Stark vereinfacht gesagt:
Warum es für Windows weit mehr Viren als für andere Betriebssysteme gibt liegt an sich auf der Hand. Wer so viel Schaden wie möglich anrichten will (ganz gleich obs um das Schrotten von PCs und Servern, das Ausspähen von Daten oder sonstigen Kram geht), der schreibt seine Viren & Co. für Systeme mit dem höchstem Marktanteil weltweit. Da erreicht man mit verhältnismäßig geringem Aufwand möglichst viele.


Nur mal zum Kernthema:
Ich denke, dass die Sicherheit eines Betriebssystems nicht zu einem unerheblichem Teil von demjenigem abhängt, der vor dem Computer sitzt, auf dem das entsprechende Betriebssystem läuft. Allein schon wenn ich mir überlege, wie viele beispielsweise offensichtliche Fake-Mails öffnen und den "Infos" darin folgen, wie z.B. PINs und TANs an eine andere Adresse zu schicken, weil ja angeblich das Onlinebanking auf Funktionalität überprüft werden müsse... oder man auf eine Seite soll, wo angeblich "Fotos einer angeblichen Bekannten" zu sehen sind, wo man sich erst einen angeblichen "Download-Manager" ziehen soll... oder der Einsatz illegaler Kaufsoftware (z.B. ein runtergeladenes Windows nebst Serial), was ja auch mit Schadsoftware verseucht sein kann...

Allerdings stößt es mir schon sehr negativ auf, dass in einem Betriebssystem wie Windows eins ist... dass da ein "Webbrowser" derart tief ins System verankert ist, dass er - wenn mans etwas übertrieben darstellen will - schon quasi zum Systemkern gehört. Da liegt schon einmal eine Schwäche von Windows, die es unter Linux NICHT gibt (meines Wissens, kenne halt nicht so viele Distros).

Für Windows spricht nun einmal die gigantische Vielfalt kommerzieller Spiele und Anwendungen, die tausende Abnehmer findet (z.B. Microsoft Office, Adobe PhotoShop...). Zudem ist Windows nach wie vor DER Standard unter den auf Desktop- und Mobil-Rechnernn installierten Betriebssystemen (auch wenns hier und da Notebooks mit vorinstalliertem Linux (Linpus Linux zum Beispiel) zu kaufen gibt).

Im Grunde kann ein Windows so sicher wie ein Linux sein... weils im Endeffekt maßgeblich vom Anwender abhängt, was er/sie damit anstellt. Wer sich auf "bösen Seiten" herumtreibt muss einfach damit rechnen, sich irgendwelchen Dreck einzufangen. Wer sein System nicht regelmäßig updated muss eben damit rechnen, dass das System mit "offenen" Schwachstellen anfälliger für Angriffe von außen wird. Wer keinen Virenscanner installiert hat muss damit rechnen, dass Schadsoftware sich auf dem heimischem PC munter austoben kann. Wer blindlings irgendwo hin klickt ohne nachzudenken, mit seinen privaten Daten überall quasi "hausieren" geht oder gar vermeintliche kostenlose Angebote annimmt, ohne sich genauer drüber zu informieren darf sich einfach nicht über gesalzene Rechnungen aufregen.

Es ist an sich wie beim Einkaufen: Immer erst informieren, bevor man sich irgendwas lädt und installiert. Und immer schön brav Backups machen, dann sollte den eigenen Daten an sich nichts passieren.