Ich habe auch nicht erwartet, dass du mir glaubst... umso besser, mich selbst zu erniedrigen, nur um meinen Willen zu bekommen, konnte ich noch nie sehr gut... Und dass alle Mer auf ihre Weise ganz natürlich begabt sind, weiss ich natürlich, aber wer dieses Talent nicht von der ersten Stunde an fördert, verliert ganz automatisch den Bezug dazu... und so wie es ausschaut, hat sie das bereits... welch eine Verschwendung...

Arranges kommentiert ihre Worte nur mit Schweigen und schaut ihr nach, wie sie zu ihrem Pferd zurück geht. Sie sprach doch von einer Schweinerei... ja gut, die soll sie haben... anders scheint es diese sture Kriegerin ja nicht zu verstehen... Arranges war nicht wütend, eher genervt davon, dass er nicht einfach die Zustimmung bekommen hatte, die er wollte. Das wäre wirklich nicht zu schwer gewesen.

Die Dunmer war nur noch wenige Schritte von ihrem Reittier entfernt. Arranges murmelte eine Formel vor sich hin und reckte den Arm auf Erynn deutend vor. Eine mattglänzende Kugel flog durch die Luft und verpuffte am Rücken der Mer. Wie gewollt klappte die Kriegerin zusammen, ihrer Kräfte beraubt, jetzt von der leichten Rüstung und den Waffen auf der Erde gehalten. Arranges kam langsam näher, und ging in die Knie, wobei er mit einem Knie leicht in das Rückrad der Elfin drückte. 'Bitte zwingt mich nicht, euch weh zu tun... Um euch die Wichtigkeit meiner Bitte näher zu bringen, werde ich etwas weiter ausholen. Ich brauche jemanden, der keine Bindung mehr zur Magie hat, dabei spielt es keine Rolle, welcher Rasse dieser Jemand entstammt, es könnte genauso gut ein Bretone sein, der 10 Jahre keinen Gebrauch mehr von seinem magischen Talent getan hat. Das ist wichtig, denn mir wurde etwas gestohlen, dessen ich nur mit der Hilfe einer solchen Person wieder habhaft werden kann. Es handelt sich um ein Amulett, welches mir praktischerweise den Weg zu meinem Eigentum weisen wird. Dieses Amulett... entzieht sich allerdings all jenen, die auf irgend eine Art und Weise mit Magie hantieren, deswegen, brauche ich eure Hilfe.' Er sprach ganz normal, ohne falsche Freundlichkeit oder gar flehend. Er schilderte ihr rein die Sachlage und sein damit verbundenes Problem. Der jedoch unangenehme Druck, den er mit seinem ledergepanzerten Knie auf ihre Wirbelsäule ausübte, duldete allerdings kaum Wiederspruch.