Die ersten beiden Folgen fand ich ok, aber auch ein bisschen ernüchternd.
Ich muss ehrlich sagen, das Gefängnis kann ich nicht mehr sehen. Dieses Setting haben sie meiner Meinung nach schon in der dritten Staffel überstrapaziert. Ich brauche ein bisschen mehr Entwicklung und Abwechslung in dieser Serie und vor allem weniger Charaktere. Die ursprüngliche Gruppe plus Tyreese, Sasha und vielleicht noch Karen als Ersatz für Andrea (verstehe immer noch nicht, warum sie Andrea getötet haben) - absolut ausreichend, die ehemaligen Bewohner von Woodbury irritieren mich eher. Ich meine, Carl ist schon nervig genug, die ganzen anderen Blagen brauche ich nicht auch noch.
Finde es auch etwas schade, dass man ständig neue "Gefahren" einbauen muss, die allgegenwärtige Bedrohung durch die Zombies ist wohl nicht genug. Die neue Storyline mit dieser ominösen Grippe, scheint mir ehrlich gesagt äußerst gezwungen und unnötig. Perfekt wäre es meiner Meinung nach gewesen, wenn in der ersten oder zweiten Folge der neuen Staffel das Gefängnis von Walker überrannt worden wäre, die meisten der Überlebenden (und vielleicht ein Hauptcharakter) gestorben wären - und der Gruppe keine Wahl bliebe als weiterzuziehen, neue Schauplätze zu besuchen, sich neuen Gefahren auszusetzen. Nein, stattdessen gammeln alle noch in diesem Gefängnis rum und weil keine wirkliche Gefahr mehr besteht, baut man einfach eine ansteckende Krankheit in die Story ein, die in wenigen Stunden tötet. Das ist nicht die Richtung, in der ich mir gewünscht hätte, dass sich die Serie entwickelt.
Oh, und die Cliffhanger. Ich bin allgemein kein Fan davon und warum um Gottes Willen muss man jede Folge mit einem Cliffhanger beenden? Das frustriert schon sehr. Ganz ehrlich, auf die zweite Staffel von Telltale's Walking Dead freue ich mich zur Zeit viel mehr, als auf weitere Folgen der Fernsehserie ...