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  1. #1
    Zitat Zitat
    Stop mal. Warst du nicht der, der sich beschwert hat, dass manch einer um den verstorbenen Präsidenten Polens getrauert hat bzw. dass du es nicht nachvollziehen konntest, wieso?
    Richtig, gut aufgepasst. Es fällt mir jetzt auch schwer zu rechtfertigen, warum ich es in Ordnung finde um die gestorbenen der Love Parade zu trauen, aber meckere wenn man für die abgestürzten Regierenden Polens ähnliches macht.
    Ich würde sagen, dass es an der Art der Trauer liegt. Im Fall des polnischen Präsidenten wurde weniger um ihne (und schon gar nicht um die anderen) in Person getrauert, sondern war mehr nur die Amtsperson selbst.
    Außerdem möchte ich sagen, dass uns Love Parade im eigenen Land doch näher steht als Polen. Und die Chance ist bei der Vielzahl Besuchern nicht schlecht, dass man jemanden davon kennt. (Gendrek kennt zum Beispiel jemanden). Ich persönlich trauere auch nicht, weil mir das Festival relativ fern steht und ich auch niemanden persönlich kenne der dort hingegangen ist. Ich schreibe nur in diesem Thread weil ich Maxikings Ansätze für falsch erachte.

  2. #2

    Leon der Pofi Gast
    Bei solchen Aussagen frage ich mich eher, ob manche User hier bereits Erfahrungen mit dem Tod haben, weil so kalt damit umgegangen wird oder sich intensiv mit dem Thema ausseinandergesetzt haben. Ich habe bereits einen Menschen während des Sterbens begleitet und während des Todes die Hand gehalten und es ist traurig, aber für den Betreffenden, wenn die Zeit gekommen ist und eine Erlösung von Schmerzen darstellt auch positiv. Wenn jedoch Menschen plötzlich aus dem Leben gerissen werden, ohne das man damit rechnen konnte, hinterlässt es eine tiefe, seelische Narbe, die erst geheilt werden muss, oder niemals wird.

    Kalte Statistiken sind durchaus in Ordnung, aber man muss sie auch richtig auswerten können. Man kann durchaus den Kontrast und die Prozentsätze ausrechnen, weil nun einige Menschen gestorben sind, aber das man genau deshalb so reagiert, ist erbärmlich. Ich kann auch definitiv nicht über einen Tod von jemanden Fremden trauern, dafür bin ich ebenfalls zu emotionslos, aber ich stelle mich auch nicht zur Schau und sage, dass es irrelevant ist. Für die Hinterbliebenen bedeutet es Alles, für Aussenstehende häufig nichts. Trotzdem sollte man einen Mittelweg besitzen und pietätsvoll umgehen. Siehe Karls Beispiel.
    Geändert von Leon der Pofi (27.07.2010 um 14:04 Uhr)

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