Ach, ja, das kenne ich. Mathe-Referat in der 9. Klasse über die Fibonacci-Folge. Nachdem ich meinem "Partner" X mal hinterhergerannt bin, hab ich mir dann gedacht, ich komme persönlich bei ihm als Überraschungsgast vorbei und informier mich über seinen Anteil des Referats, weil er nichts machen wollte. Ich bin zwar auch relativ faul bei solchen Sachen, aber man muss es ja irgendwann machen. Also habe ich seinen Anteil mitgemacht und hab es ihn dann am Tag des Referats vorlesen lassen. Ist zwar ärgerlich, aber was will man machen........
Ich wage zu behaupten, es geht gar nicht ohne Nörgelei. Man muss sich ja bloß mal in der Welt umsehen. Eine Bekannte von mir nörgelt immer über die "Gruppenarbeit" bei ihr im Büro, dass einige eben nur tratschen und ihrer Arbeit in der "Gruppe" eben nicht nachgehen.
Um auf die letzte Frage zurückzukommen: Gruppenvorträge und -arbeiten liefen immer bei mir nach dem Motto "team" ab - "toll, ein anderer macht's". Meistens endete es darin, dass einer alles gemacht hat.
Btw, wo wir schon mal dabei sind: Im Gymnasium gibt es in der Oberstufe (=Q11 & Q12) eine nette Projektorientierte Arbeit namens "P-Seminar". Gewichtung ungefähr 1/6 des Gesamtabiturs, also nicht ganz unwichtig. Während einige schon ihre Präsentationen hatten, gurken wir noch in der Planung unserer Alchemistenshow herum, weil die Planung in Prinzip auf 4 schultern hockt - auf meiner unter anderem.






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. Aber genau was dein Generationenproblem angeht, finde ich auch, dass das nicht nur auf Schüler zutrifft: Die meisten Lehrer sind nicht jung und frisch von der Uni/PH. Man muss zur Zeit immernoch mit "veralteten Modellen" kämpfen, denen auf dem halben Weg gesagt wurde, dass Gruppenarbeiten gemacht werden sollen. Damit kommen die wenigsten klar, was aber auch keinen wundert. Irgendwann pendelt sich das schon ein, aber zumindest nach den Neueinstellungszahlen (in BW, deutschlandweit hab ich echt keine Ahnung) wird das noch weiterhin ein bildungspolitisches Problem bleiben.





