Seite 2 von 9 ErsteErste 123456 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 40 von 168

Thema: Wikileaks, "Geheimdienst des Volkes"?

  1. #21
    Äh, Scott Shane ist hier ein Volltrottel. Es war so ziemlich jedem klar, dass man bestenfalls auf eine Absence of Evidence plädieren konnte wenn es um Saddams angeblich noch übrige WMDs ging. Gegen den Propagandatrick kommste auch mit mehr Information nicht an, wenn der Präsi einfach so entscheiden kann, dass er einen Krieg anfangen will.

  2. #22
    Zitat Zitat von gas Beitrag anzeigen
    Es ist soweit ich weiß nicht Wikileaks Absicht, alle Informationen jedem verfügbar zu machen. Ich kann deren Policy jetzt gerade nicht nachlesen, weil die Seite immer noch per DDOS angegriffen wird, aber die deutsche Wikipedia zitiert, Wikileaks wolle "denen zur Seite stehen, die unethisches Verhalten in ihren eigenen Regierungen und Unternehmen enthüllen wollen." Und wenn deine "große Organisation" Gesetze bricht, Menschen Schaden zufügt und unmoralisch handelt, dann sollten die Menschen das erfahren.
    Sorry, aus diesem Stadium ist Wikileaks längst hinaus, bzw. nur noch nach den eigenen, selbstgerechten Massstäben. Alleine die Veröffentlichung über die Informationsbeschaffung der Diplomaten mit den Fichen über Regierungsmitglieder ist ein Beispiel dafür. Auch die Daten über die Einsätze in Afghanistan waren nicht vollumfänglich den hehren Idealen Wikileaks geschuldet. Verwechsle also bitte nicht Selbstgerechtigkeit mit Gerechtigkeit.

  3. #23
    Ich behaupte außerdem mal, selbst wenn man es gerecht halten will, sollte die Einschätzung der Informationen kein Kinderspiel sein.

  4. #24
    Zitat Zitat von Rübe Beitrag anzeigen
    Sorry, aus diesem Stadium ist Wikileaks längst hinaus, bzw. nur noch nach den eigenen, selbstgerechten Massstäben. Alleine die Veröffentlichung über die Informationsbeschaffung der Diplomaten mit den Fichen über Regierungsmitglieder ist ein Beispiel dafür.
    Kannst du das präzisieren? Meiner persönlichen Meinung ist / war das unmoralisch und WL hat dem Whistleblower die Möglichkeit gegeben, diese Vorgänge an die Öffentlichkeit zu bringen. Das entspricht in meinen Augen exakt den selbst gesteckten Idealen.
    Oder geht es dir darum, dass du selbst es nicht unethisch findest?

    Zitat Zitat von Rübe Beitrag anzeigen
    Auch die Daten über die Einsätze in Afghanistan waren nicht vollumfänglich den hehren Idealen Wikileaks geschuldet.
    Inwiefern?

  5. #25
    Soweit ich das mitbekommen habe, kamen durch nicht genug zensierte Informationen diverse Informanten usw. zu schaden - das ist natürlich nicht so toll.

  6. #26
    Es wurden bisher ja nur 291 von 251.287 Cables veröffentlicht. Ich bin jedenfalls gespannt, was die 250.996 verbliebenen Dokumente noch so alles zutage fördern werden.

    Ein bischen Background dazu, woher die Dokumente stammen:
    http://www.bbc.co.uk/news/world-us-canada-11863618
    Zitat Zitat
    Most of the diplomatic messages released by Wikileaks have been traced to a US defence department network, known as Siprnet, used for the exchange of classified information, media reports say.

    Ironically, Siprnet (Secret Internet Protocol Router Network), which was set up in the 1990s, was expanded as part of moves after 9/11 to allow classified information to be shared more easily and prevent failures of communication between different intelligence agencies.

    It is designed for exchange of information up to "secret" level - the level for information that would cause "serious damage" to national security.

    It is thought about 2.5 million US military and civilian personnel have access to the network.

    However, Siprnet is not recommended for distribution of top-secret information.

    [...]

    No-one has been charged with passing the diplomatic files to Wikileaks but suspicion has fallen on US Army Private First Class Bradley Manning, an intelligence analyst arrested in Iraq in June and charged over an earlier leak of classified US documents.

