloße Feature-Liste. Mal habe ich vom angestrebten Spielzuschnitt aus gedacht und aus dieser Richtung nach möglichst einfüglichen Spielbestandteilen gesucht. Dann wiederum habe ich mich von ganz isolierten Einfällen verführen lassen und überlegt, wie ich sie so umformen kann, bis sie als Zubehör taugen. Und schließlich habe ich auch einfach so etwas ins Spiel getreten, weil ich in dem Moment Lust darauf hatte, was die Genese der meisten Minispiele bereits vollständig beschreibt.

    Danke für die beflügelnde Rückmeldung und auch weiterhin noch viel Spaß.

  11. #1871
    Aus aktuellem Anlass (= TrueMGs LP-Part 119): Deine Rätselhilfefee beim Fässerrätsel während der Flussschifffahrt muss nochmal in die Delfinschule, denn sie vertauscht Steuerbord und Backbord. Schließlich ist der Bug ja unten und somit ist Steuerbord auf der linken Bildschirmseite.

    Außerdem aus reiner Neugier meinerseits: Dem Schildfurtener Markthändler aus dem weit entfernten Süden kann man für seine Infos ja (nahezu) beliebig viel Geld geben. Gibt es einen Schwellwert, ab dem man ihm aufgrund der gezeigten Großzügigkeit eine besondere Reaktion abverlangt? (Nach absolvierter "Obere 10.000"-Quest hätte ich keinerlei Bedenken, Gold in EXP umzuwandeln. Davon können Alchemisten sonst nur träumen!)

  12. #1872
    Zitat Zitat von Ark_X Beitrag anzeigen
    Aus aktuellem Anlass (= TrueMGs LP-Part 119): Deine Rätselhilfefee beim Fässerrätsel während der Flussschifffahrt muss nochmal in die Delfinschule, denn sie vertauscht Steuerbord und Backbord. Schließlich ist der Bug ja unten und somit ist Steuerbord auf der linken Bildschirmseite.

    Außerdem aus reiner Neugier meinerseits: Dem Schildfurtener Markthändler aus dem weit entfernten Süden kann man für seine Infos ja (nahezu) beliebig viel Geld geben. Gibt es einen Schwellwert, ab dem man ihm aufgrund der gezeigten Großzügigkeit eine besondere Reaktion abverlangt? (Nach absolvierter "Obere 10.000"-Quest hätte ich keinerlei Bedenken, Gold in EXP umzuwandeln. Davon können Alchemisten sonst nur träumen!)
    Die Antwort habe ich in der Komplettlösung gegeben. Da es nur 4 Stellen gibt ist 9999 das Maximum. Ich habe damals nur die EXP bekommen.

  13. #1873
    @ Ark_X
    Markthändler: Ich hoffe, die Hauptreaktion spielt sich beim Spieler ab. Immerhin ist das mal eine Spielmechanik, mit der man aus Gold des Rollenspielers Liebstes spinnen kann. Und so viele Spiele, die auch noch bis zum Schluss etwas bieten, was das Geld wertvoll sein lässt, fallen mir gar nicht ein. Natürlich meinst du die Frage vor allem auf das Innenleben der Spielwelt bezogen, aber zur 10.000er-Grenze hat Firefly ja schon geschrieben.

    Fässerfee: Diese Süßwassermatrosin!


    @ Firefly84
    Lang lebe die Komplettlösung.

  14. #1874
    @real Troll:

    Zitat Zitat von real Troll Beitrag anzeigen
    Konzeptionell sehr interessant ist dann die Kompilation all der Einzelheiten zu einem ganzen Spiel, das mehr sein soll als eine bloße Feature-Liste.
    Das ist dir perfekt gelungen.

