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Thema: [Religious War] Sicherheit von Windows und Linux

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Stark vereinfacht gesagt:
    Warum es für Windows weit mehr Viren als für andere Betriebssysteme gibt liegt an sich auf der Hand. Wer so viel Schaden wie möglich anrichten will (ganz gleich obs um das Schrotten von PCs und Servern, das Ausspähen von Daten oder sonstigen Kram geht), der schreibt seine Viren & Co. für Systeme mit dem höchstem Marktanteil weltweit. Da erreicht man mit verhältnismäßig geringem Aufwand möglichst viele.


    Nur mal zum Kernthema:
    Ich denke, dass die Sicherheit eines Betriebssystems nicht zu einem unerheblichem Teil von demjenigem abhängt, der vor dem Computer sitzt, auf dem das entsprechende Betriebssystem läuft. Allein schon wenn ich mir überlege, wie viele beispielsweise offensichtliche Fake-Mails öffnen und den "Infos" darin folgen, wie z.B. PINs und TANs an eine andere Adresse zu schicken, weil ja angeblich das Onlinebanking auf Funktionalität überprüft werden müsse... oder man auf eine Seite soll, wo angeblich "Fotos einer angeblichen Bekannten" zu sehen sind, wo man sich erst einen angeblichen "Download-Manager" ziehen soll... oder der Einsatz illegaler Kaufsoftware (z.B. ein runtergeladenes Windows nebst Serial), was ja auch mit Schadsoftware verseucht sein kann...

    Allerdings stößt es mir schon sehr negativ auf, dass in einem Betriebssystem wie Windows eins ist... dass da ein "Webbrowser" derart tief ins System verankert ist, dass er - wenn mans etwas übertrieben darstellen will - schon quasi zum Systemkern gehört. Da liegt schon einmal eine Schwäche von Windows, die es unter Linux NICHT gibt (meines Wissens, kenne halt nicht so viele Distros).

    Für Windows spricht nun einmal die gigantische Vielfalt kommerzieller Spiele und Anwendungen, die tausende Abnehmer findet (z.B. Microsoft Office, Adobe PhotoShop...). Zudem ist Windows nach wie vor DER Standard unter den auf Desktop- und Mobil-Rechnernn installierten Betriebssystemen (auch wenns hier und da Notebooks mit vorinstalliertem Linux (Linpus Linux zum Beispiel) zu kaufen gibt).

    Im Grunde kann ein Windows so sicher wie ein Linux sein... weils im Endeffekt maßgeblich vom Anwender abhängt, was er/sie damit anstellt. Wer sich auf "bösen Seiten" herumtreibt muss einfach damit rechnen, sich irgendwelchen Dreck einzufangen. Wer sein System nicht regelmäßig updated muss eben damit rechnen, dass das System mit "offenen" Schwachstellen anfälliger für Angriffe von außen wird. Wer keinen Virenscanner installiert hat muss damit rechnen, dass Schadsoftware sich auf dem heimischem PC munter austoben kann. Wer blindlings irgendwo hin klickt ohne nachzudenken, mit seinen privaten Daten überall quasi "hausieren" geht oder gar vermeintliche kostenlose Angebote annimmt, ohne sich genauer drüber zu informieren darf sich einfach nicht über gesalzene Rechnungen aufregen.

    Es ist an sich wie beim Einkaufen: Immer erst informieren, bevor man sich irgendwas lädt und installiert. Und immer schön brav Backups machen, dann sollte den eigenen Daten an sich nichts passieren.

  2. #2
    Ich benutze beide Systeme, auch relativ gleichberechtigt. Wenn ich spielen will oder mir nach Multimedia/Entertainment ist, starte ich Windows. Wenn ich programmiere oder etwas in Richtung Webentwicklung mache, starte ich Ubuntu Linux. Auf beiden Systemen surfe ich im Internet, obwohl unter Windows meist (Spiele-)Foren besuche und unter Ubuntu eher wie man "Sache xyz nutzt, installiert, einstellt oder programmiert" nachschlage.

    Windows und Linux sind beide unsicher, wenn sie nicht geupdatet werden.
    Linux kommt mit Sicherheitsupdates meistens schneller her als Windows.

    @Dr. Alzheim: Beispiel KDE - Konqueror, der war ja auch Browser und Dateimanager auch eins (tief in den Desktop verwurzelt), wurde aber durch Dolphin als Dateimanager ersetzt.

    Beispiel GNOME - Nautilus, versuche mal den Dateimanager (z.B. mit Thunar oder PCManFM) zu ersetzen. Geht kaum, weil alles eine Abhängigkeit gegenüber Nautilus hat.

  3. #3
    Zitat Zitat von niR-kun Beitrag anzeigen
    Windows und Linux sind beide unsicher, wenn sie nicht geupdatet werden.
    Linux kommt mit Sicherheitsupdates meistens schneller her als Windows.
    Nicht wirklich. Kürzlich wurde (im Linux-Kernel) ne Lücke gefixt, die vor Jahren gefunden wurde, aber ewig nicht beachtet wurde. Und Microsoft hat eben - auch aufgrund des Closed-Source-Charakters von Windows - eine andere Patch-Philosophie: Es gibt einmal im Monat Patches, damit Benutzer nicht ständig Patches einspielen müssen. Durchaus sinnvoll, bedenkt man, wie nervig ist es, wenn das System täglich evtl. auch noch mehrfach Updates installieren will und fast jedes Update einen Neustart erfordert.

    Zitat Zitat
    @Dr. Alzheim: Beispiel KDE - Konqueror, der war ja auch Browser und Dateimanager auch eins (tief in den Desktop verwurzelt), wurde aber durch Dolphin als Dateimanager ersetzt.

    Beispiel GNOME - Nautilus, versuche mal den Dateimanager (z.B. mit Thunar oder PCManFM) zu ersetzen. Geht kaum, weil alles eine Abhängigkeit gegenüber Nautilus hat.
    Aber nichts davon ist in Linux selbst verwurzelt, sondern nur im Desktop. Außerdem bin ich mir sicher, ich könnte auch unter Gnome Thunar als Dateibrowser benutzen - wenn ich alle Verweise richtig umbiege.

    Am Thema selbst werde ich mich nicht wirklich beteiligen. Es ist so ziemlich alles gesagt, beide Systeme haben vor und Nachteile (größter Nachteil von Windows ist seine Verbreitung und damit Beliebtheit für Malware-Autoren). Man könnte jetzt noch OS X, BSD und Solaris ins Boot holen, aber da würden vermutlich nicht so sonderlich viele neue Aspekte hinzukommen. BSD legt halt z.B. besonders viel Wert auf Sicherheit zu Lasten der schnellen Integration neuer Features (AFAIK, was nichts heißt, habe nie BSD benutzt).

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