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Thema: Wikileaks, "Geheimdienst des Volkes"?

  1. #61
    Charlie Savage of the New York Times looks at the legal tangle facing the US government in trying to figure out what law to charge Assange and Wikileaks with.
    http://www.guardian.co.uk/news/blog/...s-live-updates
    Zitat Zitat
    A government official familiar with the investigation said that treating WikiLeaks different from newspapers might be facilitated if investigators found any evidence that Mr Assange aided the leaker, who is believed to be a low-level Army intelligence analyst – for example, by directing him to look for certain things and providing technological assistance.

    If Mr Assange did collaborate in the original disclosure, then prosecutors could charge him with conspiracy in the underlying leak, skirting the question of whether the subsequent publication of the documents constituted a separate criminal offense. But while investigators have looked for such evidence, there is no public sign suggesting that they have found any.
    Die US-Regierung würde Assange gerne wegen irgendwas anklagen, um seine Auslieferung fordern zu können. Am liebsten irgendwas mit Spionage, weil das natürlich ein Verbrechen von besonderer Schwere ist, zumindest im US-Gesetz. Bloß ist Wikileaks eben schon vom technischen Aufbau her so angelegt, dass die Quelle eines Leaks selbst den Betreibern der Website gegenüber anonym bleibt. Und wenn kein Kontakt zwischen Assange und der Quelle besteht, dann kann man eben auch schwer von Spionage sprechen.

  2. #62
    Angesichts dessen, dass die Information zu 90% aus Lokalzeitungen der Länder gezogen werden, müssten sie nach einer Gesetzesänderung auch alle einlochen, die ausländische Zeitungen gelesen haben.


  3. #63
    Zitat Zitat
    Presseerklärung der Wau Holland Stiftung zur Sperrung ihres Account bei PayPal

    Die gemeinnützige Wau Holland Stiftung hat mit großem Befremden die unangekündigte Sperrung ihres PayPal-Accounts zur Kenntnis genommen.

    Durch diese willkürliche Entscheidung der Firma PayPal hat die Stiftung zur Zeit keinen Zugriff auf eingegangene Spenden der letzten Tage; dies betrifft insgesamt rund 10.000 Euro, die von Spendern weltweit vom vergangenen Freitag auf Samstag für das Projekt WikiLeaks gespendet wurden.

    Zudem stellt die von PayPal veröffentlichte Behauptung, die Wau Holland Stiftung unterstütze und fördere "illegale Aktivitäten", eine Verleumdung dar, gegen die sich die Stiftung in aller Form verwehrt.

    Die Stiftung hat deshalb mittlerweile anwaltliche Schritte gegen die Firma PayPal eingeleitet. Paypal wurde aufgefordert, diese Behauptung von ihrem Firmenblog zu entfernen sowie den berechtigen Zugriff auf das Spendenkonto wiederherzustellen. WikiLeaks und die Wau Holland Stiftung haben die Referenzen auf die Paypal-Zahlungsmöglichkeit von ihren jeweiligen Webseiten entfernt.

    Die Wau Holland Stiftung wird auch in Zukunft Projekte und Aktionen, die ihren Stiftungszielen entsprechen, fördern. Dazu gehören neben der Aktion gegen Wahlcomputer, die Unterstützung der Anonymisierungsplattform TOR und anderen auch Projekte wie Wikileaks. Die Stiftung fühlt sich dabei den Freiheits-Idealen des Datenphilosophen Wau Holland, dem Gründer des Chaos Computer Clubs, verpflichtet und fördert nach Maßgabe ihrer Satzung: "... weltweite Kommunikation, Informationsfreiheit und Zivilcourage mit elektronischen Medien...".

    Quelle
    bla

  4. #64
    Zitat Zitat von nurb Beitrag anzeigen
    4chan aktionen sind wirklich nichts neues

    ps: postfinance hat es verdient alleine schon wegen ihrer unfähigkeit..
    Hey, ich muss noch Zahlungen machen. Warum ich unter diesen Spinnern leiden muss, ist mir ein Rätsel...

  5. #65
    WikiLeaks cables: Shell's grip on Nigerian state revealed
    http://www.guardian.co.uk/business/2...nigeria-spying
    Zitat Zitat
    The oil giant Shell claimed it had inserted staff into all the main ministries of the Nigerian government, giving it access to politicians' every move in the oil-rich Niger Delta, according to a leaked US diplomatic cable.

    The company's top executive in Nigeria told US diplomats that Shell had seconded employees to every relevant department and so knew "everything that was being done in those ministries". She boasted that the Nigerian government had "forgotten" about the extent of Shell's infiltration and were unaware of how much the company knew about its deliberations.
    Wenn Shell eh schon Nigeria regiert, dann könnten sie doch mal dafür sorgen, dass die Einnahmen aus dem Ölexport so nachhaltig angelegt werden, dass die gesamte Bevölkerung davon profitiert.

