Zelda? Das würde genau in seine Beschreibung reinpassen.
Ocarina of Time, Majora's Mask, Twilight Princess, Wind Waker haben definitve Tutorialsequenzen durch die man geschickt wird, bevor das eigentliche Spiel anfängt. Skyward Sword habe ich selber noch nicht gespielt, hab da aber einiges gehört. Das Ding ist ja: Früher hat man sich die Bedienungsanleitung durchgelesen und wusste dann welches Knopf was tut. Heute erklärt einem das Spiel sowas gerne immer und immer wieder.
Hinzu kommt dass oft noch der gesamte Kontext vom Spiel vor dem Beginn des Spieles geklärt wird, was früher auch freiwillig war. Entweder durch die Bedienungsanleitung oder durch Überspringbare Sequenzen am Titelbildschirm.
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Geändert von Icetongue (15.06.2012 um 22:31 Uhr)
Ich finde es wirklich witzig, dass sich gerade jemand von Nintendo darüber beschwert, da genau das die Firma ist, die einen während der Wii Zeit mit haufenweise sinnlosen Tutorials über die trivialsten Aktionen zugeschüttet hat. Gut, vielleicht wurde das ein wenig abseits von Miyamotos Meinung gemacht.
Ich denke, wenn die Spielmechaniken komplexer werden ist es teilweise durchaus nötig, eine Erklärung einzubauen. Wie man das genau macht, ist natürlich eine andere Sache. Viele Spiele starten ja in einem eher ruhigen Setting, damit der Spieler sich mit allem vertraut machen kann, was nun nicht gerade meinem Empfinden von einem guten und packenden Start entspricht *g*
Also... in dem Sinne kann Nintendo schon ein wenig zurückrudern, denn ihre Spiele sind bei Weitem nicht so komplex, dass sie derart ausgedehnte Tutorials brauchen und Miyamoto hat hier Recht. Im Endeffekt liegt es vermutlich auch an der falschen Struktur, die Nintendo benutzt. Andere Spiele (z.B. Bayonetta, auch wenn das natürlich eher auf hardcore Spieler ausgelegt ist) haben auch relativ wenig störende Tutorials, bei denen man gleich in der Action ist.
Ich finde die Grundaussage gut, jetzt mal ganz unabhängig davon, was Nintendo damit macht. Sachen wie die aktuellen Batman-Spiele sind mir einfach zu komplex, was Steuerung u.ä. angeht, das geht imho auch einfacher (und wenn nicht, sollte man das Spiel anders designen).
Wobei es sicherlich auch Spiele gibt, die alles überkompliziert machen.
Aber ich denke nicht, dass es der richtige Weg bzw. überhaupt machbar ist, die Steuerung von ALLEN Spielen auf eine Art zu vereinfachen, dass man kaum Tutorials mehr braucht. Und eigentlich will ich das auch gar nicht, da ne gewisse Komplexität Spielen doch erst ihren Reiz gibt. Wobei das auch wieder nur der Fall ist, wenn man sie auch tatsächlich ausreizen muss![]()
Ich find es lustig, dass ein Projekt über Misogynie in Videospielen zu so viel Schwachssinn von Seiten der männlichen Gamer kommt. Die Produkte einer von Männern geführten Branche, die hauptsächlich für Männer im Alter von 15-25 gemarketed werden und aus männlichen Wunschträumen bestehen, sind ja nun wirklich der Inbegriff der Misandrie.
Das Problem des ersten Kickstarter-Projekt war nicht die Materie an sich, sondern die verlangten Geldmengen und was damit zusammenhing.
Mich kotzt diese kindische Einstellung sowas von an. I'll pledge 50$ if you make me a sandwich <- Comedy Gold von Seiten der männlichen Demografie und sich dann selber "ironischerweise" in die Opferrolle zu schieben ist ziemlich erbärmlich.
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Geändert von Icetongue (16.06.2012 um 20:03 Uhr)
Natürlich ist es komplett bescheuert. Aber das ist mir immernoch lieber als diese, genauso dummen, Youtube kommentare. Darüber kann ich zumindest lachen.
Mir ist lieber jemand drückt sich zynisch aus.
Man sieht sich hier selber genausosehr in der Opferrolle, wie es die Frauen sind: Nämlich gar nicht. Die stereotypische Darstellung besteht nunmal auf beiden Seiten.
Das liegt an den Schönheitsidealen unserer Zeit und nicht daran, dass Gamedesigner frauen/männerfeindliche Ärsche sind.
Aber du willst doch nicht behaupten, dass Männer in solchen Medien negativ dargestellt werden? Muskulös, klug, charismatisch, in der Lage jede Frau um den Finger zu wickeln, heroisch. Frauen hingegen werden mit möglichst viel sex-appeal designt, machen anzügliche Posen, um möglichst viel tits'n'ass zu zeigen. Und wie die männliche Demografie mit Frauen umgeht, hat sich ja auch sehr deutlich gezeigt.
Männer werden so dargestellt wie ein Junge sein möchte. Frauen werden so dargestellt wie Männer sie haben wollen.
Ausserdem: Men telling women what they should think about the issue.
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Geändert von Icetongue (16.06.2012 um 22:18 Uhr)
Ich dachte das hätten wir schon gehabt. Die Darstellung von Frauen in Medien für Männer ist nicht allzu verschieden von Darstellungen von Frauen in Medien für Frauen. (Das gleiche gilt für die Darstellung von Männer, mehr oder weniger)
Der Unterschied ist oftmals nur, dass die Frauen etwas weniger auf Sexappeal gestellt werden, aber die Kerle sind oftmals noch härter in der "stark, nett und charmant" Rolle. Oder auch mal "arschloch und kriegt alle, ist aber eigentlich gaaaanz nett". Aber z.B. das Frauen retten in Medien an Männer gerichtet vs als Frau von einem Mann gerettet werden in Medien an Frauen gerichtet.. najo. Für Kerle gilt das als cool, männlich etc, bei Frauen ist das romantisch etc pp.
Das "Action-Girl" ist sogar weitaus populärer bei Männern, als bei Frauen.. wobei zugegeben Action Girl auch sehr oft mit sehr viel Sex-appeal dargestellt wird. Aber das müsste ja nicht sein. Aber Anscheinend sind Frauen eher weniger an einer Version ohne Sex-Appeal interessieren und haben doch lieber weiter romantischen Kram, wo die Frau zu nichts taugt, aber von dem tollen Typ gemocht wird und allem bösen so entkommt.
Ausnahmen bestätigen die Regel. Immer. Aber man muss, wie ich schon mal hier erwähnt habe, wirklich woanders anfangen zu schauen. Nicht bei den Geschichten. Diese Reflektieren nur ein Problem.
Geändert von Kiru (16.06.2012 um 22:29 Uhr)