Ist in England ja nicht anders. Aber natürlich kann jeder für sich selbst entscheiden was er wie tragen möchte, das gilt natürlich auch für die Haare. Und natürlich gibt es auch gesellschaftliche Rahmungen, in denen ein Outfit vorgegeben ist bzw. die Norm ist, sei es nun beim Bund, bei einer Hochzeit oder in der Schule. Es kommt eben auf den Rahmen an, der entsprechende (individuelle) Freiräume mehr oder weniger zulässt. Wobei ich sagen würde, dass wir da heutzutage schon extrem viele Freiheiten genießen, wenn man das mit vor 50, 100 oder 200 Jahren (etc.) vergleicht.
Naja der Transsexuelle geht ja wahrscheinlich (ich sage wahrscheinlich, weil ich nicht wirklich Ahnung von Transsexuellen habe und deshalb nur mutmaße) davon aus, dass er tatsächlich ein(e) Frau oder Mann ist und so gesehen ist es dann keine Täuschung, sondern entspricht seiner Persönlichkeit bzw. seinem Selbst. Es zeigt aber doch auch irgendwo, wie sozial (d.h. über andere Menschen definiert) diese ganze Konstruktion von Geschlecht etc. ist, denn der Transsexuelle könnte nicht in äußerlicher Erscheinung eines Mannes als Frau akzeptiert werden. Erst das Aussehen als Frau macht ihn zur akzeptierten Frau. Dabei scheint es mir auch weniger um die tatsächlichen Eigenschaften, die eine originäre Frau mit sich bringt (z.B. Geburtsfähigkeit) zu gehen, sondern wirklich nur dass man sich mit Symbolen zeigt, die einen als Frau/Mann ausweisen.
Ich denke das bestimmte "Probleme" eben alle Leute haben, die entsprechenden Klischeebildern von Männlich- oder Weiblichkeit nicht entsprechen. Das betrifft die schmächtigen langhaarigen Jungs in Röhrenjeans genauso wie die burschikosen Mädchen mit kurzen Haaren die gerne Fußballspielen und auf Bäume klettern. Muss man einerseits eben aushalten können, trägt andererseits aber auch zur Differenzierung bei und sorgt dafür, dass sich solche Bilder verbreiten, langsam normaler werden und dadurch zusätzliche Spielräume für andere Menschen eröffnet werden.

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