    Wikileaks has in the past denied that it received any documents from Pfc Manning, and says it is technically impossible to know if he is indeed their source.

    According to claims by Adrian Lamo, a former hacker, Pfc Manning told him in online chats that he removed information by burning it onto a CD.
    Zitat Zitat
    Mr Lamo claims that Pfc Manning told him that he disguised his activities by pretending he was listening to music by Lady Gaga.
    lol

    Manning war mehrere Monate lang in der Nähe von Bagdad stationiert. War wahrscheinlich nicht besonders aufregend, die ganze Zeit über in irgendeinem kleinen Stützpunkt eingepfercht zu sein. Und statt Fernsehen zu schauen, hat er sich die Zeit wohl damit vertrieben, in der Datenbank des State Departements zu stöbern, was wohl auch wesentlich spannender gewesen sein dürfte. Der Spiegel zitiert ihn mit den Worten
    Zitat Zitat
    Wenn du mehr als acht Monate an sieben Tagen die Woche jeweils 14 Stunden einen noch nie dagewesenen Zugang zu geheimen Netzwerken hättest, was würdest du tun?



    Zitat Zitat von Liferipper Beitrag anzeigen
    Ich denke schon, dass http://www.welt.de/politik/ausland/a...ge-bei-UN.html sowas die Öffentlichkeit etwas angeht!
    Oder die Geschichte mit den 52 Millionen Dollar, die der Afghanische Vizepräsident einfach mal so im Koffer aus dem Land geschafft hat.
    http://www.nytimes.com/2010/11/29/world/29cables.html
    Zitat Zitat
    When Afghanistan’s vice president visited the United Arab Emirates last year, local authorities working with the Drug Enforcement Administration discovered that he was carrying $52 million in cash. With wry understatement, a cable from the American Embassy in Kabul called the money “a significant amount” that the official, Ahmed Zia Massoud, “was ultimately allowed to keep without revealing the money’s origin or destination.” (Mr. Massoud denies taking any money out of Afghanistan.)
    Oder diese Geschichte:
    Zitat Zitat
    Clashes with Europe over human rights: American officials sharply warned Germany in 2007 not to enforce arrest warrants for Central Intelligence Agency officers involved in a bungled operation in which an innocent German citizen with the same name as a suspected militant was mistakenly kidnapped and held for months in Afghanistan. A senior American diplomat told a German official “that our intention was not to threaten Germany, but rather to urge that the German government weigh carefully at every step of the way the implications for relations with the U.S.”

    Geändert von gas (01.12.2010 um 22:46 Uhr)

  7. #27
    Zitat Zitat von NPC Fighter Beitrag anzeigen
    Kannst du das präzisieren? Meiner persönlichen Meinung ist / war das unmoralisch und WL hat dem Whistleblower die Möglichkeit gegeben, diese Vorgänge an die Öffentlichkeit zu bringen. Das entspricht in meinen Augen exakt den selbst gesteckten Idealen.
    Oder geht es dir darum, dass du selbst es nicht unethisch findest?
    Weil das Sammeln und auswerten von Daten nicht unethisch sondern notwendig ist. Sind Berichte, wonach Sarkozy seiner Exfrau nachgetrauert hat, unethisch? Nein, sind sie nicht. Aber sie können nützlich sein, um die Führung Frankreichs und ihre Entscheidungen einzuschätzen. Es handelt sich immerhin um einen Partner. Dass jetzt alle möglichen Notizen der US-Diplomaten veröffentlich werden, zeigt einfach nur, dass es hier um was persönliches geht. Ganz ehrlich: Es gibt kein Land, dass keine solche Einschätzungen auf Basis von gesammelten Informationen macht.
    Zitat Zitat
    Inwiefern?
    Ich tendiere da in die Richtung von Freierfall. Das Problem an Kriegen ist, dass man nicht mit den selben Massstäben ansetzen kann wie in Friedenszeiten. Darum gibt es ja auch eigene Rechtsgrundsätze. Das alles über einen Kamm geschoren wird, zeigt mir, wie ich die Wikileaks-Grundsätze zu verstehen habe.