    Noch ein paar Dinge, die mir gefallen / aufgefallen sind:

    -Das Balancing der Ressourcen / Gold:
    Man hat nie zu viel Gold. Man kann nicht einfach wie in anderen Spielen unendlich viel Gold durch grinden farmen und sich einfach blind alles kaufen. Gleichzeitig wird dadurch Überlevelung quasi unmöglich gemacht. Man muss immer haushalten und abwägen: Kauf ich mir die fette Paladinrüstung oder doch lieber Tränke, um im nächten Bosskampf nicht abzukratzen? So wird der Spielspaß um ein Vielfaches erhöht, meiner Meinung nach.

    -Die große Bewegungsfreiheit / Entscheidungsfreiheit:
    Echt klasse, dass man sich immer frei entscheiden kann wann man was macht und wie man es macht. Man wird nie dazu gezwungen unbedingt mit der Hauptquest weiterzumachen, wenn man nicht will. Oft kann man sich aussuchen wer einen kleinen EP-Bonus bekommen soll und die Entscheidungen verändern die Handlung. Und trotz der großen Freiheit kam ich mir bis jetzt nie "verloren" vor oder bin ohne Ziel umhergeirrt. Alles ist kompakt genug, aber du hast es hinbekommen, dass es sich trotzdem riesig anfühlt. Eine Glanzleistung.

    -Immer wieder gibt es Ereignisse und Dinge zu entdecken, die einfach nur megalustig sind und das ganze auflockern:
    Die Anderwelt-Quest ist soooo lustig gewesen. Hat mich sehr überrascht und unterhalten und kam komplett unerwartet.
    Oder die Fun-Gegenstände wie der Magische Ring und der Eimer dieses Bauern aus Kornweil. Da rettet man den kleinen Rumpelzwack und bringt ihm sein geliebtes Pfeifchen zurück und als Dank verarscht er einen einfach nochmal so richtig hart. Hab mich totgelacht.

    Das Bonusdungeon ist der Wahnsinn. Ich hab früher voll gerne diese Dungeon-Crawler gezockt und es war wie eine Reise in die Videospiel-Vergangenheit. Ganz große Klasse. Hat mich auch total überrascht. Hätte ich nicht mit gerechnet und hat mir echt 'n Grinsen auf's Gesicht gezaubert.

    Ich jage gerade weiterhin dem bösen Zauberer hinterher und zu Story / Charakteren / World Building möchte möchte ich auch noch was loswerden:

    -Die Geschichte ist total fesselnd. Wie ein richtig gutes, interaktives Buch, dass man liest:
    Alles baut sich langsam auf. Nichts wird vorweggenommen und man ist als Spieler die ganze Zeit interessiert wie es weitergeht, aber trotzdem wird man nicht zu sehr im dunkeln gelassen, als dass man zu verwirrt ist und nichts peilt. Einfach sehr gutes Pacing. Wenn es richtig abgeht mit dem Nebel und den Untoten und man den Zyklopenberg besteigt, kommt das einem schon vor wie Endgame, aber falsch gedacht: Da gehts erstmal überhaupt richtig los. Total klasse.

    -Kein Charakter kommt zu kurz:
    Jeder der 3 Charaktere bekommt so viel Charakterentwicklung und Backstory. Man kann sich wirklich mit ihnen identifizieren und selbst wenn man die Art von einem zu Anfang noch unsympathisch findet, klärt sich immer auf WARUM sie so sind wie sie sind und so handeln wie sie handeln, anhand iherer Backstory. Richtig tolles Storytelling.
    Sogar die ganzen Nebencharaktere sind extrem ausgearteitet, haben ihre eigenen kleinen Storys, Backstorys und sogar eigene Facesets. Keiner von ihnen wirkt Fad oder leblos.

