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Thema: Kyrien III - Die Ankunft

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Derek hielt sich eher im Hintergrund. Er mochte es die Menschen um ihn herum einfach nur zu beobachten. Meistens waren sie Inspirationsquellen für Charaktere in seinen Geschichten.
    Doch ab und zu musste er ja auch einmal das Wort erheben.
    "Ah ein Gentleman der es liebt zu frieren. Wenn sie wegen der Kälte zurück bleiben dann werde ich meinen Mantel nicht mit ihnen Teilen. Mein Name ist übrigens Derek Lomorden...Ich bin angehender Schriftsteller..."
    schob sie die Hände in die Taschen seiner Jacke, doch wirklich besser fühlte er sich dadurch nicht. Wenn er doch nur Handschuhe eingepackt hätte...

  2. #2
    Alistair verstand nicht wirklich warum dieser Auron sich beschwerte. Er hatte immerhin ohne nachzufragen das Getränk entgegengenommen und runtergekippt.
    Plötzlich ertönte ein Knall aus der Richtung des Luftschiffs und Alistair sah zuerst eine Rauchwolke aufsteigen und wurde Sekunden später vom Teil eines Holzbalkens nach hinten geschleuert. Zum Glück stand Watson hinter ihm und federte seinen Sturz ab.
    "Ah, danke werter Watson. Wenn sie nicht gewesen wären hätte ich mir vielleicht noch was gebrochen."
    Das Watson sich selbst etwas gebrochen haben konnte ging ihm gar nicht erst durch den Sinn, denn der Holzbalken erschien ihm wie ein Zeichen einer höheren Macht und kurz darauf hatte er diesen in zwei Teile geteilt und mit einer Schnur zusammengebunden.
    "Seht an, da haben wir unser Kreuz!"
    Grinsend rammte er es über der Grube in den Boden.

  3. #3
    Pater Lucian war mit dem Grab zufrieden, sogar mehr als zufrieden, denn das war das Beste, was man in dieser trostlosen Eiswüste errichten konnte. Sofort öffnete er seine Bibel und sprach noch eine schnelle Grabrede, was einige resigniert hinnahmen, auch wenn der ein oder andere murmelte "Und das alles für ein zerquetschtes Federvieh".
    All das war Pater Domini egal, denn selbst so ein kleines Tier hatte es verdient, einen Platz in Gottes Reich zu bekommen, vor allem deswegen, weil dieser arme Uhu noch nicht einmal etwas für seinen Tod konnte.
    Als er streng in die Richtung von Otto sah, schaute dieser woanders hin und pfeifte unschuldfig vor sich hin, als wüsste er schon, was dem Pater durch den Kopf ging.

    "So, da dies nun erledigt ist, sollten wir uns vielleicht noch einmal alle vorstellen, während der Reise hatten wohl einige nicht die Gelegenheit dazu. Ich bin Pater Lucien Domini, es freut mich, Sie alle kennenzulernen."

  4. #4
    Kaum war Kirsty bei den Männern angekommen, begrüßte sie auch schon ein Herr mittleren Alters, welcher sich als Takamoto Kyrien vorstellte. Kirsty erschauderte ein wenig bei dem Namen. Noch nie hatte sie einen Kyrien getroffen. "Freut mich Sie kennenzulernen. Ich bin Kirsty, Kirsty Anna Kyrien. Endlich treffe ich einmal Verwandte meines Vaters. Schade nur, dass es solch ein trauriger Anlass sein muss."

    Während Sie sich mit Takamoto unterhielt, konnte sie beobachten wie ein Herr, welcher sich als Alistair Holmes vorstellte, einen schmächtigen Jungen dazu nötigte, mit einer Spitzhacke ein Loch in den Boden zu schlagen. Zuerst verstand sie den Sinn dahinter nicht, doch dann sah sie, wie ein toter Vogel, vermutlich eine Eule oder ein Uhu, in dieses Loch gelegt wurde. Kirsty wusste nicht genau, was geschehen war, doch wollte sie das Begräbnis nicht stören und lauschte daher den Worten des Paters, der wohl zufällig bei dieser Reise anwesend war.

    Unbemerkt von Kirsty hatte sich während des Begräbnisses ein Kerl an sie rangeschlichen und ihr seinen Mantel in die Arme gelegt. Verduzt starrte sie ihn an, als sich dieser bei ihr, mit sehr hochgestochenen und schleimigen Worten als Richard von Falkenberg vorstellte. "Hallo, ich bin Kirsty." antwortete sie ihm knapp. Dabei hielt sie immer noch seinen Mantel in den Händen und wusste nicht recht was sie damit anfangen sollte.