  8. #28
    Zitat Zitat von Rübe Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich: Es gibt kein Land, dass keine solche Einschätzungen auf Basis von gesammelten Informationen macht.
    Das will ich auch meinen. Wikileaks würde Depeschen aus der Schweiz oder Deutschland aber genauso veröffentlichen wenn du oder ich sie ihnen zukommen lassen würden.
    Es wurd gern auf dieser "persönlicher Rachefeldzug" Nummer rumgeritten, dabei wurden genug Dokumente aus anderen Ländern veröffentlicht (Loveparade, Tanklaster-Ungemach, etc.). Ich bin mir sicher, Wikileaks veröffentlicht einfach, was man ihm hinwirft.

    Zitat Zitat von Rübe Beitrag anzeigen
    Ich tendiere da in die Richtung von Freierfall. Das Problem an Kriegen ist, dass man nicht mit den selben Massstäben ansetzen kann wie in Friedenszeiten. Darum gibt es ja auch eigene Rechtsgrundsätze.
    Das legitimiert keine Kriegsverbrechen. Dass diese in der Arbeit von Wikileaks angezeigt wird, ist in meinen Augen ein wichtiges Korrektiv für die mangelhafte Transparenz gegenüber dem Souverän.

  9. #29
    Zitat Zitat
    Ich bin mir sicher, Wikileaks veröffentlicht einfach, was man ihm hinwirft.
    QED. Oder glaubst du, dass da noch irgendwelche ethischen Standards beachtet werden?

    Zitat Zitat
    Das legitimiert keine Kriegsverbrechen. Dass diese in der Arbeit von Wikileaks angezeigt wird, ist in meinen Augen ein wichtiges Korrektiv für die mangelhafte Transparenz gegenüber dem Souverän.
    Richtig. Ich würde das unterschreiben, wenn nur Kriegsverbrechen veröffentlich würden. Aber die Selektion der Veröffentlichung bei Wikileaks ist, um es nett auszudrücken, intransparent wie eine schwarze Wollsocke. Korrektiv schön und recht, aber dann verantwortungsbewusst. Und genau da läuft die ganze Sache aus dem Ruder.

  10. #30
    US blocks access to WikiLeaks for federal workers
    http://www.guardian.co.uk/world/2010...access-federal
    Zitat Zitat von Guardian
    The Obama administration is banning hundreds of thousands of federal employees from calling up the WikiLeaks site on government computers because the leaked material is still formally regarded as classified.

    The Library of Congress tonight joined the education department, the commerce department and other government agencies in confirming that the ban is in place. [...]

    The Library of Congress, one of the biggest libraries in the world, serving both Congress and the public, and essentially the library of record for the US, issued a statement tonight, which read: "The library decided to block WikiLeaks because applicable law obligates federal agencies to protect classified information. Unauthorised disclosures of classified documents do not alter the documents' classified status or automatically result in declassification of the documents."

    Disclosure of the ban brought a flood of criticism from liberal bloggers, critical of the Library of Congress's behaviour. [...]
    Besonders unterhaltsam auch der letzte Absatz:
    Zitat Zitat
    The education department said any employees who had already looked at the material should contact their internet technology department. An internal email said that IT staff "will work with you to remediate your device".

  11. #31
    Zitat Zitat
    In einer spontanen Aktion hat die Piratenpartei Deutschland wie ihre schweizerische Schwester dafür gesorgt, dass die Pressefreiheit in Form von Wikileaks erhalten bleibt. Unter http://wikileaks.piratenpartei.de ist die Whistleblower Website ab sofort erreichbar.
    bla

  12. #32
    Zitat Zitat
    Spenden zur Unterstützung der Enthüllungs-Plattform Wikileaks können nicht mehr über den Bezahldienst Paypal abgewickelt werden. Die Tochter der Handelsplattform eBay teilte auf ihrer Blogseite thepaypalblog.com mit, wegen einer "Verletzung der Nutzungsbedingungen" sei das von Wikileaks genutzte Konto dauerhaft gesperrt worden. Paypal schließe die Benutzung seiner Dienste aus, wenn dadurch "illegale Aktivitäten" gefördert werden.
    Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldu...s-1147516.html
    Quelle: https://www.thepaypalblog.com/ zZ nicht erreichbar jedenfalls bei mir.