  6. #66
    Börsennotierte Unternehmen und nachhaltige Entwicklung?


  7. #67
    Warum habe ich das Gefühl, dass "Wikileaks" das "Wort des Jahres 2010" werden wird? Oder alternativ das "Unwort des Jahres 2010".

    Ich finde es an sich relativ amüsant, wie Wikileaks den großen Behörden aufzeigt, dass ihre Sicherheitssysteme zum Schutz sensibler Daten nicht so gut sind, wie sie dachten. An sich ein guter Lerneffekt, da die betroffenen Einrichtungen nun sicherlich Zeit und Geld darin investieren werden, ihre Lücken zu schließen. Einige Unternehmen (Banken etc.) arbeiten seit Jahren so, dass sie Hacker einstellen, um ihre Netzwerksicherheit zu testen.
    Dass dabei Daten und Informationen an die Öffentlichkeit gebracht wurden, die so in dieser Form niemals für die Öffentlichkeit gedacht waren, ist eine kritische Angelegenheit. Zum Einen stimme ich Wischmop zu, der auf Seite 1 des Threads bemerkt hat, dass es eben gewisse Dinge gibt, die nicht für die breite Masse gedacht sind. Auf der anderen Seite hat die (weltweite) Bevölkerung dadurch natürlich jetzt das Gefühl, die Regierung enthalte ihnen (wichtige? bedeutungsvolle?) Informationen vor, was natürlich das Vertrauen in die Regierung massiv schädigt.
    So oder so werden die Aktionen von Wikileaks sicherlich Auswirkungen auf die Politik (egal in welchem Land) haben - bestes Beispiel die FDP hierzulande.

    Was ich aber momentan arg überzogen finde, sind die Aktionen der Sympatisanten von Assange - das Lahmlegen der Internetauftritte ehemaliger Geldgeber von Wikileaks als Zeichen der Solidarität zu ihrem "Boss" ist doch schon ein wenig grenzwertig.

  8. #68
    Von Freitag auf Samstag sind 10.000 Euro bei PayPal für Wikileaks eingegangen? Diese Spenderfreudigkeit hätten wahrscheinlich andere Organisationen, die für bedürftige Zwecke sammeln, auch gern bei sich gesehen. Man kann das Geld wirklich besser anlegen als für sowas.

    Ja, dass da jetzt selbsternannte Internet-Revoluzzer losziehen, und alles dDoSen, was nicht Pro-Wikileaks ist, ist.... ja, /facepalm eben.

  9. #69
    Zitat Zitat von Wischmop Beitrag anzeigen
    Ja, dass da jetzt selbsternannte Internet-Revoluzzer losziehen, und alles dDoSen, was nicht Pro-Wikileaks ist, ist.... ja, /facepalm eben.
    Zumal sie damit ja genau die Sichtweise auf Wikileaks bestätigen, die von den Regierungen vertreten wird: nämlich dass Wikileaks eine nicht zu unterstützende, "kriminelle" Organisation ist, mit dem Ziel, Schaden anzurichten.

    Klarer Fall von: Selbst ins Knie geschossen.

  10. #70
    Zitat Zitat von Trigaram Beitrag anzeigen
    Zumal sie damit ja genau die Sichtweise auf Wikileaks bestätigen, die von den Regierungen vertreten wird: nämlich dass Wikileaks eine nicht zu unterstützende, "kriminelle" Organisation ist, mit dem Ziel, Schaden anzurichten.
    Weißt du, die Zeiten sind vorbei, wo nur böswillige Hacker mit DDoS-Attacken schaden anrichten wollen.
    Auch Regierungen mischen da mit. Computerspezialisten werden von Regierungen bezahlt, um DDoS-Attacken auf Regierungsserver von anderen Ländern zu starten.

  11. #71
    Zitat Zitat von Whiz-zarD Beitrag anzeigen
    Weißt du, die Zeiten sind vorbei, wo nur böswillige Hacker mit DDoS-Attacken schaden anrichten wollen.
    Auch Regierungen mischen da mit. Computerspezialisten werden von Regierungen bezahlt, um DDoS-Attacken auf Regierungsserver von anderen Ländern zu starten.
    Ja, das ist mir schon klar - dennoch ist diese Aktion grade nicht förderlich für den ehe schon umstrittenen Ruf von Wikileaks.

