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Original geschrieben von Hippokrates
Selbstfindung ist jedenfalls etwas, was mir ziemlich auf den Sack geht. Es ist eigentlich nur ein anderer Term für "herausfinden, was ich wirklich will". Wenn eine Ehefrau unglücklich ist und 'Selbstfindung' betreiben will heißt das IMHO nur, dass sie längst weiß, dass sie von dem Kerl weg will sich aber nicht traut bzw. es nicht wahrhaben will, dass die Ehe gescheitert ist. Dank sog. 'Selbstfindung' (auch wieder son Modewort der Psycho-Industrie) sieht sie dann ein, dass es nicht anders geht und verwirklicht sich dann beim Standesamt flugs selbst.
Nunja, dein Beispiel ist vielleicht etwas extrem. Um sich selbst zu finden muss man IMHO mit sich selber im reinen sein, und auch sich selber mögen (ich mein damit nicht Egoisten und Egozentriker, sondern das man sich selber annimmt, und ein gesundes Selbstwertgefühl hat) das man um dieses Ziel zu erreichen sein Leben etwas umkremplen muss ist klar, jedoch muss man dazu nicht scheiden lassen. Selbstfindung ist z.B. auch der zukünftige Berufswunsch, weil man sich überlegt wo man sich in Zukunft finden will, und darauf hinarbeitet. Generell seh ich Selbstfindung eher als Mittel zum Ziel der Selbstverwirklichung.