  13. #33
    Zitat Zitat
    Piratenparteien aus der ganzen Welt, darunter auch die Piratenpartei Deutschland, haben heute nochmals ihre Unterstützung für sogenannte Whistleblowing-Plattformen bestärkt. Besorgt um die Informations-, Meinungs- und Pressefreiheit haben die Piraten in einer Gemeinschaftsaktion dafür gesorgt, dass Wikileaks auf internationaler und mehrfach gespiegelter Infrastruktur verfügbar bleibt. Die Spiegelungen werden dafür sorgen, dass die Veröffentlichung der diplomatischen Depeschen aus den Vereinigten Staaten weiter geführt werden kann und die bisherigen Inhalte online verfügbar bleiben.

    Die Infrastruktur, die von den Piraten bereitgestellt wurde, beinhaltet nun den kompletten Inhalt und leitet nicht nur auf den Hauptserver von Wikileaks um. »Wir unterstützen damit nicht gezielt Wikileaks«, stellt Daniel Flachshaar aus dem Bundesvorstand der Piratenpartei klar. »Wir werden diese Plattform jedem zur Verfügung stellen, der als Whistleblower seine Infomation gelöscht oder geblockt sieht.«

    Das Projekt wird von Piratenparteien aus vielen Staaten unterstützt. Die Anzahl wächst täglich. Die Infrastruktur ist weltweit so aufgebaut, dass die Löschung oder die Blockade einzelner Teile keine Auswirkungen auf die gesamten Informationen hat.

    Flachshaar stellt weiter fest: »Wir kämpfen hier für fundamentale Freiheiten, auch im Internet. Wir werden uns nicht den staatlichen Versuchen beugen, Information zu zensieren, die Pressefreiheit einzuschränken oder die Meinungsvielfalt und -freiheit zu beschneiden.«
    Seltsam, bei dem letzten Absatz erscheint vor meinem inneren Auge plötzlich eine wehende Amerikaflagge im Hintergrund...

  14. #34
    http://www.20min.ch/news/dossier/wik...story/28862559

    ich weiss nicht was die amerikaner haben. eine abschiebung wäre ihm gewiss.

    Geändert von nurb (06.12.2010 um 13:01 Uhr)

  15. #35
    Ich frage mich gerade, ob irgenetwas produktives aus den Botschafts-Leaks kommen wird? Der Mann aus Kasachstan hat ja prinzipiell recht, dass der Unterschied zwischen Korruption bei ihnen und gesetzlich festgeschriebener Korruption bei uns eigentlich nur graduell ist. Am Ende ist irgendjemand mit bestimmten Kontakten reicher.

    Was die Einschätzungen unserer österreichischen Politiker angeht, so ist es eigentlich dasselbe wie mit den Irak-Gschichtn. Sie sind für Inländer überflüssig, da was darin besteht allgemein bekannt ist. Mal sehen, ob vielleicht doch noch ein paar neue Details auftauchen, aber ich glaube eher nicht.

    Bzw, es wäre wesentlich interessanter, wenn die Leute mal einen Leak aus China, Saudiarabien oder einem anderen Land mit weniger guter Rechtslage bringen würden.

  16. #36
    das ganze ist nur als pr aktion für wikileaks produktiv die informationen sind keine neuheiten, jedoch ein intressanter blick auf die situation des irans.

  17. #37
    HI,Hi,hi ... Wikileaks kam heute bei uns in der GK Reliklausur vor. Ich kann die 2. Aufgabe, in der es vor kam, zwar leider nicht wörtlich wiedergeben, da ich mein Angabenblatt mit abgegeben habe, aber im Grunde sollten wir argumentativ begründen, ob die Wikileaks Veröffentlichungen nach dem kategorischen Imperativ Kants ethisch vertretbar sind.

  18. #38
    Anscheinend bauen die Pakis weiterhin Atomwaffen während ihr Land von innen zerfällt und das Militär (das die Atomwaffen herumkarrt) und der Geheimdienst sich aufseiten der Extremisten schlagen. Irgendwo scheint mir dies bedenklicher als keine WMDs im Irak, gesetzlich verbotene WMD im Iran und WMDs in Nordkorea.

    Weiters gibt es einen Leak über die ökonomischen Hintergründe der Tschetschenienkriege... sehr geile Sachen.

