Ich denke, man kann das Umfeld schon mit einbeziehen, als möglichen Einfluss oder so - man sollte nur verhindern, freudianisch tot-endgültige Urteile zu fällen.
Und ja, wenn es um das Frauenbild geht, sind seine Bücher natürlich bessere Quellen!
Ich denke, man kann das Umfeld schon mit einbeziehen, als möglichen Einfluss oder so - man sollte nur verhindern, freudianisch tot-endgültige Urteile zu fällen.
Und ja, wenn es um das Frauenbild geht, sind seine Bücher natürlich bessere Quellen!
Ich denke, bei Fontane ist das sehr schwierig in Einklang zu bringen. Wenn ich mich recht entsinne, ist der empirische Autor im bürgerlichen Realismus wenig von Interesse, weil ein absoluter Wertekanon Gestalten und Motive überzeichnet. War ziemlich charakteristisch für die Gründerzeit, dass man sich vom Persönlichen entfernt hat (zumindest, wenn ich das jetzt nicht epochal durcheinanderhaue). Fontane wird erst im Spätwerk persönlicher, als er auch zunehmend gesellschaftskritisch und politisch wird (Angaben ohne Gewähr).
Aus diesem Grund halte ich es auch für fragwürdig, ob sich über den biographischen Fontane irgendein Frauenbild herauskristallisieren lässt. Ich würde an deiner Stelle lieber über die Epoche gehen. Im poetischen Realismus bedient man sich eher allgemeiner Problematiken, deshalb lassen sich in dieser Zeit auch unterschiedliche Romantypen ausmachen - der Gesellschaftsroman im Großen und Ganzen in verschiedenen Motivformen, wie beispielsweise Ehebruch bzw. Liebe über die Konvention hinaus oder Bildung oder Besitz. Ebenso allgemein sind dann eben auch die Prototypen der Charaktere, die zwar beispielsweise bei Fontane alle durch ihre Einzigartigkeit und Imperfektion ausgezeichnet werden, aber sie werden eben alle dadurch ausgezeichnet, das hat also auch schon wieder prototypischen Charakter.
Würde mich jedenfalls von der autorenbezogenen Betrachtung distanzieren, die bringt selten etwas, beschäftige dich lieber mit den inhaltlichen Schwerpunkten der Werke und damit, wie diese Schwerpunkte im Frauenmotiv bei Fontane umgesetzt sind. Biographische Sichtweisen verlaufen sich meistens ins Leere, nicht nur, weil man keine Identität zwischen Autor und Erzähler hat, sondern auch, weil es dafür in diesem Fall keine stichhaltigen Anhaltspunkte gibt. Selbst bei Kafka, wo diese Anhaltspunkte sehr stark und auffällig gegeben sind, ist eine biographische Herangehensweise in der Regel nicht der richtige Weg.
Zur Frauengestalt bei Fontane kann ich dir unter anderem Seite 4 bis 24 dieser Vortagsschriften von Doris Maurer empfehlen:
http://www.fernuni-hagen.de/imperia/...ft23maurer.pdf
--از جمادی مُردم و نامی شدم — وز نما مُردم بهحیوان سرزدم / مُردم از حیوانی و آدم شدم — پس چه ترسم؟ کی ز مردن کم شدم؟
حمله دیگر بمیرم از بشر — تا برآرم از ملائک بال و پر / وز ملک هم بایدم جستن ز جو — کل شیء هالک الا وجهه
بار دیگر از ملک پران شوم — آنچه اندر وهم ناید آن شوم / پس عدم گردم عدم چو ارغنون — گویدم کانا الیه راجعون
Geändert von Mordechaj (05.12.2010 um 22:46 Uhr)
ich kenne nur effi briest und matilde möhring.
effi ist eher das zwangsverheiratete opfer und bei matilde möhring ist eher sie stärker als hugo grossmann,wenn ich das noch richtig behalten habe.
ich würde dir also empfehlen beides zu lesen und ggf die unterschiede aufzuzeigen.
--Kindergärtnerin: "Und neben der Marienkäfergruppe gibt es auch noch die Elefantengruppe."
Ich:"Sind da die dicken Kinder drin?"