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Fossil
Skingrad => Westebene
Erynn verließ das Stadttor und stellte fest, daß Arranges bereits auf sie wartete. Sie stieß einen schicksalsergebenen Seufzer aus. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn er sich schlicht in Luft aufgelöst hätte. Da sieht man es mal wieder: Wenn man die Götter wirklich braucht, sind sie garantiert anderweitig beschäftigt...
Arranges’ überschwängliche Begrüßung verwunderte sie, aber nur kurz. Mittlerweile kannte sie schließlich dieses nervtötende gönnerhafte Gebaren, das sich immer dann einstellte, wenn er seinen Willen bekam. Wie ein verzogenes Blag.
Die Dunmerin beschloß, ihn zu ignorieren. Sie holte ihr Pferd und lenkte es neben den Fuchs des Kaiserlichen. „Jetzt wäre es an der Zeit mir zu verraten, wo Ihr eigentlich hinwollt.“ „Zunächst einmal ein ganzes Stück nach Norden“, erwiederte Arranges fröhlich. „an Chorrol vorbei, dann sage ich Euch, wie es weitergeht.“
Erynn zuckte mit den Schultern und steuerte Falchion fort von der Straße in die Westebene. Also irgendwo ins Hochland, mitten im Nirgendwo. Natürlich genau dorthin, wo ich mich überhaupt nicht auskenne. Verdammter Mist. Still fluchte sie eine Weile vor sich hin. Sie schien sowieso nichts anderes zu tun, wann immer sie sich in der Gesellschaft von Arranges befand. Ungefähr zwei Stunden brütete sie stumm vor sich hin, während sie zusammengesunken im Sattel hockte. Irgendwann wurde ihr jedoch auch das zu blöd. Wie sie es auch drehte und wendete, sie sah keine Möglichkeit, irgendwie doch noch ungeschoren aus der Sache herauszukommen. Besser, sie fand sich damit ab und versuchte, etwas mehr darüber herauszubekommen, was Arranges eigentlich plante – für Rachephantasien war auch später noch Zeit.
Sie wandte sich dem Daedrabeschwörer zu: „Ihr solltet mir so langsam erzählen, was genau Euer Ziel ist. Wenn ich Euch helfen soll, muß ich mehr wissen. Wohin gehen wir? Eine Höhle, eine Ruine, oder ein Lager auf offenem Feld? Erwartet Ihr Widerstand, und wenn ja, mit wievielen Gegnern werden wir es zu tun bekommen?“ Sie überlegte kurz. Es ging ihm um ein magisches Amulett, und wo Magie im Spiel war, war nicht unbedingt alles, was sich in deren Dunstkreis bewegte, auch lebendig. „Und vor allem: Welche Art von Gegnern?“ Der letzte Satz kam leiser und weniger entschlossen aus ihrem Mund, als sie es sich gewünscht hätte. Aber was machte das schon? Arranges kannte bereits jetzt genug ihrer Schwächen, um Macht über sie auszuüben. Zumindest so lange, bis sich eine Gelegenheit ergab, ihn loszuwerden.
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