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Legende
Heute stand Millenium Actress auf dem Plan, wovon ich mir im Vorfeld einiges erwartet hatte, da ich das Setting ziemlich interessant fand. Wie es sich am Ende herausstellt, wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt, der Film war ziemlich bodenständig für einen Satoshi Kon-Film, das gilt sowohl für die Story als auch für die Darstellung der Charaktere, ich hatte ihn mir ein wenig fantastischer vorgestellt. Auch ist die Handlung im Grunde genommen recht simpel gestrickt und gradlinig, Überraschungen sind auch keine zu finden (hm, irgendwo hab ich das schon mal geschrieben), es ist die Erzählsweise, die den Film zu etwas Besonderem macht. Die Verschmelzung zwischen Chiyokos Erzählungen von ihrem Leben sowie ihren Filmen, die in einer historisch chronologischen Reihenfolge eingebettet werden gibt den Zuschauer einen schnellen Überblick über die Geschichte Japans von der Sengoku-Zeit bis heute, ohne sie zu langweilen. Leider hatte der Film für mich einen nicht zu übersehenden Makel, der sich leider auch durch den ganzen Film zieht und das ist die "Liebesstory". Dafür, dass Chiyoko und der namenslose Mann sich in gerade 2 Szenen miteinander interagieren, fand ich Chiyokos Liebe doch etwas zu stark, sodass sie Jahrzehnte lang nicht von ihm loskommt. Deswegen fand ich die alte Chiyoko auch viel gelungener als ihre jüngeren Ichs, die wenig Charakterentwicklung durchmachen.
Nichts desto trotz war er ein guter Film, den man Leuten zeigen kann, die sonst wenig mit Anime am Hut haben, von mir kriegt er 4-/5.
Als letztes kommt Tokyo Godfather an der Reihe, angeblich das bodenständigste Werk Satoshi Kons, aber durch Millenium Actress wird es für mich nicht so eine Umgewöhnung sein, hoffentlich.
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