  5. #5
    "Kirsty? Das ist ein wunderschöner Name, passend zu einer wunderschönen Frau." mit diesen Worten wollte er ihr in den Mantel helfen, auch wenn sie scheinbar gar keine Anstalten machte, dies zu tun. Danach zog Richard einen anderen, etwas älteren Mantel aus seiner Tasche und zog ihn an. "Wenn man in die Antarktis fliegt, muss man auf alles gefasst sein. Was führt eine so wunderschöne Damen an so einen trostlosen Ort? Es gibt auf der Welt viel bessere Plätze, wenn ihr wollt, könnte ich euch einige zeigen, sobald wir das hier hinter uns gebracht haben"

    Richard war so darin vertieft, dass er nichtmal mitbekam, dass ihn jemand angesprochen hatte.

  6. #6
    Ächzend erhob Watson sich wieder. Dank Holmes hatte er schon soviel durchmachen müssen, dass ihm der kleine Zusammenstoß nicht weiter kümmerte. Er wünschte nur die Gruppe würde sich endlich in Bewegung setzen.
    "ohahrc cooananaowowh huwhc ohahrcoranahoaac ahwh rhwoohworrhuwhrr cwoaoufwowh, coowhcao worcwwrcahworcwowh ohahrc whoooaac!"

    "Da muss ich Watson zustimmen. Nachdem wir den Uhu nun begraben haben sollten wir uns langsam in Bewegung setzen. Wir können uns immer noch miteinander bekannt machen sobald wir wieder im Warmen sind."
    Alistair hoffte jedenfalls, dass dieser Otto sie an einen warmen Ort bringen würde. In der Einladung standen leider keinerlei Details.
    Plötzlich fiel sein Blick jedoch auf die Sänfte, die etwas abseits der Gruppe von ein paar starken Männern getragen wurde. In diesem Fall konnte er seine Neugier nicht weiter zügeln, schritt schurstracks auf sie zu und zog einer der Vorgänge beiseite.
    "Wen haben wir denn hier?"

  7. #7
    Der seltsame Typ er ohne Mantel versuchte mit der Frau vor ihm zu flirten nahm keinerlei notiz von Derek.
    "Na klasse...ein Weiberheld für den Männer nicht existieren..." Derek schlurft zu dem Loch das
    der Jugendliche mit den geröteten Wangen ausgehoben hatte. Der Pater war mit einigen Worten Gottes im Mund noch bei seiner Predigt.
    "Ich will ja nichts sagen aber sollten wir das Loch nicht wieder zu machen? Wir wollen ja nicht das der kleine Kerl noch erfiert."
    Wieder keine Reaktion von den umstehenden Menschen. Sie alle schienen gerade in einem Gespräch vertieft zu sein. Derek seufzte kurz und begann die Erde die
    noch auf einem Haufen nebendran lag wieder über den Uhu zu kippen. Nachdem er mit seiner Arbeit fertig war zog er einen Stift aus einer Hosentasche
    und beugte sich vor das Holzkreuz.
    "Ich schreib noch was nettes drauf."
    Mit krakeliger Schrift kritzelte er noch einen netten Spruch auf das Kreuz.

    Hier ruht ein Uhu der in Ausübung seiner Pflicht von uns gegangen ist. R.I.P.

    Er verstaute den Stift wieder in seiner Tasche und blickte in die Runde.
    "So fertig"
    Zufireden gesellte er sich zu den anderen Menschen und hörte ihren Gesprächen zu, darauf hoffend das der Dicke sie bald in ein warmes Haus bringen würde.

  8. #8
    "Fein.", meinte Auron. "Der Pater hat gut gesprochen." Er dachte über dieses komische Vieh nach und sah das Grab an. Der arme Uhu. Einen solchen Tod zu sterben, war sicherlich nicht schön. Er grübelte ein wenig und senkt den Kopf. Mit einem Schlag fiel es ihm wieder ein. "Wollen wir nicht vielleicht mal, jetzt, wo hier mehr oder weniger alles erledigt ist, mal aufbrechen? Sonst schlagen wir hier noch Wurzeln. Nicht dass das in dieser Eisöde irgendwie möglich wäre, aber dennoch......" Dann stutzte er. Schlechter vorschlag. Sie waren ja irgendwo im Nirgendwo gelandet. Und um sie herum war nur Eis. Wie sollte man denn da den Weg finden? ""Verzeihung für diesen müden Vorschlag.....", sagte er betrübt. "Wer mich im Übrigen noch nicht kennt, ich bin Auron Anderswer.", murmelte Auron.