    -Die Welt ist unglaublich umfangreich, lebendig und voller Details:
    Jeder Ort und jede Stadt / Dorf hat seine eigene Geschichte und die Menschen ihre ganz eigenen Sorgen und Probleme. Die Kleinigkeiten und Details, die die Menschen beschäftigen und erzählen lassen alles, für ein High-Fantasy Setting, so glaubwürdig wirken. Ihr Kampf ums Überleben, Sorgen wegen der Ernte und dem Vieh, Familienstreitereien, die Flucht vor den Untoten. Nichts wirkt aufgesetzt oder wie sinnlose Lückenfüller und alles flechtet sich wunderbar mit der Story zusammen.
    Die vielen verschiedenen Gottheiten sind total interessant. Man freut sich immer wenn man irgendein neues Schriftstück oder eine Steintafel findet von denen man mehr über sie erfährt und über die Motive der verschiedenen Menschen, die diese anbeten.
    Durch die Art und Weise wie die leute reden und wie alles geschrieben und beschrieben ist, kommt man sich wirklich vor wie in einer mittelalterlichen Welt. Kein neumodisches "Ey.Yo. Digga.", sondern Sprache und Dialoge, die richtig in das Flair passen. Atmosphäre, Atmosphäre, Atmosphäre.

    Geändert von Gisulf91 (13.08.2017 um 14:46 Uhr)

  15. #1875
    Zitat Zitat von Firefly84 Beitrag anzeigen
    Die Antwort habe ich in der Komplettlösung gegeben. Da es nur 4 Stellen gibt ist 9999 das Maximum. Ich habe damals nur die EXP bekommen.
    Das bei 9.999 Schluss ist, war mir aufgrund der Stellenzahl auch klar. Ich meinte nur, dass damit durch die Voraussetzung für die "Obere 10.000"-Quest mehr oder weniger gesichert ist, dass man dieses Geld auch hat.

    @real Troll: Mir kam einfach in den Sinn, dass ab einem bestimmten Betrag (ca. 1.000 Gold aufwärts) jeder normale Mensch vermutlich aus den Latschen kippen würde, wenn er diese Menge für eine einfache (wenn auch einträgliche) Information erhält. Bei deiner Detailliebe in der Ausgestaltung auch jeden noch so unbedeutenden nicht permanent präsenten Charakters hätte mich so etwas zumindest nicht überrascht.

  16. #1876
    @ Gisulf91
    Hui, mehr Lesefutter. Vielen Dank für die übersichtliche Gliederung und die Details, hier insbesondere die Argumentation mit klaren Kriterien. Mittlerweile bilde ich mir zwar ein, auch weniger begründende Beiträge entschlüsseln zu können, aber die Luxusvariante ist mir natürlich umso lieber, wenn klipp und klar gesagt wird, das kommt so und so an, weil.
    Und um nun selbst etwas Wasser in den Wein zu träufeln: Naja, als regelrecht perfekt sehe ich mein Spiel nun nicht an. Ich brauche zwar für gewöhnlich mehrere Monate der Rückschau und Nachbetrachtung, bis ich dank Abstand und angehäufter Gedanken festmachen kann, wo es noch hakt und wo es selbst für Geschmäcker haken könnte, auf die ich doch eigentlich abzielte. Aber aus solchen Überlegungen schlüpfen ja wieder neue Ideen für neue Spiele. Gut finde ich, wie ich die schiere Menge an Spielmaterial so organisiert habe, dass ein durchschnittlich verwegener Spieler nicht vom Angebot erschlagen wird. Schlecht finde ich, dass ich mich immer noch nicht an ein tiefes Charaktersystem rantraue. Ich weiß zwar, warum ich bisher die Finger davon gelassen habe, aber gute Gründe allein sind kein Trost. Aber was klage ich hier rum? Du schreibst so einen beschwingenden Text. Da lächle ich lieber in den Abend hinein und habe gute Laune.

    @ Ark_X
    Bei einer so honiggolden überzogenen Bitte habe ich ja gar keine andere Wahl, als ihr umgehend nachzukommen. Die 1.000 Gold scheinen mir auch eine sehr passende Grenze, ab der Entzückungsausrufe einsetzen können.

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