    Zitat Zitat
    The Secret History of the Chechen War
    -------------------------------------

    ¶8. (C) The lack of central control over the military, as well as officers’ cupidity, may have been a prime cause of the first Chechnya War. Immediately after the collapse of the Soviet Union, energy prices in the “ruble zone” were 3 percent of world market prices. Government officials and their partners bought oil at ruble prices, diverted it abroad, and sold it on the world market. The military joined in this arbitrage. Pavel Grachev, then Defense Minister, reportedly diverted oil to Western Group of Forces commander Burlakov, who sold it in Germany.

    ¶9. (C) Chechnya was a major entrepot for laundering oil for this arbitrage. It appears to have been used both by the military (including Grachev) and the Khasbulatov-Rutskoy axis in the Duma. Dudayev had declared independence, but remained part of the Russian elite. Chechnya’s independence, oilfields, refineries and pipelines made Chechnya perfect for laundering oil. Planes, trains, buses and roads and pipelines to Chechnya were functioning, allowing anyone and anything to transit -- except auditors. In the early 1990’s millions of tons of “Russian” oil entered Chechnya and were magically transformed into “Chechen” oil to be sold on the world market at world prices. Some of the proceeds went to buy the Chechens weaponry, most of it from the Russian military, and another lucrative trade developed. Dudayev took much of his cut of the proceeds in weapons. The Groznyy Bazaar was notorious in the early 1990s for the quantity and variety of arms for sale, including heavy weaponry.

    ¶10. (C) Chechnya was the home of Ruslan Khasbulatov and served various purposes for his faction of the Russian elite. He took advantage of the army’s independence from Yeltsin’s control. An informed source believes that it was Khasbulatov, not the “official” Russian government, who facilitated the transfer of Shamil Basayev and his heavily-armed fighters from Chechnya into Abkhazia in 1992, and who ordered the Russian air force to bomb Sukhumi when Shevardnadze went there to take personal command of the Georgians’ last stand in July 1993. The Yeltsin government always denied that it bombed Sukhumi, despite Western eyewitness accounts confirming the bombing and the insignia on the planes. Given the confusion of those years, it could well be that the order originated in the Duma, not the Kremlin.

    ¶11. (C) After Khasbulatov and Rutskoy were written out of the Russian equation in October 1993, so was Dudayev. Clandestine Russian support for the Chechen political and military opposition to Dudayev began in the spring of 1994, according to participants. When that proved ineffective, Russian bombing was deployed. (One Dudayev opponent recounted that in 1994 a Russian pilot was given a mission to fire a missile into one of the top-floor corners of Groznyy’s Presidency building at a time when Dudayev was scheduled to hold a cabinet meeting there. Not knowing Groznyy, the pilot asked which building to bomb, and was told “the tallest one.” He bombed a residential apartment building.) When air power, too, proved ineffective, Russian troops were secretly sent in to reinforce the armed opposition. Dudayev’s forces captured about a dozen and put them on television -- and the Russian invasion began shortly thereafter.

    ¶12. (C) Given the gangsterish background of the war, it is no surprise that the military conducted the war itself as a profit-making enterprise, especially after the capture of
    MOSCOW 00005645 003 OF 010
    Groznyy. By May 1995 an anti-Dudayev Chechen could lament, “When we invited the Russian army in we expected an army -- not this band of marauders.” Contraband trade in oil, weapons (including direct sales from Russian military stores to the insurgents), drugs, and liquor, plus “protection” for legitimate trade made military service in Chechnya lucrative for those not on the front lines. This profitability ended only with the August 1996 defeat of Russian forces in Groznyy at the hands of the insurgents and the subsequent Russian withdrawal -- a defeat made possible because the Russian forces were hollowed out by their officers’ corruption and pursuit of economic profit.

    ¶13. (C) Before they lost this “cash-cow” to their enemies, Russian officers went to great lengths to keep their friends from interfering with their profits. On July 30, 1995, the Russians and the Chechen insurgents signed a cease-fire agreement mediated by the OSCE. It would have meant the gradual withdrawal of Russian forces. Enforcing the cease-fire was a Joint Observation Commission (“SNK”). The head of the SNK was General Anatoliy Romanov, a competent and upright officer -- very much a rarity in Chechnya. After two months at this assignment he was severely injured by a mine inside Groznyy, and has been hospitalized ever since. Informed observers believe Romanov’s own colleagues in the Russian forces carried out this murder attempt. The cease-fire, never enforced, broke down.