  12. #72
    Zitat Zitat von Trigaram Beitrag anzeigen
    Was ich aber momentan arg überzogen finde, sind die Aktionen der Sympatisanten von Assange - das Lahmlegen der Internetauftritte ehemaliger Geldgeber von Wikileaks als Zeichen der Solidarität zu ihrem "Boss" ist doch schon ein wenig grenzwertig.
    Das Wikileaks aber selber von DDoS Angriffen lahmgelegt wurde fandest du ok? Die Commerzbank hat auf das Drängen der USA ihr Wikileaks Konto nicht eingestellt. Die Schweizer Bak hat doch ihre Position selbst gewählt. Wikileaks Kritiker greifen Wikileaks an und Wikileaks Symapthisanten die Bank. Weis nicht was daran jetzt ungewöhnlich ist...

    Gruß Kayano

  13. #73
    Zitat Zitat von Kayano Beitrag anzeigen
    Das Wikileaks aber selber von DDoS Angriffen lahmgelegt wurde fandest du ok? Die Commerzbank hat auf das Drängen der USA ihr Wikileaks Konto nicht eingestellt. Die Schweizer Bak hat doch ihre Position selbst gewählt. Wikileaks Kritiker greifen Wikileaks an und Wikileaks Symapthisanten die Bank. Weis nicht was daran jetzt ungewöhnlich ist...
    Aber Tom hat Egon Scheiße in die Schuhe gestopft und da habe ich bei Hans das selbe gemacht, weil der hängt auch immer mit Tom rum und ist auf seiner Seite. Die Scheiße hat er verdient!

  14. #74
    Zitat Zitat von Karl Beitrag anzeigen
    Aber Tom hat Egon Scheiße in die Schuhe gestopft und da habe ich bei Hans das selbe gemacht, weil der hängt auch immer mit Tom rum und ist auf seiner Seite. Die Scheiße hat er verdient!
    Ich finde es süss das du es ins Lächerliche ziehen willst. Aber die Maßstäbe sind ganz andere und die Unternehmen spielen dabei eine wichtige Rolle. Siehe hier *klick*
    Besser wäre es gewesen wenn keine Seite versucht hätte die Andere auf diese Art aus dem Verkehr zu ziehen. Aber hätte, wenn und aber. Wenn eine Seite zu solchen Mittel greift tut es die andere Seite auch. Vielleicht wägt ja nun das nächste Unternehmen ja sorgfältiger ab ob sie sich bei der Unterdrückung von Irgendwem beteiligen wollen.

    Gruß Kayano

  15. #75
    Naja, die DDoS-Attacken von Wikileaks waren ja nicht die einzigen Attacken auf Banken in den letzten Tagen. Leider sind da die Attacken vom Ex-Fußballspieler Eric Cantona in den Medien ein wenig untergegangen.
    http://www.tagesschau.de/wirtschaft/...kreich102.html

    Ich denke, dass die Wikileaks-Attacken auf diese Attacken beruhen, um eben halt zu zeigen, dass die Banken (und Länder) eben nicht machen können, was sie wollen.

  16. #76
    Bah, Leute halten mich viel zu oft für süß. Aber tatsächlich rechtfertigst du den Angriff auf die Seiten durch die Wikileaksanhänger damit, dass die US Regierung das Selbe getan hat. Klar kann man es doof finden, dass die Unternehmen vor der Regierung kuschen, aber kann man es ihnen verdenken? Ein Unternehmen muss hauptsächlich an seinen Gewinn denken und nicht an so etwas wie Freiheitsideale des Internets. Das hängt weniger mit Unterdrückung ihrerseits, sondern mit Unterdrückung durch mögliche Sanktionen durch die Regierung Amerikas. Warum legt man nicht mal eine US Regierungsseite lahm, wenn schon denn schon? Wie oben schon mal geschrieben wurde, bestätigen sie nur das Bild von Wikileaks als Internetterroristen und Gefahr für die Welt. Und ist es ein besonderes Maß von Freiheitsliebe, wenn man den Unternehmen der Welt einen Dolche an die Kehle hält?

