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Thema: [Werwölfe IV] Tag 3

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Godfrey nickte Callan zu, als dieser sein Kästchen öffnete, begann er leise zu lachen.
    "Nun ist es doch wahrhaftig, ein jeder versucht zu helfen, wo er kann.", grinste er, und als er den Kopf schief legte, gluckste er: " 'Und sie werden kommen, Jungfrauen mit den Waffen ihrer Gatten, die Alten mit ihrer Weisheit, die Blagen werden Pfeile zu den Zinnen tragen und die Siechen und Kranken die schimmernde Wehr reparieren. Nun, da Genua belagert wurde, kamen sie alle zusammen. Die Juden wie die Christen, der Bettler neben dem Edelmann, der Abt wie die Tagelöhner.' Die Belagerung Genuas, Antolio Ascotta, 1099. "

    Er nahm das Kästchen entgegen und nahm ein paar der Klingen heraus, die in der Sonne nun funkelten und schimmerten und dessen gefährliche Schneide leuchtende Muster auf die Lederrüstung des Hexenjägers zeichneten.

    "Ob wir Verwendung dafür haben? Ja, du hast uns einen Schatz anvertraut, Bader.", schnarrte er lächelnd, als er den nächsten Holzschaft nahm und den Griff der Klinge in den Schaft einzufassen begann.

    "Wir wollen einige davon für die Spieße benutzen und sie als Auszeichnung den besten und gefährlichsten Streitern geben. Die letzten beiden Klingen aber werden den zweiten Teil meines Plans zum Gelingen bringen, Freund Callan. Du scheinst kein Mann des Kampfes zu sein und ich will dich nicht zwingen, aber du hast dein Herz auf dem rechten Fleck und es wird Niemanden geben, der geschickter mit diesen Klingen umzugehen weiß als du. Ich beauftrage dich hiermit damit, tapferes Weibsvolk um dich zu scharen, die den Anblick von Blut zu ertragen wissen."

    Er nickte ihm ernst zu und tippte an seinen Hut.
    "Du wirst unser Feldscher werden. Des Feindes Pranken reißen grausame Wunden, schneiden tief durchs Fleisch. Dir obliegt es, die Wundränder zu beschneiden, damit den Weibern das Nähen der Wunden leichter fällt. Kannst du dies für dein Dorf tun."

  2. #2
    Es war absurd, doch er lächelte, lächelte trotz dieser unangenehmen Aufgabe. Das Gefühl, etwas erreicht zu haben, etwas getan zu haben was in diesen schweren Stunden hilfreich ist erfüllte ihn mit Glück.
    "Natürlich, Wundränder begradigen, ausbrennen, amputieren...auch wenn wir letzteres vermeiden sollten"
    Nachdenklich schaute er zur Seite und murrte leicht.
    "Mhh...was das zusammentrommeln der Frauen betrifft...ich werde mein möglichstes tun, im Notfall werde ich das nähen selbst übernehmen müssen."
    Er nahm zwei weitere Klingen aus dem Kästchen und drückte sie Godfrey in die Hand, klappte den Kasten zu und wollte sich bereits zum gehen wenden als ihm noch etwas einffiel.
    "Übrigens...ihr beiden solltet mich in meiner Badestube besuchen, Unterkühlung und Dreck macht krank" er schüttelte sich kurz bei dem Gedanken "und es wäre nicht von Vorteil euch beide an eine Krankheit zu verlieren die euch aufs Kreuz legt und dazu zwingt euer Lager nicht zu verlassen."

  3. #3
    Raphael blickt von der Klipe im Wald auf den Dorfplatz herab. "In was für einem Dorf lebe ich eigentlich? Ihr Verhalten entspricht einer englischen Burg vor einem Wikingereinmarsch!" Danach dachte er über die drei vergangenen Stunden nach. "Dieser seltsame Trunk, über den sich Lester und Roland unterhalten haben, er müsste noch irgendwo im Labor herumstehen. Doch die Villa ist ja eingestürzt. Wo ist überhaupt Lukas? Vermutlich schnüffelte er im 'Steinwald' hinter der Kirche nach Erzen und steckt in der Höhle fest?" Raphael begab sich zur Erzhöhle im südlichen Teil des Waldes und suchte nach dort Lukas.

  4. #4
    Das Durchwühlen der Ruine von Dirans Haus hatte sich als eine schmutzigere Arbeit herausgestellt, als Laurenz es sich von der Leichenfledderei vorgestellt hatte. Es dauerte eine knappe Stunde, bis er den Dreck am nahe des Dorfes verlaufenden Bach von seinem Körper und aus seinen Kleidern gespült hatte.
    Frisch eingekleidet machte er sich auf den Weg zur Schenke, wo sich weder der Wirt, noch eine große Zahl an Gäste antreffen ließ. Er solle sich selbst im Keller bedienen, rief ihm einer zu, als Laurenz nach der Bedienung fragte. Scheinbar seien die meisten zu einer Wehrübung aufgebrochen.
    Im Keller fand Laurenz sogleich dem Weingeist, der er sich vom Wirt hatte bringen lassen wollen. Aber da war noch etwas… In einer Kellerecke lagen Trümmer, es sah so aus, als sei eine Wand eingestürzt. (Es scheint nicht allzu lange her, dass hier jemand hier gegraben hatte) Aus dem Loch kamen außerdem befremdliche Gerüche. Laurenz erinnerte sich… in dieser Richtung lag Dirans Villa. (Gab es hier etwa einen Geheimgang?)
    Laurenz tastete die Wand ab. An einer Stelle schien das Geräusch etwas weniger dumpf. Wahrscheinlich war das der Geheimgang. "Manche Leute sollten wohl wirklich lernen, die Vordertür zu benutzen", lachte er zu sich. Einen Mechanismus zum Öffnen der Tür konnte er jedoch nicht finden. Auch dürfte sie einiger Gewalt standhalten. Hat jemand deshalb einen Weg zur Villa graben wollen? Oder kam jemand von dort heraus?
    Als Laurenz gerade wieder nach oben gehen wollte, kam ihm der Wirt Lester entgegen. Laurenz erklärte dem Wirt, dass er neben den Trümmern eine hohle Stelle in der Wand entdeckt hatte. Gemeinsam nahmen sie die Treppe zurück in die Wirtsstube.
    Lester rief zu den Gästen: "Hey, welcher Idiot hat da ein Loch in meinem Keller gebuddelt? Irgendwann stürzt noch die gesamte Schänke wegen so einem Mist ein!"

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