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Thema: [Werwölfe IV] Tag 3

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Nachdem Ewald doch akkzeptierte, das die Werwolfplage wohl aller Wahrscheinlichkeit nach doch nicht vorbei war, entschloss er sich wieder seine Hütte aufzusuchen.
    Er hatte bereit etwas gegessen und machte sich nun wieder bereit in den Wald aufzubrechen.
    Als er so in seiner Hütte hockte und sich bereit machte aufzubrechen, fragte er sich kurz welchen Sinn es hätte, Holz zu hacken wenn jederzeit die Gefahr bestand am nächsten Tag von einer haarigen Bestie am lebendigen Leibe aufgefressen zu werden. Wie ein Damokles Schwert hing diese Gefahr über jedem Dorfbewohner, auch über ihm.

    Ewald versuchte nicht weiter darüber nachzudenken, als er sich fertig anzog, die Axt über seine Schulter legte und mit festem Schritt in den Wald ging.
    "Wolf hin oder her, wenn ich diesen Albtraum überlebe möchte ich nicht hungern müssen weil ich nicht genügend Holz verkaufen kann.",begründete Ewald gedanklich seinen Entschluss trotz der Gefahren der letzten Tage seiner Arbeit nachzugehen.

  2. #2
    Raphael wachte schweißgebadet aus einem heftigen Alptraum auf. Er spürte furchtbare Schmerzen am ganzen Körper, besonders in der Magengegend. Hatte er sich etwa eine Grippe geholt? Er konnte viele blaue Flecken und scheinbar gereizte Einstiche erkennen. Vielleicht wurde er von einem Schwarm Mücken angegriffen. Raphael hatte nun keine Lust aufzustehen, darum griff er nach einem stinkenden Streichholz und zündete eine fast geschmolzene Kerze auf seinem Nachttisch an. Danach nahm er seine Bibel und las einige Psalme, um sich einzustimmen, in der Hoffnung, dass heute nicht nochjemand getötet wurde. Inzwischen ist eine ganze Stunde vergangen, und er sah, wie sein Tisch mit dem Qualmen anfing. Schmerzerfüllt aus dem Bett, warf ein feuchtes Tuch auf die Kerze und kratzte Wachs und Brandspuren weg. Er lehnte sich an ein fenster und sprach das Glaubensbekenntnis und erinnerte sich an die damaligen Zeiten, an die Seuche, welche genau den selben Anfang nahm. Er lauschte Düsterwald, hörte jedoch nur den Wind, roch den Qualm seines Tisches und sah alten Laub an den Ästen flattern. Es war ein milder Tag. Als plötzlich jemand Raphaels Zimmertür aufschlug, bewaffnete er sich mit seinem verstärkten Stab, welcher in Richtung Tür zeigt. Es war nur der andere Priester, welcher seine gestrige Abwesenheit begründete. "Eine Versammlung? Warum wurde ich nicht eingeladen? Warum hast du mich nicht informiert?" fragte Raphael. "Nunja, du hast deine Tür verriegelt und ich habe so laut wie eine Schmiedezunft an der Tür gehämmert, doch du warst nicht wachzukriegen. Darum bin ich alleine losgegangen", sagte der Pfarrer. "Ach, würdest mur mir wenigstens sagen, was auf der Versammlung besprochen wurde?" "Es war hauptsächlich eine Trauerfeier für den verstorbenen Bischof, er ist an einem Herzschlag gestorben." "Das war alles?" "Noch nicht ganz. Es wurden auch die Steuern besprochen, es wurde gefragt, wer als neuer Bischof am geeignetsen wäre. Achja, es ist eine Krankheit im Umlauf, angeblich sollte diese von Waschbären übertragen werden. Der Krankenanteil sollte im Schwarzwald am höchsten sein. Das war nun alles, ich wünsche dir noch einen schönen Tag." Der Pfarrer verschwand. Raphael nahm blickte noch einmal aus dem Fenster und ging seinem Kollegen gleich hinterher.

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