  9. #9
    Otto verneigte sich vor dem Grab und ging dann kurz zum Luftschiff. Oder vielmehr das was mal eines wahr.
    "Ui!", rief er laut.
    "Hier ist ein Koffer voller Handschuhe und eine Flasche Wodka. Also Wärme von außen und innen."
    Nur eines wunderte Otto. Auf dem Koffer war der Name, Begriff oder was auch immer "Astarah" aufgenäht. Otto wusste aber das keine Astarah dabei war also riss der an kleinen Anhänger ab und warf ihn in den Schnee.

  10. #10
    Deribal drängte sich nicht vor und bekam daher als letzter Handschuhe, aber die allerlöchrigsten, daher stellkte er seinen Rucksack ab und tauchschte sie mit seinen Ersatzfäustlingen im Rucksack aus. Wieso waren auch alle so dumm gewesen ihre abzugeben, am Pool. Andererseits waren wir, d.h. ich eingeschlossen genauso dumm hierher zu kommen., monierte er in Gedanken und sah sich die Gruppe an: Ein Weiberheld, eine einzige Frau, ein Pfarrer, ein verhüllter Mann im Mantel und einige andere Kyrienerben, darunter einer, sein Großcousein Takamaso (alpha und beta) der ihm immer etwas merkwürdig vorkam, so als wäre er ein Schauspieler, der jedes mal eine andere Rolle spielte. Seis drum. Er schloss zur Spitze der Marchgruppe auf und fragte sich in Gedanken wie lange es wohl dauern würde bis ihn jemand auf seine Waffennaretei ansprechen würde, oder gar versuchen ürde ihn wegen des einsamen Messers in seinem Mantel aufzuziehen, man kannte sich ja zum Teil von früher, leider.

  11. #11
    Alistair erhaschte für den Bruchteil einer Sekunde einen Blick auf ein junges, schmächtiges Mädchen, aber dann wurde er von einem der Sänftenträger weggerissen und der Vorhang wurde eiligst zugezogen.
    "Hey, ich wollte mich doch nur etwas unterhalten!"
    "Nicht hier!"
    "Aber...!"
    Der Träger baute sich vor ihm zu voller Größe auf, wodurch er ihn um mehrere Köpfe überragte, und stieß ihn noch einige Schritte von der Sänfte weg.
    "Verschwinden sie!"
    "Na gut, dann eben später..."
    Verwirrt begab Holmes sich wieder zum Rest der Gruppe, welche sich zum Abmarsch bereit machte. Er konnte ja nicht wissen, dass das Mädchen in der Sänfte eine schwere Allergie hatte und ein simples Gespräch hier draußen schon fatale Folgen haben konnte.
    "Wie es aussieht kommt wohl keiner mehr, also können wir doch endlich losgehen.", sagte er an Otto gewandt und der Rest der Gruppe stimmte ihm zu. Wenn sie noch länger hier rumstanden würde noch die Nacht hereinbrechen bevor sie ihr Ziel erreichten.
    Somit machten sie sich also auf den Weg in ihr Verderben...

  12. #12
    Derek zog sich ein paar Handschuhe über die Finger.
    "Wer hatte eigentlich diese selten blöde Idee hier in die Antarktis zu kommen ?"
    Er schaute vorwurfsvoll dem dicken Otto in die kleinen Knopfaugen. Dieser schien jedoch nichts mit der Sache zu tun zu haben.
    Derek seufzte kurz und wendete sich wieder den anderen Erben zu. Er wollte jetzt endlich auch mal mit jemandem sprechen. Er ging also zu dem Jugendlichen der das Grab ausgehoben hatte.
    "Anderswer ist ein ziemlich seltsamer Familienname...Na seis drum...Ich bin Derek Lomorden, meines Zeichens Schriftsteller...zumindest will ich mal einer sein.

  13. #13
    Auch die maskierte Gestalt im braunen Mantel nahm sich ein paar Handschuhe, streifte sie über und rückte ihren Zylinder zurecht. Anschließend musterte M. die restlichen Anwesenden.

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