    ¶14. (C) When the second war began in September 1999, Russian forces again started profiteering from a trade in contraband oil. Western eyewitnesses reported convoys of Russian army trucks carrying oil leaving Groznyy under cover of night. Eventually the Russian forces reached an understanding with the insurgent fighters. Seeing one such convoy, a Western reporter asked his guerrilla hosts whether the fighters ever attacked such convoys. “No,” the leader replied. “They leave us alone and we leave them alone.”
    Dann über die Situation in Russland

    http://www.guardian.co.uk/world/2010...ia-kleptocracy

    Baiscally Deutschland und Österreich tragen ihre Antideutschland-in-Nordamerika-Brille wenn sie über die Leaks reden.

    Oh wow, Israel macht es gut:

    Zitat Zitat
    There's a wonderful moment in the cables when the Israeli Prime Minister, Benjamin Netanyahu, explains to a US congressional delegation on 28 April last year that "a Palestinian state must be demilitarised, without control of its airspace and electro-magnetic field [sic], and without the power to enter into treaties or control its border".

    Geändert von Ianus (06.12.2010 um 18:20 Uhr)

  19. #39
    Julian Assange Defense Fund frozen.
    http://www.twitlonger.com/show/7bg5kc
    Zitat Zitat
    The Swiss Bank Post Finance today issues a press release stating that it had frozen Julian Assange's defense fund and personal assets (31K EUR) after reviewing him as a "high profile" individual.
    In der offiziellen Begründung von Seiten der Bank heißt es
    Zitat Zitat
    PostFinance has ended its business relationship with Wikileaks founder Julian Paul Assange. The Australian citizen provided false information regarding his place of residence during the account opening process. Assange entered Geneva as his domicile. Upon inspection, this information was found to be incorrect. Assange cannot provide proof of residence in Switzerland and thus does not meet the criteria for a customer relationship with PostFinance.


    WikiLeaks cables: US pressured UN climate chief to bar Iranian from job
    http://www.guardian.co.uk/environmen...ran-un-climate
    Zitat Zitat
    The US used backstage diplomatic manoeuvres to help block the appointment of a scientist from Iran to a key position on the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), a leaked diplomatic cable reveals.

    The US privately lobbied IPCC chair Dr Rajendra Pachauri, as well as the UK, EU, Argentina and Mali representatives, and had put its embassies to work from Brazil to Uzbekistan. It wanted to prevent the election of Dr Mostafa Jafari as one of two co-chairmen of a key working group.

    The other co-chair was to be an American scientist, Prof Christopher Field. The US state department noted that sharing the IPCC position with an Iranian would be "problematic" and "potentially at odds with overall US policy towards Iran".
    Oh, das ist schmutzig. Dass die Regierungen der Vereinigten Staaten und des Irans nicht vernünftig miteinander reden können, daran ist man ja gewöhnt. Aber es ist verachtenswert, wenn sie diese Differenzen außerhalb des diplomatischen Schlachtfelds austragen und Menschen mit hineinziehen, die mit dem eigentlichen Konflikt überhaupt nichts zu tun haben.



    Außerdem:
    http://www.youtube.com/watch?v=NXbCwq4ewBU
    At first I was like but then I was like 4:56... TEH FUCK!!??? o_O

  20. #40
    Ich finde das Ganze sehr gut. Wer soll entscheiden was veröffentlich wird und was nicht? Was ist den für die Weltöffentlichkeit wichtig und was nicht? Derjenige der die Informationen anvertraut werden wird immer entscheiden ob er sie weitergeben will. Wer soll den bei solchen zugespielten Daten entscheiden ob sie für die Weltöffentlichkeit von Relevanz sind?

    Klar interessiert es mich generell wenig was die Amerikaner nun über Merkel oder Westerwelle denken, aber das die Platform existiert ist enorm wichtig. Und wenn die Regierungen und angeschlossenen Gruppierungen dadurch etwas transparenter werden oder die Diskrepanz zwischen dem was man dem Leuten erzählt und dem was sie wirklich denken geringer wird, kann ich das nur begrüßen.

    Der wahre Skandal ist doch das gerade jetzt dem Wikileaks Chef vorgeschmissen wird er wäre ein Vergewaltiger und das die Seiten gesperrt werden.

    Gruß Kayano

    Geändert von Kayano (07.12.2010 um 02:34 Uhr)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •