"Historischer Liebesroman" umfasst doch auch Sachen wie Die Wander••••, die anscheinend in Ton und Inhalt abweichend von den Bodice Rippern sind. Mehr bemüht, näher an der historischen Wirklichkeit zu liegen zu kommen. Ich habe Bodice Rippers immer so verstanden, dass sie eine gewisse ahistorizität haben, was die Sozialität der Figuren angeht und die dezidiert historischen Liebesromane eher versuchen, mentalitätsgeschichtlich näher an die Periode heranzukommen. Da kommen seltsame Sachen über historische Seenavigation verpackt in Liebesromane raus, habe ich gesehen.
Bin aber ehrlich gesagt auch kein Experte auf dem Feld. Mein Überblick über das Genre beschränkt sich auf Twice Tempted, das bisher das beste Exemplar war, das mir unterkam, Nora Roberts "Rot wie die Liebe", dass 50:50 generischer Fantasy und Sex ist und "Stripped to the Bone" das ich persönlich von vorne bis hinten als obszön betrachten würde. Wegen der grausamen Oberflächlichkeit, nicht wegen dem Sex. Meine Arbeitskollegin mochte letzteres Buch aber sehr. Ich persönlich würde mir degeneriert vorkommen, wenn man mich dazu einladen würde mich mit der Hauptfigur von Stripped to the Bone zu identifizieren.

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Wobei ich ihr das jetzt nicht abstreiten will, ist zumindest meine herangehensweise an dieses Genre, wo auch immer es anfangen und aufhören mag. ^^

Nebenbei stellt sie offensichtlich andere Ansprüche an ihre Pornographie. Ich mag Bücher mit möglichst klassisch psychologisch ausgebauten Charakteren während ihr Geschmack eher bei den feministisch geprägten Figuren mit einem Schuss Fantasy lag.






