So kam es also, dass die kleine Gruppe sich aufmachte, erneut eine Expedition zum Hexenfelsen zu unternehmen. Godfrey und Raphael gingen voran, Raphael als Kartenleser und Godfrey, um die Umgebung vor ihnen zu beobachten. Roland und Laurenz in der Mitte, hatten die Seiten und Isabella und Nicolo den hinteren Bereich im Auge. Um auch wirklich sicher zu gehen, dass sie keinen Söldnern in die Hände laufen, entschieden sie sich, einen kleinen Umweg durch den Wald zu unternehmen.

Das Dorf allerdings blieb nicht ungeschützt. Die tapfersten der vebliebenen Dorfbewohner stellten Wachen auf und ließen auch die Schutzeinrichtungen, Zaun und der gleichen, überprüfen. Sollte also wirklich ein Angriff stattfinden, so waren sie wenigstens geschützt. Währenddessen wurde es bereits wieder dunkel, denn die Sonne verschwand bereits wieder hinter dem Hexenfelsen.

Im dunklen Wald aber bekam niemand etwas davon mit. Mittlerweile liefen sie schon einige Zeit, schienen aber nicht aus dem Wald herauszukommen. nach gefühlten Stunden hielten sie mitten im Nirgendwo und Raphael, der auf Grund der Dunkelheit nun endgültig die Orientierung verloren hatte, versuchte nun verzweifelt, eine Route herauszufinden. Laurenz währenddessen versuchte, die Spur auf seine Art und Weise wieder zu finden, was soviel hieß, dass er nahezu eine Stunde benötigte, wieder zu den anderen zurückzufinden.

Wie es schien, hatten sie sich nun komplett im Wald verlaufen, jedesmal, wenn sie eine Richtung einschlugen, kamen sie nach kurzer Zeit wieder dort an, wo sie losgegangen waren. "Wer kam auf die Idee, unbedingt einen Umweg machen zu wollen?" Godfreys gute Laune hatte sich mittlerweile sehr ins Negative gewandelt. Doch es half nichts.

Mit einem Mal ertönte ein schrillen Lachen und aus dem Unterholz schälte sich eine schrecklich menschlich wirkende Gestalt. "Ihihihihi, wen haben wir denn da?", ertönte es von diesem Wesen und ein Blick in das Haupt eines der Hexenjäger ließ erahnen, um was für eine gestalt es sich hierbei handelte.