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Thema: Gruppenreferate in der Schule

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Das mit dem "wer nicht mag, der..." war auch ziemlich doof ausgedrückt, muss ich zugeben. Aber es ist nunmal ein Fakt, dass Gruppenarbeit Kompetenzen in die Richtung schult, unabhängig davon, ob man ein Fan von schulischer Gruppenarbeit ist oder nicht, weil man das ja offenbar aus verschiedenen Gründen tut, die einen, weil sie die Gesamtverantwortung für die anderen übernehmen müssen, die anderen, weil sie nicht genug Einfluss auf die Arbeit haben, &c.

    Und natürlich kann ich da nur in meinem akademischen Rahmen sprechen, aber die Tatsache, dass Gruppenarbeiten in der Regel so schlecht verlaufen, liegt einerseits an der fehlenden Vermittlung ihrer Funktionalität durch die Lehrkräfte, andererseits an der angesprochenen Illusion von geteilter Verantwortung. Dass das speziell bei euch anders läuft, ist dabei schön und gut und vermutlich auch ziemlich zweckorientiert, aber kannst du dir vorstellen, wie du und deine Kollegen ausgewählt wurden und warum diese Kompetenzen in eurem Rahmen existiert, warum es im Team keine Führungsperson braucht? Rein vom didaktischen Standpunkt aus würde ich meinen, dass ihr euch das durch Umgang in teamähnlichen Umgebungen erworben habt. Jemand der nichts macht und dafür rausgeschmissen wird, war vermutlich früher so einer, der sich von den anderen hat tragen lassen und sich so seiner Verantwortung entzogen hat.

    Gerade da liegt ja nämlich der Punkt: Du und dein Team habt das mit der Verantwortung anscheinend drauf, weshalb es auch funktioniert. Das ist eine Kompetenz, die man herausbilden muss und das geht am besten in einer Gruppenarbeit.


    Zitat Zitat
    Edit: Was Mordechaij am Ende sagt, ist nicht prinzipiell falsch, aber stark abhängig von den Umständen und den beteiligten Personen. Ich persönlich halte etwa nichts von der "Wenn es nicht klappt, ist es eure Schuld" Mentalität bei Lehrern. In der Uni mag es noch anders sein (die Leute sind halt erwachsen), aber auch da ist eben das meistens nur eine Ausrede für "keine Lust" oder "unfähig". In der Schule dagegen kann das sogar direkt gefährlich werden, weil es auch den Schülern den Eindruck geben kann, dass egal ist, ob sie was lernen. Eigenverantwortung als Hauptkonzept kann also, speziell in der Pubertät, stark nach hinten losgehen.
    Da ziehst du es aber ein bisschen zu sehr ins Extrem, finde ich. Moderation heißt nicht, dass der Lehrer die Schüler machen lässt, was sie wollen, und ihr Lernerfolg ihnen komplett selbst überlassen ist. Freie Vermittlungsmethode heißt nicht laissez-faire, sondern Unterstützung und Hinführung zum selbstständigen Wissenserwerb. Es geht da auch nicht um eine Mentalität unter Lehrern, ich finde allgemein Lehrkräfte, die nicht die Methoden haben, ihre Schüler kompetent zu machen, ziemlich dumm und solche Leute sollte man einfach mal aussondern können. Das sind dann individuelle, personenbezogene Probleme, die nichts mit der generell vorschwebenden Methodik zu tun haben.

    So oder so kann man davon halten, was man will, die Erziehung zur Selbstständigkeit ist jedenfalls auf dem Vormarsch und ich persönlich finde das ziemlich gut.

    Edit: Schreibt langsamer, verdammt! =P

    Geändert von Mordechaj (28.11.2010 um 15:48 Uhr)

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