  17. #77
    Zitat Zitat von Karl Beitrag anzeigen
    Aber tatsächlich rechtfertigst du den Angriff auf die Seiten durch die Wikileaksanhänger damit, dass die US Regierung das Selbe getan hat. Klar kann man es doof finden, dass die Unternehmen vor der Regierung kuschen, aber kann man es ihnen verdenken? Ein Unternehmen muss hauptsächlich an seinen Gewinn denken und nicht an so etwas wie Freiheitsideale des Internets. Das hängt weniger mit Unterdrückung ihrerseits, sondern mit Unterdrückung durch mögliche Sanktionen durch die Regierung Amerikas. Warum legt man nicht mal eine US Regierungsseite lahm, wenn schon denn schon? Wie oben schon mal geschrieben wurde, bestätigen sie nur das Bild von Wikileaks als Internetterroristen und Gefahr für die Welt.
    Wenn die Commerzbank den Druck nicht nachgeben muss, muss es die schweizer Bank auch nicht. Und eine US-Regierungsseite lahmlegen dürfte schwerer sein als die einer kleinen Bank. Amazon oder Ähnlichens kann man auch nicht so einfach mit DDoS Attacken lahmlegen, dafür sind ihre Anbindungen zu groß. (zumindest hat man mir das so erklärt...) Dauerhaften Schaden wünsche ich der Bank nun auch nicht, aber als Denkzettel kann ich das akzeptieren.
    Mit dem öffentlichen BIld hast du natürlich schon irgendwo Recht, aber letztendlich hat Wikileaks darüber ja auch keine Kontrolle. Und Sympathiesanten die ohne zu überlegen handeln gibt es auf allen Seiten. Manche Medien stellen Wikileaks aber so oder so negativ dar. Und die neutraleren Medien werden auch dazu schreiben das die Wikileaksseite bereits vorher in ähnlicherweise angegriffen wurde, damit die Leser sich selber ein Bild machen können.

    Zitat Zitat von Karl Beitrag anzeigen
    Und ist es ein besonderes Maß von Freiheitsliebe, wenn man den Unternehmen der Welt einen Dolche an die Kehle hält?
    Wenn das Unternehmen gerade versucht den Boten zu erdrosseln, dann ja. Man muss ja schon bedenken das es einfach der Versuch ist die Wikileaks Mundtod zu machen. Davor hat sich doch Niemand aus der Bank dafür interessiert ob der Kontoinhaber dort wohnt. Das wurde doch nur schnell ausgegraben weil man in Panik geriet.

    Das PayPal Wikileaks ihr Geld doch noch zurückgeben will zeigt doch wie wichtig der öffentliche Druck ist!

    Gruß Kayano

    Geändert von Kayano (09.12.2010 um 16:48 Uhr)

  18. #78
    Zitat Zitat von Kayano Beitrag anzeigen
    Das PayPal Wikileaks ihr Geld doch noch zurückgeben will zeigt doch wie wichtig der öffentliche Druck ist!
    Ich glaube, das hat eher etwas mit rechtlichen Gründen als mit irgendeinem Druck zu tun. PayPal hat das Recht, bei einem Bruch der allgemeinen Geschäftsbedingungen den Vertrag mit einem Kunden zu kündigen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nicht dessen Vermögen einziehen dürfen.


    Pakistani media publish fake WikiLeaks cables attacking India
    http://www.guardian.co.uk/world/2010...ke-leaks-india
    Zitat Zitat
    An extensive search of the WikiLeaks database by the Guardian by date, name and keyword failed to locate any of the incendiary allegations. It suggests this is the first case of WikiLeaks being exploited for propaganda purposes.

    The controversial claims, published in four Pakistani national papers, were credited to the Online Agency, an Islamabad-based news service that has frequently run pro-army stories in the past. No journalist is bylined.

    Julian Assange should be awarded Nobel peace prize, suggests Russia
    http://www.guardian.co.uk/media/2010...ize?CMP=twt_fd
    Zitat Zitat
    In what appears to be a calculated dig at the US, the Kremlin urged non-governmental organisations to think seriously about "nominating Assange as a Nobel Prize laureate".

    "Public and non-governmental organisations should think of how to help him," the source from inside president Dmitry Medvedev's office told Russian news agencies. Speaking in Brussels, where Medvedev was attending a Russia-EU summit yesterday , the source went on: "Maybe, nominate him as a Nobel Prize laureate."

  19. #79
    Zitat Zitat
    Julian Assange should be awarded Nobel peace prize, suggests Russia

    Geändert von Liferipper (09.12.2010 um 19:03 Uhr)

  20. #80
    Zitat Zitat von gas Beitrag anzeigen
    Ich glaube, das hat eher etwas mit rechtlichen Gründen als mit irgendeinem Druck zu tun. PayPal hat das Recht, bei einem Bruch der allgemeinen Geschäftsbedingungen den Vertrag mit einem Kunden zu kündigen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nicht dessen Vermögen einziehen dürfen.
    Anscheinend schon.
    Das haben sie auch schon beim Entwickler vom PC Spiel Minecraft gemacht.
    Dort haben sie das Geld erstmal für sich behalten, um herauszufinden, ob die Zahlungen von über 600.000 € korrekt sind.

    http://www.onlinewelten.com/games/mi...lar-eis-89068/

    Wenn sie sich also dann einen findigen Grund ausdenken, können sie das Geld behalten.

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